Im Sommer 2018 gab es eine Zeit, in der es mir (Hannah) überhaupt nicht gut ging. Ich war gesundheitlich angeschlagen und habe mich davon auch nur sehr langsam wieder erholt.
Außerdem kamen wir in unserer Partnerschaft, in unserem Elterndasein und in unserem gesamten Alltag an unsere Grenzen und haben gemerkt, dass irgendwas nicht mehr stimmt. Wir waren gestresst, genervt und ständig am Tun.
Sollte das also unser Leben sein,
trotzdem wir noch so jung waren?
Was war passiert, wir hatten doch
immer so viele Träume und Pläne.
Und dann steckten wir plötzlich in diesem Hamsterrad fest. Morgens früh aufstehen, fertigmachen, zum Kindergarten und zur Arbeit fahren, voneinander getrennt sein, spät nach Hause kommen, Haushalt machen, kochen, Verpflichtungen nach gehen, spielen und schwubs war der Tag wieder vorbei und die Zeit fürs Bett gekommen.
Und das ganze Tag ein, Tag aus. Uns fehlte die Zeit für die schönen Dinge im Leben, um unseren Sohn aufwachsen zu sehen, um gemeinsam Zeit zu verbringen und unvergessliche Momente zu schaffen. Sorgenfrei das Leben zu genießen, Spaß zu haben, Abenteuer zu erleben. All das fehlte uns gewaltig und ehrlich gesagt glaube ich auch, dass das der Grund war, weshalb ich so krank geworden bin.
Nach langem Hin und Her fassten wir den Entschluss, sammelten all unseren Mut und erzählten unserer Familie von unserem Entschluss in die große weite Welt zu ziehen. Außerdem kündigten wir unsere Jobs, lösten unseren Haushalt auf, vermieteten unser Haus unter und erledigten all das, was vor so einer langen Reise zu erledigen ist. (Näheres dazu im Nächsten Blogbeitrag.)
Und plötzlich merkte ich, wie eine so große Last von mir abfiel. Mir ging es von Tag zu Tag besser, die Vorfreude stieg und endlich machte wieder alles einen Sinn. Ich wusste, dass wir von nun an jeden Tag zusammen verbringen würden und das machte mich glücklicher als alles andere.
