#8 Opfergaben & Überraschender Besuch

02. August 2019

Nach ein paar Tagen des Nichts Tuns fuhren wir am Morgen zu I Gede nach Hause. Alle waren schon sehr geschäftig und überall lagen Dinge herum. Wir waren eingeladen worden, Opfergaben mit der Familie zu machen. Wobei man dazu sagen muss, dass das eher Frauensache ist. Deshalb saßen die Männer neben uns und tranken Tee, während ich mit I Gede’s Mutter und Novi anfing die verschiedenen Schalen zu flechten. Dazu bekam ich Bananenblätter und einen Bambusstrang in die Hände gedrückt und dann ging es los. Schritt für Schritt zeigten sie mir, wie ich die Blätter legen und sie befestiegen sollte. Das war gar nicht so leicht. Aber drei krumme Schalen konnte ich immerhin fertigstellen.

Die vielen Behältnisse wurden auf einem Tisch verteilt und dann nach bestimmten Regeln und Vorlieben gefüllt. Dazu benutzten wir bunte Blumen, Kekse, andere Leckereien, Geldscheine und einiges mehr. Am Ende standen vor uns lauter bunte Opfergaben, die anschließend verstaut und für den kommenden Kuningan Day aufbewahrt wurden. Die verschiedenen Namen der Opfergaben konnte ich mir leider nicht merken, aber das war wieder mal ein einmaliges Erlebnis!


Nach der „Arbeit“ schauten wir bei einer Kuh und ihrem zwei Tage alten Kalb nach dem Rechten. Sie standen zusammen auf einer Wiese und der neue Erdenbewohner erkundete vorsichtig seine Umgebung. Ein sehr niedlicher Anblick.

In den kommenden Tagen waren wir viel am Strand und im Pool und tankten Kraft. Einfach mal „Nichts – Tun“, wie lange haben wir davon in Deutschland nur geträumt

6. August 2019

Wir hatten wieder einen dieser entspannten Tage hiner uns und saßen mit I Gede und Novi vor dem Bungalow, als neben der Anlage ein Auto hielt. Es war eine deutsche Familie mit drei Kindern, die etwas ratlos nach einem Schlafplatz suchte. Kurzerhand nahmen sie sich ebenfalls einen Bungalow. Wir setzten uns zusammen und aßen Abendbrot und verbrachten einen schönen Abend, legten die Kinder hin und gingen bald selber ins Bett. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass sich die Kinder genauso gut verstanden, wie wir Erwachsenen. Aus der einen Nacht, die die Familie ursprünglich bleiben wollte, wurde eine ganze Woche. Für Levi war es ein Segen, zwei Jungen und ein Mädchen in mehr oder weniger seinem Alter zum Spielen zu haben. Er freute sich unglaublich, stand morgens mit der Frage auf, wie es seinen neuen Freunden wohl gehen würde, war den ganzen Tag beschäftigt und schmiedete abends im Bett Pläne für den neuen Tag. Sie spielten, gingen an den Strand, schwammen im Pool oder aßen gemeinsam zu Abend. Nach einer Woche packten die Familie dann wieder ihre Sachen und fuhr weiter in den Norden, während wir noch ein paar Tage in der heimeligen Anlage blieben.

Das war eine ganz besonders schöne Zeit, an die wir gerne zurück denken!

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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