29. Juli 2019
Das Thema Straßenhunde hatten wir ja im anderen Post schon angesprochen. Seit ein paar Tagen kommen zwei von diesen Hunden regelmäßig zu uns, legen sich zum Schlafen auf unsere Terrasse, fordern Streicheleinheiten ein und wenn wir am Strand spazieren gehen, begleiten sie uns jedes Mal. Eines der Tiere ist ein schwarz weiß gepunktetes Weibchen. Der andere Hund ist ein karamellfarbenes Männchen. Die beiden sind einfach unglaublich süß und uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Na das kann ja noch was werden :-D.

Ein paar Tage zuvor haben wir Christoph kennengelernt. Er war, zusammen mit vier anderen Mädchen, Teil eines Freiwilligenprojekts und half dem Widya Asih in Melaya. Dies ist ein Kinderheim, welches Kindern aus armen Verhältnissen oder Kindern aus kinderreichen Familien eine gute Bildung ermöglicht. Vereinzelt gibt es auch Waisen, aber das ist nicht die Mehrheit. Normalerweise wohnen die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 18 dort und können immer wieder, zum Beispiel an Feiertagen, nach Hause fahren.
Wir nahmen uns also vor das Heim zu besuchen und fuhren hin. Christoph begrüßte uns zusammen mit der Heimleiterin. Danach wurden wir herzlich dazu eingeladen am Mittagessen teilzunehmen. Vor dem Essen setzten sich die Mädchen an die Tische auf der einen Seite des Raums und die Jungen auf die andere. Es wurde zusammen gebetet und dann wurde gegessen. Das Essen war abwechslungsreich, reichhaltig und lecker. Wir unterhielten uns nett und nach dem Essen schauten wir uns das Gelände an. Meistens wurden wir von einer Horde neugieriger Kinder begleitet, die uns ausfragten, anfassten und Fotos machen wollten. Am Ende des Besuches saßen wir uns gemütlich hin, Levi spielte und wir unterhielten uns mit Christoph, bevor wir wieder zu unserer Unterkunft fuhren.

30. Juli 2019
Wir fuhren das erste Mal mit dem Roller auf der Straße! Und das lief erstaunlich gut! I Gede und seine Freundin Novi fuhren mit Levi vorweg, Nils und ich hinterher und das Schlusslicht bildete I Gede’s jüngerer Bruder. Unser Weg führte uns durch Blimbingsari. Das ist ein christliches Dorf, welches sehr gepflegt ist. Dort kann man schöne Häuser sehen und die älteste Kirche auf Bali bestaunen.
Wir fuhren weiter, bis wir unser Ziel, den Palasari Damm, erreichten. Dort genießt man einen schönen Ausblick auf einen See, hinter dem lauter bewaldete Berge empor ragen. Man kann Kindern beim Spielen zusehen und den Erwachsenen beim Angeln.
Wir gingen den Damm entlang und setzten uns auf einen Vorsprung. Dort unterhielten wir uns und genossen die Aussicht. Kurze Zeit später kam ein fahrender Händler mit seinem Verkaufsstand angerollt und wir kauften uns kleine Klöpse, die in einer Soße schwammen und so gar nicht unseren Geschmack trafen. Außerdem kauften wir uns ein pinkes Getränk, bei dem wir bis heute nicht wirklich wissen, was das war. Aber Levi gefiel es und das war die Hauptsache.


Als es dann anfing zu regnen machten wir uns wieder auf den Rückweg.