29. August 2019
Levis Geburtstag!
Am Vortag kauften wir mehr oder weniger heimlich ein paar Sachen in dem Supermarkt „Pepitos“ und packten abends mit gemeinsam mit Kim und Gabi die Geschenke für Levi ein. Außerdem schmückten wir unsere Terrasse, hingen Girlanden und ein paar Luftballons auf und stellten einen extra Tisch dazu.
Am Morgen standen Nils und ich früh auf, ohne unseren Spatz zu wecken, bereiteten das Frühstück vor, legten die Geschenke bereit und zündeten ein paar Kerzen an. Singend weckten wir Levi und kuschelten kurz. Lange hielt es Levi allerdings nicht aus. Deshalb gingen wir ein paar Minuten später nach draußen. Levi setzte seine Geburtstagskrone auf und staunte nicht schlecht. So ein abwechslungsreiches Frühstück hatten wir schon lange nicht mehr. Es gab allerlei Brot & Croissants, Marmelade, Omelett, Cornflakes, Gemüse, Früchte, Saft und vieles mehr. Während wir frühstückten kamen die Mitarbeiter von unserer Unterkunft vorbei, gratulierten Levi und schenkten ihm einen Teller voll mit kleinen Köstlichkeiten. Später packte Levi die Geschenke aus. Außerdem kamen Kim und Gabi rüber und überreichten ihm ein weiteres Geschenk. Einen grünen Transformer, genauso einen, wie er ihn sich gewünscht hatte. Levi war ganz aus dem Häuschen.
Am Vormittag fuhren wir mit einem kleinen Boot aufs Meer hinaus, um zu schnorcheln. Wir entdeckten viele bunte Fische, strahlend blaue Seesterne und leider auch sehr viel Plastikmüll. Nach etwa einer halben Stunde ging es Levi plötzlich nicht so gut und er wollte zurück aufs Boot. Kurz darauf war ihm so schlecht, dass er sich sogar übergeben musste. Deswegen brachen wir den Ausflug vorzeitig ab und fuhren zurück zur Unterkunft. Dort kurierte Levi sich ein bisschen aus und wenig später fühlte er sich besser. Ob er nun zu viel gegessen hatte, zu aufgeregt war oder unter Seekrankheit litt, bleibt wohl ein Rätsel. Wir spielten ein bisschen mit den neuen Sachen, Levi bekam viele liebe Geburtstagswünsche per Handy und dann holten wir den vorbestellten Kuchen in der Bäckerei ab.

Nach dem Kuchen essen machten wir uns am Abend auf den Weg in das „Krishna Fantasticland“. Einem wirklich schön gestalteten Vergnügungspark. Vor dem Eingang liegt ein Park, der viele verschiedene Essensmöglichkeiten bietet. Wir bezahlten den Eintritt von ca. 100.000 Rupiah (ca. 6,40 Euro) und durften dann hinein. Direkt hinter dem Eingang befindet sich ein echtes Passagierflugzeug, welches ausrangiert wurde und nun zur Besichtigung dient. Dieses Flugzeug stellte definitiv Levis Favoriten im ganzen Park dar.

Außerdem gab es noch wilde Autoscooter, eine kleine Achterbahn, eine „Märchenwelt“, ein 4D Kino und lauter andere Fahrgeschäfte. Zwischendurch setzten wir uns hin, trankten etwas kühles und aßen eine Kleinigkeit.
Nachdem es dunkel wurde gingen überall bunte Lichter an, das sah wirklich schön aus.
Langsam machten wir uns auf den Weg zum Roller und gingen zum Abschluss des Tages nochmal im „Warung Bonsai“ essen. Als wir danach bei der Unterkunft ankamen, wurde Levi von dem Besitzer des Homestays mit einer musikalischen Darbietung überrascht. Er spielte ihm mehrere Stücke auf dem traditionellen „Gamalan“ vor. Dieses ist vielleicht am ehesten mit einem Glockenspiel vergleichbar. Ein magischer Moment. Levi saß einen Moment lang schweigend und mit weit geöffneten Augen da. Am Ende klatschte er überschwänglich und war glücklich und zufrieden. Der Tag hatte ihm gut gefallen und er sprach noch lange davon.
30. August 2019
An diesem Tag verabschiedeten wir uns wehmütig von Kim und Gabi, da wir unsere Route fortsetzten. Eine Tolle gemeinsame Zeit ging zu Ende. Unser nächstes Ziel erreichten wir nach circa drei Stunden Fahrt. Dann kamen wir in der neuen Unterkunft, dem „Made Homestay“ an. Diese befindet sich in Padangbai, direkt am Pier der Schnellboote. Am nächsten Tag sollte die Reise nämlich per Fähre nach Nusa Penida weitergehen. Wir legten unsere Sachen im Zimmer ab und wollten uns auf den Weg zum Fähranleger machen. Von den freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern des „Made Homestay“ erfuhren wir, dass die Fähre seit einer Woche kaputt sei und erst wieder in etwa drei Wochen fahren solle. Nach kurzer Internetrecherche fanden wir auch Artikel zum Ausfall der Fähre. Für uns stand fest, dass wir dennoch gerne nach Nusa Penida fahren wollen und keine drei Wochen warten konnten. So lange hätte es angeblich gedauert die Fähre zu reparieren. Deshalb waren wir gezwungen ein teureres Ticket für das Schnellboot zu kaufen.
Die günstigsten Tickets, die wir gefunden haben, bekamen wir in unseren Homestay, also buchten wir zwei Stunden später die Weiterfahrt für den nächsten Morgen.
Nach dem Buchen der Tickets statteten wir der Blue Lagoon in Padangbai einen Besuch ab. Die Bucht ist echt schön, aber auch wirklich gut besucht. Ein ruhiges Plätzchen findet man kaum. Allerdings kann man die Felsen auf der linken Seite der Bucht entlang klettern und hat dort dann Ruhe.

Anschließend gingen wir etwas essen und legten uns schlafen. In dieser Unterkunft begegneten wir zum ersten Mal zwei Kakerlaken. Und die Dinger sind schon irgendwie richtig ekelig. (Wir dachten bis vor kurzem noch, dass Kakerlaken einfach nur sehr schnell sind und sich in jeder kleinen Ritze verstecken können. Vor ein paar Tagen haben wir aber feststellen müssen, dass die Schaben sogar fliegen können. Sie werden uns IMMER unsympathischer!)
31. August 2019
Unser Schnellboot sollte gegen 10 Uhr ablegen. Das praktische an einer Unterkunft mitten am Pier ist, dass die Mitarbeiter genau wissen, wohin welche Boote fahren. Somit konnten wir bei einer kleinen Verspätung noch gemütlich in der Unterkunft warten, da die Mitarbeiter uns über das Eintreffen des richtigen Bootes informierten. Wir empfanden dies als sehr praktisch, da der Steg sehr voll und somit auch ganz schön chaotisch war. Die Mitarbeiter sagten uns um kurz nach 10 Bescheid, dass unser Boot eingetroffen ist und trugen uns sogar unser Gepäck ganz bis auf das Schiff.
Als wir auf Nusa Penida ankamen herrschte Chaos pur! Überall standen Touristen, Gepäck lag herum und aufdringliche Taxifahrer kamen hergestürmt, die einen kaum vom Boot oder gar Luft zum Atmen ließen. Wir machten Bekanntschaft mit der „Taxi-Mafia“ von Nusa Penida. Die Preise waren wirklich unverschämt und wir merkten, dass diese auch abgesprochen waren, da jeder den gleichen hohen Preis (ca. 13 Euro für 3 km) haben wollte und niemand auf Verhandlungen einging. So sammelten wir erst mal unsere Rucksäcke auf und gingen ein Stück den Pier entlang. Schließlich fanden wir einen Mann, der in einem Auto mit Ladefläche saß. Dieser fuhr uns für viel weniger Geld (ca. 5,00 Euro) zu unserer Unterkunft. Trotzdem muss man sagen, dass auch 5,00 Euro für indonesische Verhältnisse extrem viel ist (Zum Vergleich: ein Tischler verdient ca. 7,00 Euro PRO TAG). Doch wir waren froh in unserer neuen Unterkunft angekommen zu sein.
Die „Arjuna Bungalows“ sind eine neue kleine Anlage, mit modernen sauberen Zimmern und einem Pool in der Mitte. Überall waren wunderschöne bunte Blumen gepflanzt und die Besitzer waren einfache, sehr nette Leute. Wir nutzen den restlichen Tag, um in Ruhe anzukommen, uns einen Roller zu leihen und etwas zu essen.









