#13 Hot Springs, Tempel und Blue Lagoon

26. August 2019

Für diesen Tag standen ruhigere Ausflüge auf dem Programm und so machten wir uns zu dritt auf den Weg zu den „Air Panas Banjar Hot Springs“. Das sind heiße Quellen, deren schwefeligem Wasser heilende Kräfte nachgesagt werden. Nach der Ankunft, muss man erst einmal an einigen Verkaufsständen vorbei und den einen oder anderen aufdringlichen Verkäufer abschütteln. Wenn man das hinter sich hat, ist die Atmosphäre echt schön. Wir gingen in die Umkleidekabinen, zogen unsere Badesachen an, verstauten den Rucksack in eines der Schließfächer und gingen zueinem der Becken. Das Wasser war warm und wohltuend. Levi genoss es sehr darin zu schwimmen, zu planschen und zu tauchen. Er wollte gar nicht mehr gehen.

Bald darauf machten wir uns wieder fertig, ließen den angenehmen Ort hinter uns und fuhren zu einer Tankstelle. Nach einem kleinen Umweg konnten wir mit vollgetanktem Roller weiter fahren. Wir wollten einen nahegelegenen Tempel besuchen, den „Brahamavihara – Arama“. Die Tempelanlage ist ziemlich groß und verfügt über mehrere beeindruckende Gebäude. Wir schlenderten in der Anlage umher, ließen alles auf uns wirken und sogen die Atmosphäre in uns ein. Levi war total begeistert von den vergoldeten Gemälden. Außerdem fand er Gefallen für die Fische, die in den modrigen Teichen umher schwammen.

Wir machten noch ein paar Fotos und fuhren dann erneut zu der „Buda Bakery“, weil es uns dort am Vortag wirklich gut gefallen hat. Wir aßen ein spätes Mittagessen, verbrachten den restlichen Nachmittag in unserer Unterkunft und fuhren am Abend, auf Levis Wunsch hin, wieder zu der Kirmes.

27. August 2019

Am nächsten Morgen brachten wir unsere dreckige Kleidung zur Wäscherei und bezahlten für 3kg nur etwa 2€. Im Anschluss daran stiegen wir auf unseren geliehenen Roller und brausten vorbei an saftig grünen Reisfeldern, Tempeln und Wäldern. Unser nächster Stopp war die „Blue Lagoon“. Diese liegt weit abseits und kostete nur einen Bruchteil von dem, was wir beim „Sekumpul Wasserfall“ bezahlt haben. In der Umgebung der Lagune befinden sich weitere Wasserfälle, die man während einer Wanderung besichtigen kann. Wir entschieden uns aber dafür, einzig diesen magischen Ort zu genießen und für einen halben Tag lang einfach mal Inne zu halten.

Als wir die steilen, ungeschützten Treppen hinunter gingen und unten ankamen, waren wir ganz alleine dort. Selten kamen Wanderer vorbei. Vor der Lagune liegen einige Felsen und davor befindet sich ein kleiner „Platz“, bei dem man eine Toilette und eine Umkleidekabine vorfindet. Außerdem gibt es dort einen der balinesischen Pavillons, der ein wenig über einen der Wasserfälle ragt. Auf diesem machten wir es uns für einige Stunden gemütlich. Zwischendurch kam eine Gruppe vorbei, die für gefühlte 15 Minuten blieb und dann wieder verschwand, auf der Jagd nach dem nächsten schönen Spot. Wir ließen uns davon nicht stören, machten ein kleines Picknick, bestehend aus Wassermelone, Ananas, Kräckern und Nüssen. Dazu spielten wir ein Kartenspiel. Danach zogen wir unsere Wasserschuhe an und kletterten über die Felsen. Vorne angekommen verschlug es uns den Atem. Die wirklich blaue Lagune war umgeben von bewachsenen, grünen Felsen. Überall tropfte Wasser herunter. Am Ende der Lagune befindet sich ein kleiner Wasserfall. Wenn man es schafft diesen hochzuklettern, gelangt man in eine Höhle, die zu einem weiteren Wasserfall führt.

Wir legten unsere Handtücher ab und sprangen in das eiskalte Wasser. Doch nicht sehr lange, denn es war wirklich richtig richtig kalt. Levi bekam nach kürzester Zeit blaue Lippen und wir beschlossen, uns in unsere Handtücher zu kuscheln.

Nach einer Weile verstauten wir unsere Sachen, um aufzubrechen. Währenddessen kam eine zweite Gruppe an. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft waren wir richtig zufrieden und überglücklich einen so erholsamen Tag erlebt zu haben. Hoffentlich wird dieser Ort auch noch lange so schön bleiben.

Nachdem wir uns in unserem Zimmer frisch gemacht hatten, machten wir uns wieder auf den Weg, um etwas zu essen. An unserem Roller angekommen, stellten wir fest, dass etwas mit dem vorderen Reifen nicht stimmte und er völlig platt war. Also schoben wir den Roller zu der nächsten Werkstatt. Im Handumdrehen checkte der Fachmann die Lage und machte sich daran den Reifen zu prüfen. Er füllte den Schlauch des Reifens mit Luft und drückte diesen in einer Schüssel mit Wasser zusammen. Durch die Luftbläschen im Wasser fand er schnell ein Loch und bearbeitete dieses mithilfe von einigen Pasten und anderen Dingen, die wir nicht zuordnen konnten. Danach wurde die defekte Stelle des Schlauches durch Stangen zusammengepresst und über Feuer erhitzt. Am Ende der Prozedur wurde alles nochmals auf Dichtheit geprüft und für gut empfunden. Der Schlauch und der Reifen wurden wieder dran montiert, mit Luft befüllt und innerhalb einer halben Stunde konnten wir weiterfahren. Wir bezahlten 50.000 IDR (ca. 3,20 Euro), bedankten uns mehrfach und gingen schnell noch etwas im „Warung Bonsai“ essen.

Nachdem wir Levi hingelegt haben, setzten wir uns noch mit Susanne zusammen. Einer jungen sympathischen Frau aus Deutschland, die wir am Vortag kennenlernten. Wir unterhielten uns und tranken Bier, bis wir schließlich ins Bett gingen.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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