#38 Enttäuschung in Krabi

03. Januar 2020

Am Morgen sind wir nach Krabi geflogen, da die Züge leider alle restlos ausverkauft waren. Immer noch nicht so unser Ding :D.. Zudem wollten wir nicht länger in Bangkok warten. Schließlich gab es doch auch im Süden Thailands noch so vieles zu entdecken.

Der Inlandsflug ging tagsüber und somit hatten wir beim Start einen tollen Blick auf Bangkok. Je weiter wir in den Süden kamen, desto grüner wurde die Landschaft und kurz bevor wir landeten, sahen wir überall Palmen, Berge und grüne Wiesen. Wir stiegen aus dem Flugzeug, holten unser Gepäck und gingen zum Ausgang. Das ist mittlerweile schon zur Routine geworden.

Wir bezahlten 90 Baht (ca. 2,70€) pro Person (Kind frei) für eine Busfahrt vom Flughafen nach Krabi Town. Ein Taxi inklusive, welches uns von der Endhaltestelle weiter zur Unterkunft brachte.

Abends gingen wir zum „Nightmarket“, der jedes Wochenende stattfindet. Wir gingen vorbei an einem schönen weißen Tempel und durch kleine Gassen, die von Einheimischen bewohnt wurden. Uns viel auf, dass einige Mauern stückweise aufwendig verziert waren, mit Gemälden oder in Stein gemeißelten Bildern. Auch die lustigen Straßenlaternen fielen uns ins Auge. Denn um die Glühbirnen herum, befanden sich Vogelkäfige.

Auf dem Markt war die Auswahl wiedermal groß und die Preise äußerst fair. Das ist wirklich toll an Thailand!
Wie aßen ganz dünne weiße Nudeln mit einem Erdnusscurry, Frühlingsrollen, Zuckermais, Rottee mit Banane und Nutella, einen Kartoffeltornado, tranken einen Smoothie und und und…

Am nächsten Tag buchten wir einen Ausflug für den darauffolgenden Tag, planten wiedermal die Weiterreise und gingen abends erneut auf den Markt. Diesmal setzten wir uns an einen der Tische, schauten uns das kleine, dafür aber laute Programm auf Bühne an und tranken Limonade, Bier und einen Cocktail aus einem Bambusrohr.

5. Januar 2020

Morgens wurden wir an unserer Unterkunft von einem Van abgeholt. Dieser sammelte noch weitere Leute ein und zusammen fuhren wir zu einem Ticketbüro nach Krabi. Dort kamen immer mehr Personen an, welche Gruppen zugeordnet wurden. Als wir an der Reihe waren, folgten wir einem Mitarbeiter auf ein hier typisches „Longtail“-Boot, welches schon ganz schön voll war.

Wir fuhren etwa eine dreiviertel Stunde über das Meer und kamen dann am „Railay Beach“ an. Was sollen wir sagen, es war immer mein Wunsch, einmal an diesem Strand zu sein. Aber irgendwie war das mehr eine Traumvorstellung. Denn diese Halbinsel ist total durch Massentourismus überfüllt. An jedem Fleck sind Resorts und hunderte Boote zu sehen, welche die ganzen Tagestouristen hin- und herfahren. Am Strand liegt man in den schattigen Bereichen dicht an dicht und das Meer ist überfüllt mit Steinen. Unsere Vorstellung war eine andere. Wir hatten aber gelesen, dass es noch einen zweiten, schöneren Strand in der Nähe geben sollte. So machten wir uns auf den Weg zum anderen Teil der Halbinsel. Unterwegs sahen wir eine Affenbande, die mutig von einem Ort zum anderen kletterte. Teilweise sprangen sie aus zehn Metern Höhe auf eine darunterliegende weiche Baumkrone. Außerdem sahen wir einen recht großen Waran, der den Strand entlang lief. Anschließend passierten wir eine Art Tropfsteinfelsen und kamen an einem steilen Hang an. Hier erwartete uns die nächste böse Überraschung. Der Aussichtspunkt und die „Princess Lagoon“, die wir eigentlich auch besichtigen wollten, lagen dahinter. Dieser Anstieg ist weder mit Geländern, noch mit Stufen ausgebaut. Lediglich ein Seil hing runter, an dem man sich hoch ziehen musste, um nicht herunterzufallen. Überall waren Wurzeln, Schlamm und lose Steine. Wir entschieden, dass es ein zu hohes Risiko ist, mit Kind und vollem Rucksack dort hinauf zu klettern. Nach oben wäre man wohl gekommen, allerdings müsste man den gleichen Weg auch wieder herrunter. Na hätten wir das vorher gewusst.

Aus diesem Grund gingen wir weiter zum „Geheimstrand“. Offensichtlich waren wir nicht die einzigen, die diesen „heißen Tipp“ gelesen hatten, denn dieser Strand war eindeutig noch überfüllter, als der andere. Wir entschlossen zurück zu gehen und uns an den anderen Strand zu legen. Der war immerhin noch weitläufiger, wodurch sich die Massen besser verteilten.

Je später es wurde, desto leerer wurde es auch und schließlich mussten auch wir gehen. Das letzte Boot fuhr um 17.00 Uhr zurück und das wollten wir nicht verpassen. Wären die Preise der Unterkünfte vor Ort nicht so hoch, wären wir gerne auch eine Nacht vor Ort geblieben. Wenn die Tagestouristen weg sind, ist es bestimmt ein bezaubernder Ort. Man soll nachts übrigens auch wundervoll Stand Up Paddling machen können und hat dabei dann auch die Chance, leuchtendes Plankton zu sehen. Die Möglichkeit, welches zu sichten, werden wir hoffentlich irgendwann auch nochmal haben :).

Nach diesem Ausflug war Levi so müde, dass er nicht einen Schritt mehr laufen wollte. Die Besitzerin des Hotels bekam dies mit und fuhr uns spontan nacheinander mit ihrem Roller zum Markt. Das war wirklich lieb von ihr! Auf dem Markt aßen wir schnell etwas und bekamen Levi gerade noch dazu, zurückzulaufen. Lag wahrscheinlich daran, dass er sich ein kleines Spielzeug aussuchen durfte. Er fand nämlich ein kleines Paket mit Fake-„Lego“-Figuren, welches wir für 35 Baht (ca. 1,00€) kauften.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten