6. Januar 2020
Morgens wurden wir mit einem Van bei unserem Hotel abgeholt, sammelten noch weitere Reisende ein und fuhren zu unserem nächsten Ziel. Die Fahrt kostete uns 350 Baht (ca. 10,00€) pro Person. Nach circa zwei Stunden im mit Menschen und Gepäck vollgestopften Van und einer kurzen Überfahrt mit einer Fähre, erreichten wir die thailändische Insel Koh Lanta. Nacheinander wurden alle Passagiere in ihren neuen Unterkünften abgesetzt. Wir hatten uns eine sehr einfache Bambushütte für 9,00€ pro Nacht gebucht. Diese befand sind mitten in der Natur, auf einem kleinen Berg und bot Meerblick von unserer Terrasse aus. Die Hütte hatte ihr eigenes kleines Badezimmer mit kaltem Wasser, verfügte über einen Ventilator und einen kleinen Kühlschrank. Außerdem stand uns ein eigener Roller und Helme jederzeit zur freien Verfügung! Etwas passenderes hätten wir uns wohl nicht wünschen können.
Nun begann eine entspannte Zeit, die wir fast ausschließlich draußen verbrachten. Die Temperaturen waren durchgehend angenehm warm, dazu wehte ein kleines Windchen. Sehr idyllisch!
Ein bisschen erinnerte es uns an unseren Aufenthalt in einer Jurte vor einigen Jahren, auf einer unserer Reisen durch Frankreich.
Um uns herum befanden sich ein paar weitere Bungalows und beim Empfangsbereich gab es außerdem ein Restaurant und eine Bar. Die Lage war ideal, denn alles war schnell zu erreichen, einen Supermarkt gab es auf der anderen Seite und die Hauptstraße rechts runter war gesäumt von Restaurants, Geldautomaten und Obstständen. In die linke Richtung hörte der Trubel auf und man fuhr eine Weile durch die Natur, bevor man das nächste hektische Örtchen erreichte.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, fuhren wir los um uns Frühstück für die nächsten Tage zu organisieren. Häufig aßen wir Müsli mit Obst und Sojamilch. Problemlos fanden wir alles und freuten uns über die riesengroße Obstauswahl. Nach unserem Einkauf knurrten die Mägen und wir setzten uns in ein Restaurant um spät Mittag zu essen.

Insgesamt hatten wir einen sehr schönen ersten Eindruck von dem Ort. Unser entspanntes Inselleben konnte also wieder losgehen.
9. Januar 2020
Nach ein paar Tagen Relaxen, begannen wir die verschiedenen Strände in der Gegend abzuklappern. Wir starteten im Norden der Insel und sahen einige Strände, die allesamt feinsandig, hell und weitläufig waren. Allerdings gab es wenige Schattenplätze und viele Stellen vor den Stränden waren verbaut. Deswegen fuhren wir so lange umher, bis wir am „Relax Bay Beach“ ankamen. Dieser sagte uns vom Flair her direkt zu. Zwar war auch das ein oder andere Gebäude errichtet worden, aber insgesamt war es doch sehr ruhig und familiär. So hielten uns auch einige Felsen im Wasser nicht davon ab, hier zu bleiben und im Meer baden zu gehen. Nachmittags lernten wir dann Anton und seine beiden Mamas kennen. Eine nette Familie, mit der wir uns lange unterhielten und spielten. Eigentlich wollten wir uns die darauffolgenden Tage noch einmal treffen, hatten unglücklicherweise aber keine Nummern ausgetauscht und so haben wir uns wohl immer wieder am Strand verpasst.

Die Zeit auf der Insel nutzen wir auch, um diesen Blog weiterzuschreiben, an den Strand zu fahren und vor unserer Hütte zu spielen. Wir lernten unseren direkten Hüttennachbarn Bruno kennen, mit dessen Gitarre Levi gerne spielte. Außerdem beobachteten wir immer wieder Vögel, welche einen gelben Schnabel und gelbe Beine haben. Sie waren überhaupt nicht scheu, aber wir wissen leider bis heute nicht, was das für Vögel waren. Auch Hühner gab es auf dem Gelände, die zwischen den Bungalows umher liefen, nach Essensresten suchten und ab und an laut los krakehlten.
14. Januar 2020
An diesem Tag fuhren wir in die Altstadt von Koh Lanta. Der Verkehr verringerte sich deutlich, nachdem wir die touristische Westseite verließen und uns auf den Weg in den Südosten der Insel machten. Auch die Straßen wurden schmaler und die Umgebung erschien zunehmend grüner. Nachdem wir eine Baustelle passierten, veränderte sich die Straße eher zu einem Feldweg mit einigen Schlaglöchern. Wobei viele Straßen auf Koh Lanta nicht die besten sind.
Vorbei an den Dörfern der Einheimischen, kamen wir am wieder gut ausgebauten Ziel an und entdeckten sofort einen Spiel- und Sportplatz. Freudig probierten wir die Geräte aus, die überwiegend noch gut in Schuss waren. Danach schlenderten wir durch eine Straße, kauften ein paar T – Shirts für Levi und durften uns anhören, dass wir doofe Eltern sind, weil wir ihm kein tausendstes Spielzeug kauften :-D.
Wir setzen uns in ein Restaurant, welches sich auf einem Steg zum Meer hinaus befand. Wir hörten den Wellen zu, blickten in das trübe Wasser und aßen eine Kleinigkeit. Zum Schluss setzten Levi und ich uns noch auf die Schaukeln, die kurz vorm Meer standen.
15. Januar 2020
Am nächsten Tag machten wir endlich wieder einen längeren Ausflug, auf den wir uns sehr freuten. Wir bezahlten 1.100 Baht pro Person (Kind frei) und fuhren mit einem Schnellboot nach Koh Rok. Hier erwartete uns eine abgelegene kleine Inselgruppe mit wunderschönen weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Überall gab es kleine Riffe, an denen man Schnorcheln konnte. Am Mittag gab es ein Mittagessen, welches aus thailändischen Currys, Reis, Gemüse, Obst, Keksen und Getränken bestand. Den Rest der Zeit verbrachten wir im Meer. Es gab dort keine Quallen, jedenfalls sahen und fühlten wir keine. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir fuhren weiter. Bevor wir den Ausflug beendeten, hielten wir bei Felsen, die aus dem Meer ragten und gingen schnorcheln. Das Wasser war sehr klar und so entdeckten wir neben bunten Fischen auch viele dicke Seegurken, die auf dem Meeresgrund lagen. Leider waren hier wieder kleine fiese Quallen unterwegs.
Nach einer halben Stunde fuhren wir zurück zum Strand, an dem die Bootstour begonnen hatte. Von dort aus wurden wir mit einem PickUp-Truck zurück zu unserem Bungalow gebracht.
Wir können diesen Ausflug, der an vielen Ecken Koh Lantas angeboten wird, jedem empfehlen, der mal „im Paradies“ landen möchte. Auch die Fahrt mit dem Boot war sehr angenehm und das Meer total ruhig. Das haben wir auch schon mal anders erlebt 😀












