#64 Heimreise – war’s das?!

20. Januar 2021

Auf der Fähre bezogen wir unsere 4 Bett Kabine ohne Fenster, schlenderten einmal übers Schiff und gingen dann Schlafen. Reisen mit dem Schiff ist irgendwie total entschleunigend, weil man kein Internet hat, nicht weg kann und es meist auch nicht viel zu tun gibt, trotzdem kann man sich fast überall frei bewegen und vieles entdecken. Wir mögen das. Die Überfahrt ging schnell vorbei, am Morgen des 20. Januars kamen wir in „Venedig, Italien“ an.

Die Einreise verschlief problemlos, wir wurden gefragt wo wir hin wollen und unsere Pässe wurden kontrolliert, dann durften wir weiter. Da wir nur jeweils 24 Stunden in einem Land sein durften, mussten wir uns beeilen, denn anderenfalls würde unsere Durchreise nicht mehr als Transit zählen und wir müssten bei Einreise in Deutschland in Quarantäne. So aber nicht, denn die Peloponnes waren zu diesem Zeitpunkt KEIN Risikogebiet.

In Italien besorgten wir uns noch Schneeketten, da diese im Winter mitzuführen sind und eine Vignette für Österreich. Dann sind wir gefahren, gefahren, gefahren. Vorbei an den Dolomiten, über die österreichische Grenze, ab in den Schnee, über den Brenner bis hin zur deutschen Grenze, nähe dem „Schloss Neuschwanstein“. Die Fahrt war nervig und schleppend und dann wollte der Polizist uns nicht ohne Quarantäne einreisen lassen. Doch wir bestanden auf unser Recht und diskutierten so lange, bis er uns passieren lies.

Die Nacht verbrachten wir irgendwo nördlich von Ulm in einem Winterwunderland. Und hier waren wir richtig froh, denn ohne die neu erworbenen Schneeketten, wären wir niemals zu unserem Schlafplatz gekommen.
Am nächsten Morgen tobten wir kurz durch den Schnee, aber unsere spärliche Kleidung ließ keine ewige Kälte zu und so machten wir uns auf, in die nächste große Etappe der Reise.
Zurück in die Heimat, zurück zu unseren Freunden Heike und Jürgen, bei denen wir im Sommer schon wohnen und unseren Van ausbauen durften. Wiedermal nahmen die beiden uns auf, wiedermal hatten wir eine glückliche, entspannte Zeit zusammen.

Da wir einen so schneereichen Winter erlebten, überdachten wir unsere Reisepläne. Da Levi so gerne Schnee haben wollte, dachten wir anfangs darüber nach, nach Island zu fliegen. Diese Idee warfen wir nun schnell wieder über den Haufen und entschieden uns für ein tropisches Reiseziel, was ehrlich gesagt gar nicht so leicht war, in Zeiten einer Pandemie.

Die nächsten Tage fuhren wir Schlitten, spielten im Schnee, erfreuten uns an Benjie (dem Hund der Familie), aßen gemeinsam, sahen einige, wenige Freunde, ruhten uns aus, räumten den Van aus, lagerten ihn ein, recherchierten und buchten alles, was zur Weiterreise nötig war.

Das sind übrigens Nils und ich, kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten…Vor 9 Jahren etwa…

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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