#6 Alltag in Melaya, Bali

25. Juli 2019

Nach dem aufregenden Start kehrte der Alltag etwas ein. Als erstes stand ein Raumwechsel an, denn wir durften in einen anderen Bungalow ziehen, in dem uns ein großer Kühlschrank zur Verfügung stand. Das war äußert praktisch, denn auch die Küche im Nebengebäude durften wir jederzeit mitbenutzen und konnten uns somit selbstversorgen. Das hat gerade beim Frühstück einiges an Geld gespart.

Einsamer Strand in Melaya

In Melaya gibt es drei verschiedene kleine „Supermärkte“, wobei das Sortiment bei allen ähnlich aussieht. Frisches Obst und Gemüse sind dort nicht zu bekommen, aber immerhin gab es Toast, Marmelade, Ketchup und Getränke. Zum Kochen reichte uns das allerdings nicht. Es gibt aber die Möglichkeit morgens früh aufzustehen, um auf einen Markt zu gehen. Dort bekommt man alles, was gerade verfügbar ist. Dazu gehören Obst, Gemüse, Eier, Gewürze, Reis, Fisch und Hähnchenfleisch. Sogar einen Salatkopf und Avocados konnte ich mal ergattern. Es sind eben doch die kleinen Dinge, die einen glücklich machen. Und ehrlich gesagt waren die morgendlichen Marktbesuche immer eins meiner Highlights. So authentisch, so echt wie alle geschäftig ihren Einkäufen nachgingen. Dabei wurden wir sehr oft angelächelt oder für einen kleinen Plausch zur Seite genommen. Da in Melaya aber die meisten Leute kein Englisch sprechen verliefen diese Unterhaltungen für gewöhnlich eher kurz und mit Hilfe von Händen und Füßen. Anfangs halfen unsere balinesischen Freunde uns beim Einkaufen, später waren wir schon so bekannt, dass alles von alleine lief.

Es gibt ebenfalls einen Nachtmarkt in Melaya, zu dem man abends hingehen und sich einheimisches Essen kaufen kann. Die Auswahl war groß, es gab eine Menge Hähnchenfleisch, scharfe Soßen, frittierte Köstlichkeiten, gebratene Nudeln, Reis und Süßspeisen. Auch Spielzeuge und ein kleines Kinderkarussell waren meistens verfügbar. Die Auswahl wechselte immer wieder, das war abhängig davon, welche Verkäufer abends den Weg auf den Markt fanden. Gerade wenn in den nächsten Tagen ein Fest anstand wirkte der Markt wie leergefegt.

Erstmal ein Nickerchen…

Die Tage verbrachten wir damit Strandspaziergänge zu machen, Sandburgen zu bauen, uns auszuruhen oder im Pool zu schwimmen. Levi lernte innerhalb weniger Tage ohne Schwimmflügel zu schwimmen und tauchte vergnügt durchs Wasser. Im Meer schwimmen zu gehen war leider nicht möglich, da zu dieser Zeit starke Strömungen vorhanden sind und uns mehrfach davon abgeraten wurde. Das war uns dann einfach zu gefährlich mit unserem gerade schwimmen könnenden Kind.

Tolles Gefühl!

Wir lernten am Strand Roller fahren, spielten gemeinsam, bekamen fast täglich Besuch von unseren Freunden und ansonsten rief der Haushalt. Es musste Wäsche gewaschen, gekocht und aufgeräumt werden. Außerdem lernten wir die Kinder des Managers kennen und Levi verstand sich auf Anhieb mit ihnen.

Aber auch die Schattenseiten von Bali haben wir wiedermal gesehen. Abgesehen von der vollen Bukit Halbinsel und dem hektischen Ubud, die uns sowieso nicht ganz zusagen.

Es liegt leider überall sehr viel Müll herum. Unachtsam werfen die Leute ihren Unrat irgendwo hin. Täglich werden Müllmassen vom Meer an den Strand gespült. Man findet wirklich alles, Strohhälme, Lolliestiele, Styropor, Verpackungsmaterial, Zahnbürsten oder Schuhe. Dies nahmen wir zum Anlass und machten Beach – Clean – Ups, denn wenn jeder irgednwo anfängt aufzuräumen, könnte es unserem Planeten bald besser gehen.

Außerdem gibt es sehr viele Straßenhunde. Die meisten sind total lieb und tun einem einfach nur leid, aber einige wenige sind ganz schön aggressiv. Wir hatten zwei wirklich unschöne Begegnungen, während wir mit den Rollern unterwegs waren. Hunde, die zähnefletschend auf uns zugerannt sind und nach uns gebissen haben. Da waren wir froh einen fahrbaren Untergrund zu haben und schnell weg zu können!

Sonnenuntergang mit Blick auf Javas Berge

Alles in allem muss man aber sagen, dass unsere Zeit in Melaya total perfekt für uns war. Wir wohnten am Strand, hatten viel Gesellschaft um uns herum und die Dorfbewohner begegneten uns mit Freundlichkeit und Neugierde, was wohl dem geringen Tourismus in der Region geschuldet ist.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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