19. August 2019
Da unsere Zeit in Melaya langsam zu Ende ging, mussten wir anfangen uns von dem Ort zu lösen und unsere Sachen zu packen. Und das war gar nicht mal so leicht, denn wir hatten uns echt in diesen Ort verliebt. Bei dem ganzen Zeug, welches wir dabei hatten, mussten wir erst einmal eine Struktur finden, um schnell und sinnvoll zu packen. Am Anfang war dies gar nicht so leicht und wir benötigten einiges an Zeit.
Unsere Packliste findet ihr übrigens hier:
Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool und mit unseren Freunden, die wir wirklich sehr ins Herz geschlossen hatten. Im Laufe des Tages kam unser Vermieter Gede nochmal vorbei und Levi wollte erneut mit zu ihm nach Hause, um mit seinen neuen Freunden Komang und Kadek zu spielen. Gede nahm ihn mit zu sich und wir konnten eine Zeit lang inne halten und die gewonnene Ruhe genießen. Nach circa einer Stunde kam Levi zurück und wir spielten noch eine Weile.
Am Abend kamen wir mit einem Pärchen, welches seit dem Vortag einen der Bungalows auf dem Gelände bewohnte, ins Gespräch. Die beiden sympathischen Reisenden heißen Kim und Gabi und kommen auch aus Deutschland. Am Abend, nachdem wir Levi ins Bett gelegt hatten, setzten wir uns zusammen. Eigentlich wollten wir ein Kartenspiel spielen. Daraus wurde allerdings nichts, da wir es vorzogen, Arak zu trinken. Diesen hatte Gede uns einen Tag zuvor geschenkt. Arak ist ein Alkohol, welchen die Balinesen aus Kokosnüssen oder Reis selber brauen. Dazu gab es ein, zwei Biere und wir quatschten bis tief in die Nacht hinein. Es war definitiv ein lustiger Abend, den wir in bester Gesellschaft verbrachten.
Am nächsten Tag standen wir etwas verkatert auf und machten uns daran, die letzten Dinge einzupacken. Der Abschied kam schneller, als uns lieb war und er war alles andere als leicht. Zu schön war die Zeit in Melaya und zu gerne wären wir länger an diesem wundervollen Ort geblieben. Aber unser Entdeckergeist drängte uns dazu, weiter zu ziehen und neue Gegenden zu erkunden.
Wir waren uns sicher, dass wir wiederkommen würden. Levi weinte zum Abschied herzzerreißend, besonders aus dem Grund, dass wir „unseren“ Hund Karamell zurücklassen mussten, der jeden einzelnen Tag mit uns verbrachte und sehr zutraulich geworden war. Levi hatte Sorge, dass es ihm nicht gut gehen würde und wir hätten ihn am liebsten mitgenommen. Aber das ging natürlich nicht.

I Gede und Novi holten uns mit einem gemieteten Auto ab und wir fuhren zu unserem nächsten Ziel, welches im Norden von Bali, in der Nähe von Lovina lag. Wir waren circa drei Stunden unterwegs, verfuhren uns einmal und kamen dann am späten Nachmittag in unserer neuen Unterkunft, dem „Gede Homestay“ an. Uns erwartete ein sehr einfaches Zimmer, dass nicht im besten Zustand war. Wir checkten ein, luden unser Gepäck ab und machten uns auf die Suche nach Essen. Nach einem kurzen Spaziergang entschieden wir uns für das „Warung Rasta“, das direkt am Strand lag und uns einen tollen Blick auf den schönen Sonnenuntergang bot. Wir aßen lecker zu Abend und bezahlten dafür gefühlt ein Vermögen.
Als wir dann abends im Bett lagen, konnten wir unser Pech kaum fassen. Der ganze Raum roch nach einer Mischung aus Schimmel und Mottenkugeln. Und ich denke jeder, der schon mal in Asien war, kennt den Geruch dieser Kugeln. Er ist einfach widerlich und setzt sich innerhalb von kürzester Zeit in all deinen Sachen fest.

Zu diesem Zeitpunkt bekamen die Worte „Atemlos durch die Nacht“ eine ganz neue Bedeutung. Vor lauter schlechter Luft bekamen wir kein Auge zu. Nils hatte zwischenzeitlich sogar das Gefühl, dass er den Geschmack des Mottenkugel – Schimmel – Gemisches auf der Zunge liegen hat. Wir verteilten Lavendelöl im Raum, lüfteten durch und zündeten sogar Räucherstäbchen an, aber nichts half. Selbst Levi, der sonst wirklich unempfindlich ist, konnte nicht schlafen. So setzten wir uns nach draußen auf die Terrasse und warteten ab.
Als wir am nächsten Tag mit dem Manager sprachen, sorgte er glücklicherweise dafür, dass wir den Raum wechseln durften und so bekamen wir in den folgenden Nächten genug Schlaf. Was man auf Reisen nicht alles erlebt..
21. August 2019
In den nächsten Tagen lagen wir in den Sitzsäcken am Strand, die zum Homestay gehörten, spielten Mau – Mau, was Levi mittlerweile sehr gut beherrschte und machten Strandspaziergänge. Außerdem mieteten wir uns einen Roller und fuhren damit nach Singaraya. Wir schauen uns das Städtchen an, schlenderten über einen Markt, kauften Obst und bestellten einen Kuchen vor, denn in ein paar Tagen war Levis Geburtstag. Und was wäre ein Geburtstag ohne eine Geburtstagstorte?
Insgesamt fühlten wir uns in der Stadt total wohl und hatten das Gefühl, dass dies einer der wenigen Orte auf Bali ist, der vom Tourismus noch nicht total überrannt war. Denn andere Touristen sahen wir gar nicht. Ganz im Gegensatz zu dem benachbarten Lovina, wo sich Unterkunft an Unterkunft, Restaurant an Restaurant und Souvenirshop an Souvenirshop reiht.
Abends fuhren wir in ein veganes Restaurant mit dem Namen „Ajianom“, welches uns von unseren Bekannten Kim und Gabi empfohlen wurde. Dort gibt es unglaublich leckeres Essen, einmalige Säfte und uns wurde eine tolle Location geboten. Alles wurde sehr liebevoll und individuell eingerichtet und der Besitzer war unglaublich sympathisch. Wir lernten sogar ein anderes deutsches Pärchen kennen und unterhielten uns nett. Zufrieden beendeten wir den Abend und fuhren zu unserer Unterkunft zurück.







