Wenn wir an die Insel der Götter denken, fallen uns spontan Freiheit, Tempel und der Duft nach Räucherstäbchen ein. Von dem ersten Moment an hat die Insel uns in ihren Bann gezogen.
Wozu man sagen muss, dass nicht jeder Ort auf Bali dem Paradies gleicht. Der Süden und die Region um Ubud herum sind sehr voll, sehr touristisch. Und eben solche Orte versuchen wir zu vermeiden. Aber auch auf der noch so touristischen Insel gibt es Dörfer, in die sich nur selten ein Tourist verläuft.
Und genau das finden wir so spannend. Das echte Leben der Einheimischen kennenzulernen, Traditionen mitzuerleben und unbekannte Gegenden zu entdecken. Nicht die Orte, von denen man zig Fotos auf Instagram sehen kann und quasi das Gefühl bekommt, dort nicht mehr hinreisen zu müssen, weil man alles schon kennt.
Daher hat es uns am Besten im Westen gefallen, weil wir eben all unsere Interessen dort abdecken konnten. Man musste früh morgens auf den Markt gehen, um Obst und Gemüse kaufen zu können, Restaurants gab es keine und jeder hat uns freundlich begrüßt oder neugierig gemustert.
Im Norden hingegen waren wir von der schönen Natur schwer beeindruckt. Wir haben Wasserfälle erkundet, sind zwischen Reisfeldern hindurchgefahren und hatten auch direkt eine größere Auswahl an Restaurants, was manchmal gar nicht so schlecht ist, wenn man einfach kein Nasi Goreng mehr sehen kann. Denn das Essen im ursprünglichen Bali ist nicht besonders aufregend oder abwechslungsreich. Nach einigen Wochen kann es ganz schön eintönig werden. Dafür ist der Kaffee, Nils‘ Meinung nach, unschlagbar und gehört zu einen der Besten, die er je getrunken hat. In den touristischen Orten ist das mit der Essensthematik natürlich anders. Da steht ein hippes Café neben dem anderen. Aber das hat mit einheimischer Küche nur noch in seltenen Fällen was zu tun.
Bali ist weniger der perfekte Fleck auf der Erde, um einen Badeurlaub zu machen. Es ist eher ein Ort, um die Kultur zu entdecken und aktiv zu werden. Auch Meditations- und Yogabegeisterten wird viel geboten. Möchte man einen schönen paradiesischen Strand haben, muss man auf eine der Nachbarinseln übersetzen.
Auch die Insel Nusa Penida hat uns sehr gut gefallen. Hier gab es doch so viel zu sehen und zu erleben. Es ist unbeschreiblich schön mit dem Roller die Küste entlang zu fahren, wenn dich im Augenwinkel das türkis-blaue Meer begleitet und sich durch den Fahrtwind die tropische Wärme angenehm anfühlt.
Wir erlebten während unseres zweiten Aufenthaltes in Indonesien viele erste Male. So wurden wir zu einer Zeremonie eingeladen, sind mit Mantarochen geschwommen und haben Rollerfahren am Strand gelernt.
Negativ sind uns die ganzen Straßenhunde und der viele Müll aufgefallen. Außerdem diese fiesen Mottenkugeln, die (außer in unserer Unterkunft in Melaya) in jeder Unterkunft zum Einsatz kamen. Ob sie wirklich viel gegen Insekten anrichten bezweifeln wir. Was aber feststeht ist, dass der penetrante Geruch sich in allen Textilien festsetzt.
Zu den Kosten können wir sagen, dass Bali bisher eins unserer günstigsten Reiseländer darstellt. Wirklich schöne, moderne Unterkünfte findet man im Schnitt für 15 Euro, einen Roller kann man sich für 1-4 Euro am Tag leihen (je nach Länge) und uns satt essen konnten wir auf den abendlichen Märkten im Westen schon für etwa 1€ pro Person. Einzig das Vorankommen ohne Roller ist etwas kostspielig, da der öffentliche Verkehr auf Bali nicht gut ausgebaut ist und man sich für längere Strecken am besten einen privaten Fahrer nimmt. Dieser liegt bei 30-60€ pro Tag. Was ganz schön ins Geld gehen kann, wenn man ein paar Mal seinen Standort wechseln möchte.
Bali ist definitiv unsere Lieblingsinsel und wir wollen noch das ein oder andere Mal zu Besuch kommen. Auch, weil wir tolle Freunde gefunden haben und sich Melaya ein Stück weit wie „zu Hause“ anfühlt. Außerdem haben wir es während unserer Aufenthalte bis jetzt nicht „geschafft“ (Schande über unser Haupt) die bekannteren Tempel im Süden zu besuchen und das muss natürlich nachgeholt werden.
Und da Indonesien natürlich nicht nur aus Bali und den kleinen Nebeninseln besteht, wollen wir in Zukunft auch andere Inseln, wie z. B. Sumatra, Sulawesi und Flores erkunden. Wir möchten Orang – Utans sehen, surfen lernen, einen Vulkan besteigen und schöne Landschaften bestaunen.

















