05. November 2019
Nach dem Aufstehen inspizierten wir erst einmal unser Appartement, welches sich in der bewachten Wohnanlage „Hertiage Floresta“ befand. Die Wohnung bestand aus einem Wohn- und Essbereich mit offener kleiner Küche, einem Schlafzimmer, zwei Badezimmern und zwei Balkonen. Auch eine Waschmaschine stand in der Küche. Das ist wirklich purer Luxus, endlich konnten wir alles mal so richtig durchwaschen! Innerhalb der schön angelegten, blumigen Anlage konnten wir außerdem kostenlos einen großen Pool, eine Sauna, einen Spielplatz, ein Fitnessstudio und ein Aufenthaltsraum inklusive Billardtisch nutzen.
Die Umgebung hatte leider nicht viel zu bieten. Es gab einige einfache Wohnhäuschen, Wellblechhütten, Kuhherden und Natur. Restaurants und Supermärkte waren nicht vorhanden und alle uns bekannten Apps funktionierten in der Gegend nicht. Aufgrund dessen mussten wir uns über unserer Vermieter einen Fahrer buchen, der uns für einen Einkauf in die nächstgelegene Stadt brachte. Dabei war es gar nicht leicht einen gut sortierten, großen Supermarkt zu finden, um für die kommende Zeit genug Essen zu kaufen.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Gesund werden, Schwimmen im Pool und mit der Erledigung von Papierkram.

Am 09. November machten wir uns auf den Weg, um die Gegend zu erkunden. Dafür probierten wir eine neu entdeckte App aus, die leider auch nur so mittelmäßig funktionierte und eher schlechte Fahrtpreise bot.
Wir wollten ein paar Postkarten kaufen, denn wir schicken regelmäßig Grüße an unsere Liebsten nach Deutschland. Außerdem interessierten wir uns für die Strände in der Umgebung. Zuerst fuhren wir zum „Anjuna Beach“. Und was sollen wir sagen. Obwohl wir Strände lieben und uns dort normalerweise sehr wohl fühlen, es war fürchterlich. Der Strand glich einer Baustelle, die restlichen Fleckchen waren mit Unterkünften zubetoniert und der Strand nicht besonders schön. Wir gingen eine Weile spazieren und machten uns dann auf den Weg zum wenige Kilometer entfernten „Calangute Beach“. Hier erwartete uns Tourismus vom allerfeinsten. Die gesamte Straße bis zum Strand runter, war zugepflastert mit Souvenirshops. Es gab Kleidung, Schmuck, Spielzeug, Parfüms und vieles mehr. Nur Postkarten konnten wir weit und breit keine finden. Schon merkwürdig. Unten am Strand angekommen, erwartete uns eine Menschenmasse, die sich zum Feiern am Strand versammelt hatte.
Wir setzten uns in eines der Lokale am Straßenrand, bestellten uns überteuertes Abendessen und fuhren etwas bedrückt zur Wohnung zurück. Wir hatten uns die Strände Goas irgendwie anders vorgestellt; paradiesischer, entspannter, einfach anders! Wir kamen zur Erkenntnis, dass wir wohl in der falschen Ecke waren und fragten uns, ob es im Süden Goas anders gewesen wäre.
Am 12. November fuhren wir zu den „Fontainhas“, einem Viertel in dem viele alte portugiesische Häuser aus der ehemaligen Kolonialzeit stehen. Diese sind allesamt bunt angestrichen, weshalb es Spaß macht die verschiedenen Straßen und Gassen zu erkunden. Wir liefen ein paar Stunden umher, fanden neben bunten Häusern ebenfalls eine weiße Kirche und eine Treppe mit bunten Stufen. In einer der Gassen trafen wir auf Hundewelpen, die zusammengekuschelt vor einer Mauer lagen. Ein süßer Anblick!

Am Ende des Tages setzten wir uns in ein Café names „Bombay Coffee Roasters“. Ein hipper, gemütlich eingerichteter Laden in dem wir warmen Brownie aßen und Kakao und Kaffee genossen. Sogar Soyamilch hatten sie im Sortiment, weshalb auch ich einen Latte Macchiato mit Karamellsirup bestellte. Abends fuhren wir nochmal schnell zum Supermarkt und dann zurück zur Unterkunft. Am nächsten Tag schlenderten wir über den „Anjuna Fleaw Market“. Das ist ein sehr touristischer Markt, der ursprünglich mal von Hippies betrieben wurde. Von diesen war allerdings nicht mehr viel zu sehen und es gab überwiegend Produkte aus Massenfertigung zu erwerben. Nils kaufte sich eine gemütlich Hose, Levi bekam ein Spielzeug und ich ein Kleidchen und eine handgemachte Halskette.
Am 14. November hieß es schon wieder zusammenpacken, weil wir am Abend zurück nach Alappuzzha wollten. Dieser Ort ließ und nicht in Ruhe und wir freuten uns schon darauf wieder mit den Jungs zusammenzusitzen und Spaß zu haben.






