15. November 2019
Wir kamen Nachmittags im Hotel an und wurden herzlich von unseren Freunden empfangen. Abends lernten wir das Kartenspiel „Donkey“ kennen, welches wir nach wenigen Runden ganz gut beherrschten und von da an öfter spielten. Danach gingen wir zum Frisbee spielen an den Strand und nach dem Abendessen ins Bett.
In den kommenden Tagen verbrachten wir viel gemeinsame Zeit und wechselten noch zwei Mal die Unterkunft, bis wir im „Abru’s Holidays“ landeten. Einem simplen Raum mit Doppelbett, Ventilator, Badezimmer und Balkon für gerade mal 6€ die Nacht. Mit dem Gastgeber verstanden wir uns auf Anhieb.

Die Umgebung war grün und direkt um die Ecke wurden Tapiokah-Chips am Straßenrand hergestellt. Geschmacklich ähneln Tapiokah normalen Kartoffeln sehr, allerdings ist die Konsistenz bei gekochten Tapiokah faseriger als bei gekochten Speisekartoffeln. Dafür sind sie als Chips deutlich krosser. Wir holten uns direkt eine Packung, denn diese Chips sind sooo lecker!
In der Unterkunft lernten wir coole Leute aus Astralien und Tonga kennen, verbrachten viele Abende mit unserem Gastgeber Jibu und bekamen regelmäßig Besuch von unseren Freunden. Außerdem gingen wir in die „Amaze World“, einem kleinen Vergnügungspark. Dieser allerdings war, wie so vieles in Indien, total heruntergekommen. Levi störte das natürlich nicht und er drehte ein paar Runden in den Kinderkaroussells, hüpfte auf einem der Trampoline und aß Eis.
Zwischendurch kamen immer wieder Mädchen zu uns gelaufen, die ihr Englisch ausprobieren wollten, fragten woher wir kommen und wie wir heißen. Wohlgemerkt, das Englisch der Kinder ist ausgesprochen gut, was wohl daran liegt, dass Inder bereits mit vier Jahren anfangen in der Vorschule Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch sprechen zu lernen. Das ist deswegen nötig, damit die Inder sich untereinander verstehen, so erklärte es uns ein Freund. Denn Indien ist groß und es gibt viele verschiedene Sprachen und Dialekte in den unterschiedlichen Regionen. Außerdem sind Inder unglaublich aufgeschlossen und an ihrem Gegenüber sehr interessiert. Die Gespräche gehen weit über einen „Smalltalk“ hinaus.
Ende November verliesen wir den Ort wieder und fuhren erneut in Richtung Flughafen in Kochi. Abends kamen wir im „Base 9 Hotel“ an und verbrachten dort eine Nacht. Das Hotel ist ausgesprochen gut für indische Verhältnisse. Wir bekamen ein Appartement mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und Balkon. Alles war sehr sauber und mit liebevollen Details ausgeschmückt. So gab es zum Beispiel einen kostenlosen Willkommenskorb, in dem sich Säfte, Wasser, Chips, Heißgetränke und kleine salzige Snacks befanden.
Am nächsten Abend verließen wir Indien. Wir sind uns sicher, dass wir wiederkommen werden. Denn erstens ist unser Visa noch eine ganze Weile gültig (leider nun durch Corona nicht mehr..) und zweitens möchten wir auch noch Teile des Nordens bereisen, für die wir keine Zeit mehr hatten. Das Taj Mahal und eine Tigersafari stehen ganz weit oben auf unserer Wunschliste.




