#50 Rückkehr nach Koh Lanta, Thailand

10. März 2020

Morgens nahmen wir einen Flug von Hanoi nach Bangkok. Alles verlief reibungslos. Beim Dong Muan Airport angekommen wurde Fieber gemessen und das war’s. Nach 4 ½ Stunden Wartezeit ging es weiter nach Krabi. Auch hier hieß es wieder Fieber messen und dann nahmen wir uns ein privates Taxi, welches uns für einen Fixpreis von 45 Euro innerhalb von circa drei Stunden nach Koh Lanta brachte. Wir wollten zurück in den Pitt Bungalow. Dieses Mal kostete die Unterkunft sogar nur 7 Euro/Nacht.

Die Situation um das Corona Virus spitze sich langsam zu. Immer mehr Länder schlossen ihre Grenzen. Die Lage war kompliziert und wir ziemlich ratlos. So hatten wir uns unsere Reise irgendwie nicht vorgestellt. Dabei wollten wir doch noch mindestens ein Jahr lang unterwegs sein und die verschiedensten Ecken dieser Welt erkunden.

Irgendwie war vor Ort auch nichts mehr, wie es war. Es war deutlich leerer, immer mehr Touristen reisten ab und immer mehr Restaurants und Unterkünfte schlossen ihre Pforten. Bei den zurückgebliebenen Reisenden in unserer Anlage war Trübsal blasen angesagt. Die meisten steckten regelrecht fest.

Wir blieben in den kommenden Tagen bei unserem Bungalow und gingen nur raus, wenn wir etwas zu Essen brauchten. Wir unterhielten uns viel mit den Reinigungsfrauen des Pitt Bungalows, diese hatten wir mittlerweile richtig ins Herz geschlossen. An manchen Tagen kochten die beiden sogar Pad Thai und leckere Currys für uns. Wir schauten uns Sonnengänge an, schrieben Tagebuch und telefonierten mit der Familie in der Heimat. Außerdem organisierten wir Levi eine große schwarze Wanne, damit Levi darin planschen und sich abkühlen konnte, wenn es ihm zu warm wurde. Denn im Vergleich zum Januar, war es mittlerweile deutlich heißer auf Koh Lanta. Das war schon fast nicht mehr feierlich..

Es folgte eine stressige Zeit, in der wir uns durchgehen informierten und versuchten, bezüglich des Corona Virus und der Grenzschließungen einen aktuellen Stand zu behalten.

Am 25. März teilte uns unsere Auslandskrankenversicherung von STA Travel auch noch mit, dass auf Grund der Pandemie, unser bestehender Schutz innerhalb von 14 Tagen erlöschen sollte. Für uns stand somit fest, dass es Zeit war, uns nach geeigneten Flugtickets umzuschauen. Diese wurden auch immer weniger, denn immer mehr Leute versuchten nun, Thailand zu verlassen und die meisten Länder hatten ihre Grenzen schon dicht. Zeitgleich startete die deutsche Republik mit einer Rückholaktion gestrandeter Deutscher. Auch wir trugen uns in die Krisenlisten ein.

Teilweise bekam man Direktflüge nur noch zum Preis von 3.000 Euro pro Ticket angeboten, wenn man am nächsten Tag abhauen wollte. Doch wir hatten Glück und fanden verhältnismäßig günstige Direktflüge am 27. März mit ThaiAirways von Bangkok nach Frankfurt am Main für insgesamt 1.400 Euro.

Es stand also fest, dass wir unsere Reise vorrübergehend abbrechen mussten. Das war wirklich kein schönes Gefühl und wir waren sehr betrübt. Außerdem wuchs die Angst, dass auch Thailand seine Grenzen dicht machen könnte und wir dann ohne Krankenversicherung festsitzen würden.

26. März 2020

Es war ein trauriger und ungewisser Abschied, als wir am Morgen von einem privaten Fahrer abgeholt wurden. Auf ein Sammeltaxi verzichteten wir zur aktuellen Sitiation lieber. Und so machten wir uns alleine zum Flughafen nach Krabi. Es herrschte bereits Maskenpflicht und am Eingang wurde bei jedem Fieber gemessen. Wir waren ziemlich nervös und aufgeregt, ob alles klappen würde. Wenig später landeten wir ohne Probleme in Bangkok und fuhren direkt zu einem Hotel, welches sich in unmittelbarer Nähe befand.

Da die Klimaanlage in unserem Zimmer kaputt war, wurden wir kurzerhand geupgradet und bekamen eine geräumige Suite mit riesigem Bad, zwei Betten und Balkon.

Und obwohl die Regierung Thailands ausdrücklich dazu aufgerufen hatte, alle Restaurants & Co zu schließen, fanden wir am Abend problemlos ein Restaurant, in welches wir uns setzen und zu Abend essen konnten.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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