#54 Hunnabo & Töcksfors

5. Juni 2020

Wie angekündigt goss es in Strömen. Die Besitzer des Ferienhauses begrüßten uns freundlich, zeigten uns alles und dann richteten wir uns ein.
Die meiste Zeit verbrachten wir drinnen, in dem sehr gemütlich eingerichteten Haus, bauten mit neu erworbenen Bauklötzen aus einem Second – Hand – Laden (diese gibt es zahlreich in Schweden und man kann Kleidung, Möbel, Küchenzubehör, Spielzeug & Co sehr günstig erwerben), lasen Bücher, malten und guckten Filme.

Die Regenpausen nutzen wir dazu unser nasses Zelt zu trocknen, auf dem Trampolin zu hüpfen, welches wir von unseren Vermietern mitbenutzen durften und Ball zu spielen. Einmal haben wir uns das Kanu ausgeliehen und sind damit den See vor der Haustür rauf und ein Stückchen den angrenzenden Fluss entlang gepaddelt.

Am 09. Juni wurde das Wetter langsam besser. Wir verließen das Ferienhaus und verabschiedeten uns von den unglaublich herzlichen Gastgebern. Der Mann sagte uns noch, dass wir unbedingt im Herbst wiederkommen sollten. Dann könnte man besser Elche aufspüren, zusammen Pilze und Beeren sammeln gehen. Anschließend fuhren wir nach „Töcksfors“. Dort befindet sich ein Einkaufszentrum. Wir kauften uns ein paar reduzierte Kleidungsstücke in einem der Geschäfte und gingen dann zu unserem eigentlichen Ziel, einem riesengroßen Süßigkeitenladen. Auf Grund von Corona war der Laden, so wie vieles andere, wie leergefegt. Außerdem gab es eine Aktion, bei der die Süßigkeiten um 50% pro Kilogramm reduziert waren. Also griffen wir wieder ordentlich zu und füllten uns ein letztes Mal unsere Tüten.

Eigentlich wollten wir noch etwas weiter in den Norden, aber zum einen spitze sich die Coronasituation in Schweden zu und zum anderen wurde das Zelt einfach von Nacht zu Nacht ungemütlicher. Es war einfach zu eng in unserem zwei Personen Zelt, als dass wir zu dritt gemütlich schlafen konnten, ohne das einer von der Matratze plumpste oder mit dem ganzen Körper an der Zeltwand lag.
Deswegen verschoben wir den Norden auf eine weitere Schwedenreise und machten uns wieder auf den Weg in den Süden. Stockholm ließen wir ebenfalls aus und fuhren direkt zurück Richtung Smaland. Unterwegs fanden wir wiedermal einen sehr ruhig gelegenen Platz zwischen Wald und Feldern, außerdem war das Wetter plötzlich wieder super. Deswegen blieben wir direkt zwei Nächte dort. Wir genossen einfach die Ruhe, die Natur und die Sonne.

Da wir nie zu viele Stunden am Stück fahren wollten suchten wir uns unterwegs immer wieder unterschiedliche Stellplätze. Einmal standen wir an einem See, der von einem wunderbar weißen pudrigen Sandstrand umgeben war. Wir machten Kunststücke im Sand und abends gab es ein gewaltiges Lagerfeuer. Ein anderes Mal parkten wir einfach in einer kleinen Haltebucht zwischen zwei anderen Campern, weil wir keine Lust mehr auf Suchen hatten. Zuletzt schliefen wir nochmal an einem Campingplatz am Meer, der leider total überfüllt war. Das ist wirklich gar nicht für uns.

Und da wir während unserer Reise leider keine Elche sehen konnten, wir uns aber so sehr darauf gefreut hatten, besuchten wir entgegen unserer vorherigen Meinung, einen Elchpark. So konnten wir ein paar Tiere durch die Bäume hindurch sehen und sogar zwei Babyelche bekamen wir für einen klitzekleinen Moment zu Gesicht.

Am Ende fuhren wir dann wieder mit einer Fähre von Trelleborg nach Rostock, schliefen wieder eine Nacht im Zelt, sahen dabei einen Dachs und am nächsten Tag ging es zurück Oldenburg.

Einen Tipp haben wir noch:
Da Schweden nicht gerade das günstigste Land ist, lohnt es sich immer nach Angeboten beim Einkaufen zu schauen. Unser liebster Supermarkt war der ICA. Dieser ist in vielen Regionen zu finden und unterscheidet sich immer in Größe und Preis. Nach einer Weile vergleichen wussten wir ziemlich gut, was wir wo am besten bekamen und auf welche Angebote wir achten mussten. Manche ICA’s haben auch Wärmetheken, an denen man günstig leckere schwedische Gerichte, Hot Dogs oder Brathänchen bekommt.

Insofern waren die Ausgaben für unsere Mahlzeiten ziemlich übersichtlich.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten