10. Oktober 2020
Wir haben es geschafft! Drei Monate später, war unser neues Zuhause fertig. Wir können es selber kaum glauben! Der Ausbau vom Van war langwierig und kräftezehrend, immer wieder kamen Zweifel an unseren eigenen Fähigkeiten auf. Gleichzeitig hat es uns unglaublichen Spaß gemacht, alles nach unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen zu gestalten.
Und dann hieß es Abschied nehmen, von wundervollen Leuten, die unseren Vanumbau überhaupt erst möglich gemacht haben. Von einem Ort, welchen wir – wenn auch nicht sehr lange – unser Zuhause nannten, an dem wir richtig angekommen waren.
Schließlich machten wir uns auf den Weg. Es war mittlerweile Oktober, obwohl wir eigentlich schon im Juli starten wollten. Aber wenn wir eines mit auf den Weg genommen haben, dann auf jeden Fall, dass es meistens anders kommt, als im Vorfeld geplant.
Anfangs besuchten wir Familie und Freunde an unterschiedlichen Orten Deutschlands. Danach fuhren wir nach Polen. Der Grenzübergang war schnell und unkompliziert, keiner kontrollierte uns.
Der Start war schwer, das Wetter war mittlerweile deutlich abgeflaut. Wir mit unserem Van, in welchen wir keine Heizung verbaut haben, mitten drin. Es regnete in Strömen. Tagelang.
Deshalb, und auch weil sich die Corona – Lage in Europa wieder deutlich zuspitzte, änderten wir unsere Route durch Polen und fuhren nicht in den Norden, sondern direkt weiter in den Süden.
Während wir tagelang fuhren, passierten wir regelmäßig überflutete Straßen. Deshalb entschieden wir uns kurzerhand dazu, entgegen unserer Prinzipien, lieber über Autobahnen zu fahren und die teils holprigen Landstraßen zu meiden. Nicht, dass wir uns direkt am Anfang der Reise festfuhren. Auch schlossen wir einen Vetrag mit dem ADAC ab, denn es gab einige Situationen, in denen wir beinahe Hilfe beraucht hätten und fühlten uns so einfach wohler, besser abgesichert. Typisch deutsch.
Stellplätze für die Nacht fanden wir dank der App „Park4night“ problemlos. Niemand kontrollierte uns, obwohl es in Polen strenggenommen verboten ist, wild zu campen. Dennoch fanden wir schöne Orte, häufig in bzw neben einem Wald.
17. Oktober 2020
Weil wir nicht einfach stumpf durch Polen durchfahren wollten und uns sehr auf dieses Land gefreut haben, suchten wir uns spontan eine günstige Unterkunft in Krakau. Diese befand sich mitten in einer Sporthalle. Die Zimmer waren relativ gemütlich im Industrial Style eingerichtet. Danach besorgten wir uns typisch polnisches Essen, welches uns leider überhaupt nicht schmeckte.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, die Stadt anzuschauen. Am Anfang suchten wir eine Bank, denn manche Dinge, wie Souvenirs, konnten nicht mit Karte bezahlt werden. Außerdem sammeln wir sehr gerne die verschiedenen Währungen der bereisten Länder, somit konnten wir uns auch den Zloty nicht entgehen lassen. Wir fanden die „Bank Pekao“, die einzige Bank, die keine Fremdgebühren verlangte und einen fairen Wechselkurs ausspuckte. Also eine ganz klare Empfehlung von uns.
Im Anschluss schlenderten wir über den Marktplatz, shoppten die Souvenirstände in den Tuchhallen leer und setzten uns dann in ein gemütliches Café namens „Slodki Wentzl“. Wir bestellten uns warme Getränke und eine Creme Brulee. Levi bekam eine Kugel Eis. Wieder zurück auf dem Marktplatz kauften wir noch ein paar Kringel namens „Obwarzanek“. Total günstig und lecker sind diese Gebäcke, die es wahlweise mit Sesam, Mohn, Käse oder mit Salz gibt.

Auf dem Platz befanden sich überall Tauben, denen Levi eine Weile lang hinterherjagte, bevor wir unsere Erkundungstour fortsetzten. Vorbei an alten Häusern gingen wir in das jüdische Viertel „Kazimierz“, welches wir nach etwa 20 Minuten Fußmarsch erreichten. Wir schauten uns einen alten Friedhof an, schlenderten vorbei an kleinen Street – Food – Märkten und gingen in die alte Synagoge, in der sich ein Museum befindet, welches man für 4,50 Euro (Kinder bis 7 frei) besichtigen konnte. Etwa eine Stunde verbrachten wir dort, schauten uns dann noch das ein oder andere Graffiti im Viertel an und machten uns schließlich auf den Weg, zurück zum Hotel.
Am nächsten Tag mussten wir dringend nochmal Wäsche waschen und entschieden und für das „Frania Café“. Dieses liegt sehr zentral, Parkplätze gibt es in der Nähe trotzdem zahlreiche. In dem Café kann man nicht nur Wäsche waschen, man hat außerdem die Möglichkeit sich durch ein köstliches Menü zu schlemmen, Kaffee zu trinken und Kuchen zu Essen. Nicht unbedingt günstig, aber sehr sehr frisch & lecker!
Wir nutzen außerdem das dortige Wlan, um unsere nächste Reiseetappe zu planen und machten uns etwa zwei Stunden später, mit vollen Mägen und sauberen Klamotten, auf den Weg in die Slowakei.






























