#67 Traumhafte Isla Holbox

13. April 2021

Für diesen Tag hatten wir uns im Vorfeld Tickets bei ADO gekauft und fuhren dann mit dem Bus vom Terminal 1 nach „Chiquila“. Von diesem Örtchen aus fahren wahlweise die Fähre oder kleine Fischerbötchen auf die „Isla Holbox“.

Auf der Insel angekommen fuhren wir per Golfkart Taxi zu unserer Unterkunft „Sirenas Holbox“. Leider war unser Raum total verschimmelt und der Besitzer wenig einsichtig, er hatte keinen anderen Raum und laut ihm hatten wir zwei Möglichkeiten: bleiben oder gehen. Allerdings ohne Geld zurückzubekommen natürlich. Wir gingen zwar, denn in dem Raum ließ es sich wirklich nicht aushalten, aber wir ließen das nicht auf uns sitzen. Wir schalteten „Airbnb“ ein und kämpften letztendlich eine ganze Woche um unser Geld, welches wir dann am Ende zum Glück wiederbekamen. Mancherorts werden Touristen leider immer wieder versucht übers Ohr zu hauen.

Alternativ kamen wir in dem etwas weiter südlich gelegenen „Casa Margot“ unter, einem modernen, schön eingerichteten Hotel, in dessen Mitte viele Pflanzen wachsen. Es gibt große Glasfronten, dimmbares Licht, nette Besitzer und noch viel nettere Angestellte. Wenn man eines der beiden Zimmer auf der oberen Etage ganz hinten erwischt, hat man den Jackpot, denn man hat quasi eine private uneinsehbare kleine Terrasse.

Wir fühlten uns hier pudelwohl und wollten so schnell nicht wieder weg. Einziger Wermutstropfen war der Preis, denn das Hotel ist für unser Budget nicht ganz günstig.

Trotzdem verbrachten wir hier eine tolle Woche, bekamen Spezialgerichte im hauseigenen Restaurant, schauten den farbenfrohen Sonnenuntergängen zu, suchten die ersten Abende vergeblich nach biolumnisierendem (leuchtendem) Plankton, stolperten dabei über einen Skorpion, sahen einen Waschbären und machten schließlich doch eine Tour für 300 Pesos pro Person, um das Naturspektakel sehen zu können. Man sah es nicht sehr deutlich, denn die besten Sichtverhältnisse gibt es bei Neumond und dunklem Himmel, hatten wir beides nicht.

Da Nils seit Neuestem einen Online – Job hatte, saß er täglich am Laptop und tüftelte. Das brachte ein nettes kleines Taschengeld ein, über welches wir uns sehr freuten!
„Holbox“ wird übrigens wie „Holbosch“ ausgesprochen. Auf der Insel gibt es keine Autos. Man hat die Optionen sich ein Golfkart oder ein Fahrrad zu mieten oder spazieren zu gehen. Auch Reiten ist möglich.

Wir mieteten uns zwei Fahrräder, da dies die günstigere Variante war und erkundeten damit die Insel. Der nördiche Teil und Downtown sind sehr voll, teuer und touristisch. Hier gibt es unglaublich viel schönes Streetart. Ich glaube ich habe an keinem anderen Ort eine solche Dichte an Kunstwerken gesehen. Der südliche Teil der Insel ist natürlicher, aber hier fehlen eindeutig Restaurants.


Der schönste Strand, den wir fanden war der „Punta Coco“ bzw der „Orion“. Hier findet man reichlich Schatten unter den Bäumen, das Wasser ist algenfrei, klar und sehr sehr flach abfallend. Um einen Sonnenbrand kamen wir leider nicht herum, es ist so unfassbar sonnig auf dieser Insel! Also immer gut eincremen!

Wir aßen in einem Strandlokal („Carolinda Beach Club“) auf einem Foodmarket („Barba Negra“), im Hotel oder von den Straßenständen auf dem großen Hauptplatz in Downtown. Hier gibt es auch einen tollen großen Spiel- und Sportplatz.

Abends, wenn die senkende Hitze sich gelegt hat, kommen die Einheimischen hierher, spielen, essen oder machen Sport.

Noch ein Tipp vom Herzen, wenn ihr besonders viel Zeit habt, besucht unbedingt das „Refugio Holbox Animal Sanctuary“. Es ist ein Tierheim, in dem Hunde, Katzen und manchmal auch Waschbären unterkommen. Es organisiert sich aus freiwilligen Helfern und ist immer auf Spenden und helfende Hände angewiesen. Wir haben uns zum Beispiel einfach einen Hund ausgeliehen und sind mit ihm an Strand spazieren gegangen.

Am Ende trafen wir in unserem Hotel auf eine Familie aus Österreich, die uns außerdem die „3 Island Tour“ ans Herz legte, selber ausprobiert haben wir sie aber nicht.

Veröffentlicht von losgerollt

Wir sind seit dem 19.07.2019 auf Weltreise und können unser Glück immer noch kaum fassen. Für uns gibt es nichts Schöneres, als ganz viel Zeit mit der Familie zu verbringen und fremde Orte zu entdecken.

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