04. Januar 2021
Unsere kleine Kolonne zog weiter Richtung Süden des 3. Fingers der Peloponnes. Unser Ziel war ein Strand in der Nähe von „Monemvasia“. Aber erst mal mussten wir diese mordsgefährliche Serpentine wieder heraufkommen…
Am späten Nachmittag, nachdem wir alle nochmal Wasser aufgefüllt haben, kamen wir an und sahen nun auch Natascha, Niklas und die Kids wieder. Wir machten eine kleine Wanderung und schnell ging auch dieser Tag zu Ende.
In den nächsten Tagen verabschiedeten wir uns wieder von Niklas und Natascha, denn wir hatten leider andere Reisepläne. Dann schauten wir uns zusammen mit den Willys „Monemvasia“ an. Ein autofreies, bergiges, mittelalterliches Dorf auf einer kleinen Insel, umgeben vom Meer. Einziger Zugang zum Festland über eine Brücke. Wir mochten die Altstadt mit den vielen vielen Katzen, schlenderten durch schmale Gässchen, über unzählige Stufen und hohe Mauern bis hin zum Leuchtturm und wieder zurück. Leider hatten all die keinen Lädchen geschlossen, dennoch hat uns dieser Ort verzaubert. Er erinnerte mich ein wenig an „Carcassonne, in Frankreich“.
Als wir uns auf den Rückweg zu unseren Fahrzeugen machten, hielt uns ein verärgerter Polizist an, der uns darauf hinwies, dass es nicht erlaubt sei, hier auf Grund des Lockdowns herumzuspazieren. Ups, wussten wir nicht, waren wir doch der Meinung, dass man mit einem dementsprechend ausgefüllten Zettel schon spazieren, Sport machen, zum Arzt fahren oder einkaufen durfte. Er ließ uns ziehen und wir fuhren weiter zum südlichsten Punkt des 3. Fingers, zum „Fossil Forest“, wo die Reise früher ein Ende fand, als uns lieb war.
Aber vorher erlebten wir noch ein paar unvergessliche Tage mit Picknick, spazieren, malen, kochen, Lagerfeuer, Unterhaltungen, spielen, Wein, Bier, entdecken & erkunden.

Der „Fossil Forest“ ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde, dort sind sämtliche Muscheln, Baumstämme und Co zu Stein geworden, auch eine Art Geysire gibt es. Außerdem bietet die felsige Klippe ein cooles Panorama, es gibt Wander- und Kletterwege.

Aber am 09. Januar war es dann soweit. Wir mussten Abschied nehmen, denn unser Paket sollte wohl in der nächsten Zeit in „Kalamata“ ankommen und wir hatten uns dazu entschieden, dass wir diesen Winter dringend nochmal richtig in die Sonne wollten. Danach sehnten wir uns sehr.
Nach einem tränenreichen Abschied ging es los. Wir spürten aber, dass wir uns irgendwann, irgendwo auf der Welt wiedersehen würden!
Wir machten wieder ordentlich Strecke und fuhren begleitet von Regen einmal quer durch die Berge Richtung „Kalamata“. Die Fahrt war wieder sehr abenteuerlich, manchmal rutschig wegen der Nässe. Es dauerte ewig und leider kamen wir erst in der Dunkelheit an, wir schliefen außerhalb der Stadt unter einem Baum am Meer. Solange, bis wir dort weggeschickt wurden und an einem anderen Strand Schutz suchten. Wir warteten noch ein paar Tage auf unsere Sendung, lernten einen jungen Griechen kennen, der in einem Restaurant arbeitete und deren Besitzerin uns ganz unerwartet eine dicke Portion Essen schenkte. Lecker!
Wir machten selber Apfelmus, sammelten Müll am Strand, fuhren zur Werkstatt um die Brems- und Kühlflüssigkeit im Van zu tauschen und konnten am 14. Januar endlich unser Paket in Empfang nehmen, nach etwa 6 Wochen Verspätung!
Nachdem wir es in Empfang genommen hatten fuhren wir weiter. Während der ständigen Fahrerei durch Griechenland gönnten wir uns nicht selten eine Pita. Diese sind erschwinglich, überall erhältlich und machen richtig dolle satt. Definitiv der ideale Snack unterwegs!
Noch einmal wollten wir zum „Elea Beach“. Mensch, war das eine merkwürdige Stimmung hier, quasi der gesamte Strand war leer. Am einen Ende standen lediglich noch vereinzelt Camper, nur noch wenige bekannte Gesichter waren da. Wir quatschen, Levi spielte, wir buchten die Fährtickets. Das Wetter war deutlich schlechter und zu allem Überfluss entdeckten wir auch noch Schimmel im Van. Zum Glück ließ dieser sich relativ einfach beseitigen.
Am 18. Januar mussten wir bloß zwei Fragebögen zu unserem Gesundheitszustand ausfüllen und durften dann auf die Fähre fahren, welche uns von „Patras“ nach Italien bringen sollte. Komisches Gefühl, waren wir jetzt doch schon so lange in diesem Land. Langsam verabschiedeten wir uns, auch wenn es sich zu diesem Zeitpunkt keinesfalls real anfühlte. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir hier verbringen durften, für die Erlebnisse, die uns Griechenland beschert hat und für die Menschen, die wir getroffen haben und die wir nun als unsere Freunde bezeichnen dürfen.
Und hier noch zwei Empfehlungen, da Levi sehr viel Freude damit hat:
*unbezahlte Werbung!
Falls ihr Buchempfehlungen für uns habt, egal ob Groß oder Klein, gerne in die Kommentare damit!! (:






















































































































































