#15 What to do in Nusa Penida?!

01. September 2019

Diamond Beach

Am Vormittag ruhten wir uns weiter aus und nahmen den Pool in Anspruch. Gegen Nachmittag kam der Hunger.Nach einem leckeren Essen sind wir anschließend zu unserem ersten Ausflugsziel gefahren, dem „Diamond Beach“. Dieser befindet sich in einer Bucht, die man über eine lange schmale Treppe erreicht. Viele Felsen zieren die Umgebung und das Wasser sieht mit seiner blauen Farbe total kräftig aus. Wenn man dem Trampelpfad ein kleines Stückchen weiter folgt, dann kommt man zu einem weiteren Strand, dem „Atuh Beach“.

Wir lieben Curry!
Richtung Atuh Beach

Wir verschätzten uns mal wieder total mit der Zeit. Zwischendurch gab unsere Navigation den Geist auf und die Straßen waren in einem so schlechten Zustand, dass wir nur etwa eine Stunde vor Beginn des Sonnenunterganges ankamen. Dadurch blieben wir leider nicht sehr lange, machten aber ein paar Fotos und wurden auf dem Rückweg mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Eintrittsgelder wurden hier nicht verlangt, es wurde lediglich nach einer Spende für die Instandhaltung gebeten. Jeder kann selber entscheiden, wie viel er spenden möchte. Ein tolles Konzept.

Diamond Beach

Auf dem Rückweg hielten wir beim Restaurant „Singabu bar and grill“ an. Wartend auf das Essen, spielten wir Karten und lauschten der Livemusik. Uns gefiel die Atmosphäre sehr, das Essen war wirklich lecker und das Personal total kinderfreundlich. Abends bekam Levi dann noch eine Wassermelone von einem Mitarbeiter der Unterkunft geschenkt. Nach dem kleinen Nachtisch haben wir ihn schlafen gelegt und gemütlich den Abend ausklingen lassen.

02. September 2019

Crystalbay

Früh standen wir morgens auf und machten uns dann auf den Weg zur Crystalbay. Der Strand dieser Bucht ist im Gegensatz zu anderen sehr leicht zu erreichen. Hier gibt es einige Essensstände, Toiletten und Verkäufer, die verschiedene Schnorchelausflüge anbieten. Bei unserer Ankunft war es schön ruhig und nur wenige Menschen waren am Strand. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und machten es uns dort gemütlich, spielten ein Kartenspiel und buddelten im Sand.

Nach und nach wurde es deutlich voller am Strand und ehe wir uns versahen waren wir umzingelt von anderen Sonnenanbetern. Später liehen wir uns eine Schwimmweste für Levi aus und machten uns auf den Weg zum Schnorcheln. Wir warfen uns in die nicht gerade flachen Wellen und schwammen los. Um uns herum fuhren immer wieder Boote, mit zum Teil rücksichtslosen Fahrern. Weiter draußen, war der Anblick unter Wasser etwas enttäuschend. Die Korallen waren größtenteils zerstört und besonders abwechslungsreiche Fische konnten wir auch nicht entdecken. Geschweige denn etwas anderes. Eine teure Bootstour zum Schnorcheln hätte sich für uns nicht gelohnt. Daher waren wir froh, hierfür kein Geld ausgegeben zu haben. Auf dem Weg vom Meer zurück zum Strand musste gegen eine recht starke Strömung angeschwommen werden. Zum Glück ging dies mit unseren Schwimmflossen deutlich leichter. Als wir wieder am Strand waren, hatte das Meer den Sand schon bis an die Mauer verschluckt. Freundlicher Weise hatte jemand unsere Sachen vor der Flut gerettet und auf die Mauer gelegt. Alles in Allem aber haute uns der Strand nicht wirklich aus den Socken.

Crystal Bay

03. September 2019

Kelingking Beach

Um 6 Uhr morgens hieß es aufstehen, fertig machen, Sachen zusammenpacken und dann mit dem Roller los. Die Sonne ging gerade auf und der Wind wehte uns um die Ohren. Wir starteten im Norden. Je weiter wir Richtung Süden fuhren, desto schlechter wurden die Straßen. Eigentlich waren das gar keine Straßen mehr, sondern sandige Wege, die von Steinen und Schlaglöchern überseht waren. So kamen wir immer langsamer voran und in einigen Situationen musste ich sogar vom Roller absteigen und schieben. 1 ½ Stunden später war unser Ziel erreicht. Außer uns war genau ein weiteres Fahrzeug mit auf dem Parkplatz, der Rest war wie leergefegt. Der Eintritt war kostenlos, jedenfalls trafen wir niemanden, der Eintrittsgelder verlangte. Der restliche Weg erfolgte zu Fuß, vorbei an gerade öffnenden Restaurants. Und dann standen wir dort, mit dem Blick über die beeindruckenden Felsen des „Kelingking Beaches“. Was für eine Aussicht! Der grüne drachenartige Felsen ragte mystisch empor. Der weiße Strand unter uns war menschenleer und das türkis-blaue Meer spülte weiß schäumende Wellen an.

Außer uns waren zwei Mädels mit ihrem Guide da, ansonsten war es ruhig. Eine Gruppe Affen kletterte an den Mauern und Bäumen entlang. Wir standen noch eine Weile staunend da und machten dann schnell ein paar Fotos, bevor es zu voll wurde. Denn nach und nach kamen immer mehr Menschen. Gerne wären wir zu dem einladenden Strand heruntergegangen, das Risiko mit Levi war uns aber zu hoch. Es geht nämlich ziemlich Steil runter. Da unsere Mägen sich nun vor Hunger meldeten, setzten wir uns in eines der Restaurants und aßen etwas zum Frühstück. Gestärkt gingen wir zurück zum Parkplatz und staunten nicht schlecht. Es war kaum wiederzuerkennen, alles war voll geparkt und die Menschenmasse redete durcheinander. Da hat sich das frühe Aufstehen am Morgen doch gelohnt.

Broken Beach & Angel’s Billabong

Als nächstes machten wir uns auf den Weg zum Broken Beach, der in der Nähe lag. Die Straßen waren schon deutlich voller und auch deren Zustand besserte sich nicht. Wir kamen auf einem schon halb gefüllten Parkplatz an und parkten unseren Roller. Nach einem kleinen Weg und einige Treppen herunter, gelangten wir zum Angel’s Billabong. Dies ist ein natürlicher Pool, der sich in den umliegenden Felsen befindet. Die Felsen grenzen direkt ans tosende Meer, weshalb die Wellen zwischendurch Wasser hoch befördern. Zu dem Zeitpunkt, an dem wir da waren, war der Pool wegen des zu hohen Wasserstandes geschlossen. Um ihn herum standen viele Leute, die sich das Naturschauspiel ansahen. Wir hätten uns das Ganze allerdings etwas pompöser vorgestellt.

Folgt man dem Weg, gelangt man nach einer kurzen Wanderung zum „Broken Beach“. Dies ist eine Bucht umhüllt von Felsen. Auf einer Seite verläuft ein Durchbruch im Gestein, durch den das Wasser vom Meer einströmt. Dies ähnelt einer Brücke, da man von oben einmal ganz um den „Brocken Beach“ herumspazieren kann. Beim Schauen nach unten, fällt ein sehr schöner Strand in den Blick. Wir haben von dort oben sogar einen Rochen im Meer entdecken können. Da Levi müde wurde, beschlossen wir uns auf den Rückweg zu machen.

Denn es lag noch ein ganz schön langer Weg vor uns, den wir auf keinen Fall im Dunkeln fahren wollten. Zurück beim Roller konnten wir unseren Augen kaum trauen. Der Parkplatz platze aus allen Nähten, überall waren Menschen. Wir waren froh dort wegzukommen. Den Rest vom Tag waren wir einfach nur am Pool und ruhten uns aus.

Diese blaue Biene ?? haben wir auf dem Rückweg auch noch gesehen. Kennt jemand das Tier?

#14 Geburtstagsfeierei

29. August 2019

Levis Geburtstag!

Am Vortag kauften wir mehr oder weniger heimlich ein paar Sachen in dem Supermarkt „Pepitos“ und packten abends mit gemeinsam mit Kim und Gabi die Geschenke für Levi ein. Außerdem schmückten wir unsere Terrasse, hingen Girlanden und ein paar Luftballons auf und stellten einen extra Tisch dazu.

Am Morgen standen Nils und ich früh auf, ohne unseren Spatz zu wecken, bereiteten das Frühstück vor, legten die Geschenke bereit und zündeten ein paar Kerzen an. Singend weckten wir Levi und kuschelten kurz. Lange hielt es Levi allerdings nicht aus. Deshalb gingen wir ein paar Minuten später nach draußen. Levi setzte seine Geburtstagskrone auf und staunte nicht schlecht. So ein abwechslungsreiches Frühstück hatten wir schon lange nicht mehr. Es gab allerlei Brot & Croissants, Marmelade, Omelett, Cornflakes, Gemüse, Früchte, Saft und vieles mehr. Während wir frühstückten kamen die Mitarbeiter von unserer Unterkunft vorbei, gratulierten Levi und schenkten ihm einen Teller voll mit kleinen Köstlichkeiten. Später packte Levi die Geschenke aus. Außerdem kamen Kim und Gabi rüber und überreichten ihm ein weiteres Geschenk. Einen grünen Transformer, genauso einen, wie er ihn sich gewünscht hatte. Levi war ganz aus dem Häuschen.

Am Vormittag fuhren wir mit einem kleinen Boot aufs Meer hinaus, um zu schnorcheln. Wir entdeckten viele bunte Fische, strahlend blaue Seesterne und leider auch sehr viel Plastikmüll. Nach etwa einer halben Stunde ging es Levi plötzlich nicht so gut und er wollte zurück aufs Boot. Kurz darauf war ihm so schlecht, dass er sich sogar übergeben musste. Deswegen brachen wir den Ausflug vorzeitig ab und fuhren zurück zur Unterkunft. Dort kurierte Levi sich ein bisschen aus und wenig später fühlte er sich besser. Ob er nun zu viel gegessen hatte, zu aufgeregt war oder unter Seekrankheit litt, bleibt wohl ein Rätsel. Wir spielten ein bisschen mit den neuen Sachen, Levi bekam viele liebe Geburtstagswünsche per Handy und dann holten wir den vorbestellten Kuchen in der Bäckerei ab.

Nach dem Kuchen essen machten wir uns am Abend auf den Weg in das „Krishna Fantasticland“. Einem wirklich schön gestalteten Vergnügungspark. Vor dem Eingang liegt ein Park, der viele verschiedene Essensmöglichkeiten bietet. Wir bezahlten den Eintritt von ca. 100.000 Rupiah (ca. 6,40 Euro) und durften dann hinein. Direkt hinter dem Eingang befindet sich ein echtes Passagierflugzeug, welches ausrangiert wurde und nun zur Besichtigung dient. Dieses Flugzeug stellte definitiv Levis Favoriten im ganzen Park dar.

Außerdem gab es noch wilde Autoscooter, eine kleine Achterbahn, eine „Märchenwelt“, ein 4D Kino und lauter andere Fahrgeschäfte. Zwischendurch setzten wir uns hin, trankten etwas kühles und aßen eine Kleinigkeit.
Nachdem es dunkel wurde gingen überall bunte Lichter an, das sah wirklich schön aus.
Langsam machten wir uns auf den Weg zum Roller und gingen zum Abschluss des Tages nochmal im „Warung Bonsai“ essen. Als wir danach bei der Unterkunft ankamen, wurde Levi von dem Besitzer des Homestays mit einer musikalischen Darbietung überrascht. Er spielte ihm mehrere Stücke auf dem traditionellen „Gamalan“ vor. Dieses ist vielleicht am ehesten mit einem Glockenspiel vergleichbar. Ein magischer Moment. Levi saß einen Moment lang schweigend und mit weit geöffneten Augen da. Am Ende klatschte er überschwänglich und war glücklich und zufrieden. Der Tag hatte ihm gut gefallen und er sprach noch lange davon.

30. August 2019

An diesem Tag verabschiedeten wir uns wehmütig von Kim und Gabi, da wir unsere Route fortsetzten. Eine Tolle gemeinsame Zeit ging zu Ende. Unser nächstes Ziel erreichten wir nach circa drei Stunden Fahrt. Dann kamen wir in der neuen Unterkunft, dem „Made Homestay“ an. Diese befindet sich in Padangbai, direkt am Pier der Schnellboote. Am nächsten Tag sollte die Reise nämlich per Fähre nach Nusa Penida weitergehen. Wir legten unsere Sachen im Zimmer ab und wollten uns auf den Weg zum Fähranleger machen. Von den freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern des „Made Homestay“ erfuhren wir, dass die Fähre seit einer Woche kaputt sei und erst wieder in etwa drei Wochen fahren solle. Nach kurzer Internetrecherche fanden wir auch Artikel zum Ausfall der Fähre. Für uns stand fest, dass wir dennoch gerne nach Nusa Penida fahren wollen und keine drei Wochen warten konnten. So lange hätte es angeblich gedauert die Fähre zu reparieren. Deshalb waren wir gezwungen ein teureres Ticket für das Schnellboot zu kaufen.

Die günstigsten Tickets, die wir gefunden haben, bekamen wir in unseren Homestay, also buchten wir zwei Stunden später die Weiterfahrt für den nächsten Morgen.
Nach dem Buchen der Tickets statteten wir der Blue Lagoon in Padangbai einen Besuch ab. Die Bucht ist echt schön, aber auch wirklich gut besucht. Ein ruhiges Plätzchen findet man kaum. Allerdings kann man die Felsen auf der linken Seite der Bucht entlang klettern und hat dort dann Ruhe.

Ein Friseur wäre auch mal nicht schlecht… 😀

Anschließend gingen wir etwas essen und legten uns schlafen. In dieser Unterkunft begegneten wir zum ersten Mal zwei Kakerlaken. Und die Dinger sind schon irgendwie richtig ekelig. (Wir dachten bis vor kurzem noch, dass Kakerlaken einfach nur sehr schnell sind und sich in jeder kleinen Ritze verstecken können. Vor ein paar Tagen haben wir aber feststellen müssen, dass die Schaben sogar fliegen können. Sie werden uns IMMER unsympathischer!)

31. August 2019

Unser Schnellboot sollte gegen 10 Uhr ablegen. Das praktische an einer Unterkunft mitten am Pier ist, dass die Mitarbeiter genau wissen, wohin welche Boote fahren. Somit konnten wir bei einer kleinen Verspätung noch gemütlich in der Unterkunft warten, da die Mitarbeiter uns über das Eintreffen des richtigen Bootes informierten. Wir empfanden dies als sehr praktisch, da der Steg sehr voll und somit auch ganz schön chaotisch war. Die Mitarbeiter sagten uns um kurz nach 10 Bescheid, dass unser Boot eingetroffen ist und trugen uns sogar unser Gepäck ganz bis auf das Schiff.

Als wir auf Nusa Penida ankamen herrschte Chaos pur! Überall standen Touristen, Gepäck lag herum und aufdringliche Taxifahrer kamen hergestürmt, die einen kaum vom Boot oder gar Luft zum Atmen ließen. Wir machten Bekanntschaft mit der „Taxi-Mafia“ von Nusa Penida. Die Preise waren wirklich unverschämt und wir merkten, dass diese auch abgesprochen waren, da jeder den gleichen hohen Preis (ca. 13 Euro für 3 km) haben wollte und niemand auf Verhandlungen einging. So sammelten wir erst mal unsere Rucksäcke auf und gingen ein Stück den Pier entlang. Schließlich fanden wir einen Mann, der in einem Auto mit Ladefläche saß. Dieser fuhr uns für viel weniger Geld (ca. 5,00 Euro) zu unserer Unterkunft. Trotzdem muss man sagen, dass auch 5,00 Euro für indonesische Verhältnisse extrem viel ist (Zum Vergleich: ein Tischler verdient ca. 7,00 Euro PRO TAG). Doch wir waren froh in unserer neuen Unterkunft angekommen zu sein.

Die „Arjuna Bungalows“ sind eine neue kleine Anlage, mit modernen sauberen Zimmern und einem Pool in der Mitte. Überall waren wunderschöne bunte Blumen gepflanzt und die Besitzer waren einfache, sehr nette Leute. Wir nutzen den restlichen Tag, um in Ruhe anzukommen, uns einen Roller zu leihen und etwas zu essen.

#13 Hot Springs, Tempel und Blue Lagoon

26. August 2019

Für diesen Tag standen ruhigere Ausflüge auf dem Programm und so machten wir uns zu dritt auf den Weg zu den „Air Panas Banjar Hot Springs“. Das sind heiße Quellen, deren schwefeligem Wasser heilende Kräfte nachgesagt werden. Nach der Ankunft, muss man erst einmal an einigen Verkaufsständen vorbei und den einen oder anderen aufdringlichen Verkäufer abschütteln. Wenn man das hinter sich hat, ist die Atmosphäre echt schön. Wir gingen in die Umkleidekabinen, zogen unsere Badesachen an, verstauten den Rucksack in eines der Schließfächer und gingen zueinem der Becken. Das Wasser war warm und wohltuend. Levi genoss es sehr darin zu schwimmen, zu planschen und zu tauchen. Er wollte gar nicht mehr gehen.

Bald darauf machten wir uns wieder fertig, ließen den angenehmen Ort hinter uns und fuhren zu einer Tankstelle. Nach einem kleinen Umweg konnten wir mit vollgetanktem Roller weiter fahren. Wir wollten einen nahegelegenen Tempel besuchen, den „Brahamavihara – Arama“. Die Tempelanlage ist ziemlich groß und verfügt über mehrere beeindruckende Gebäude. Wir schlenderten in der Anlage umher, ließen alles auf uns wirken und sogen die Atmosphäre in uns ein. Levi war total begeistert von den vergoldeten Gemälden. Außerdem fand er Gefallen für die Fische, die in den modrigen Teichen umher schwammen.

Wir machten noch ein paar Fotos und fuhren dann erneut zu der „Buda Bakery“, weil es uns dort am Vortag wirklich gut gefallen hat. Wir aßen ein spätes Mittagessen, verbrachten den restlichen Nachmittag in unserer Unterkunft und fuhren am Abend, auf Levis Wunsch hin, wieder zu der Kirmes.

27. August 2019

Am nächsten Morgen brachten wir unsere dreckige Kleidung zur Wäscherei und bezahlten für 3kg nur etwa 2€. Im Anschluss daran stiegen wir auf unseren geliehenen Roller und brausten vorbei an saftig grünen Reisfeldern, Tempeln und Wäldern. Unser nächster Stopp war die „Blue Lagoon“. Diese liegt weit abseits und kostete nur einen Bruchteil von dem, was wir beim „Sekumpul Wasserfall“ bezahlt haben. In der Umgebung der Lagune befinden sich weitere Wasserfälle, die man während einer Wanderung besichtigen kann. Wir entschieden uns aber dafür, einzig diesen magischen Ort zu genießen und für einen halben Tag lang einfach mal Inne zu halten.

Als wir die steilen, ungeschützten Treppen hinunter gingen und unten ankamen, waren wir ganz alleine dort. Selten kamen Wanderer vorbei. Vor der Lagune liegen einige Felsen und davor befindet sich ein kleiner „Platz“, bei dem man eine Toilette und eine Umkleidekabine vorfindet. Außerdem gibt es dort einen der balinesischen Pavillons, der ein wenig über einen der Wasserfälle ragt. Auf diesem machten wir es uns für einige Stunden gemütlich. Zwischendurch kam eine Gruppe vorbei, die für gefühlte 15 Minuten blieb und dann wieder verschwand, auf der Jagd nach dem nächsten schönen Spot. Wir ließen uns davon nicht stören, machten ein kleines Picknick, bestehend aus Wassermelone, Ananas, Kräckern und Nüssen. Dazu spielten wir ein Kartenspiel. Danach zogen wir unsere Wasserschuhe an und kletterten über die Felsen. Vorne angekommen verschlug es uns den Atem. Die wirklich blaue Lagune war umgeben von bewachsenen, grünen Felsen. Überall tropfte Wasser herunter. Am Ende der Lagune befindet sich ein kleiner Wasserfall. Wenn man es schafft diesen hochzuklettern, gelangt man in eine Höhle, die zu einem weiteren Wasserfall führt.

Wir legten unsere Handtücher ab und sprangen in das eiskalte Wasser. Doch nicht sehr lange, denn es war wirklich richtig richtig kalt. Levi bekam nach kürzester Zeit blaue Lippen und wir beschlossen, uns in unsere Handtücher zu kuscheln.

Nach einer Weile verstauten wir unsere Sachen, um aufzubrechen. Währenddessen kam eine zweite Gruppe an. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft waren wir richtig zufrieden und überglücklich einen so erholsamen Tag erlebt zu haben. Hoffentlich wird dieser Ort auch noch lange so schön bleiben.

Nachdem wir uns in unserem Zimmer frisch gemacht hatten, machten wir uns wieder auf den Weg, um etwas zu essen. An unserem Roller angekommen, stellten wir fest, dass etwas mit dem vorderen Reifen nicht stimmte und er völlig platt war. Also schoben wir den Roller zu der nächsten Werkstatt. Im Handumdrehen checkte der Fachmann die Lage und machte sich daran den Reifen zu prüfen. Er füllte den Schlauch des Reifens mit Luft und drückte diesen in einer Schüssel mit Wasser zusammen. Durch die Luftbläschen im Wasser fand er schnell ein Loch und bearbeitete dieses mithilfe von einigen Pasten und anderen Dingen, die wir nicht zuordnen konnten. Danach wurde die defekte Stelle des Schlauches durch Stangen zusammengepresst und über Feuer erhitzt. Am Ende der Prozedur wurde alles nochmals auf Dichtheit geprüft und für gut empfunden. Der Schlauch und der Reifen wurden wieder dran montiert, mit Luft befüllt und innerhalb einer halben Stunde konnten wir weiterfahren. Wir bezahlten 50.000 IDR (ca. 3,20 Euro), bedankten uns mehrfach und gingen schnell noch etwas im „Warung Bonsai“ essen.

Nachdem wir Levi hingelegt haben, setzten wir uns noch mit Susanne zusammen. Einer jungen sympathischen Frau aus Deutschland, die wir am Vortag kennenlernten. Wir unterhielten uns und tranken Bier, bis wir schließlich ins Bett gingen.

#12 Sekumpul Wasserfall

24. August 2019

Am Vortag zogen Kim und Gabi spontan zu uns in die Unterkunft, denn sie wollten ihr Visum in Lovina verlängern. Somit kamen wir auf die Idee, die nächsten Tage mehr oder weniger gemeinsam zu verbringen. Wir freuten uns darauf, die beiden wiederzusehen und setzten uns am ersten Abend erneut gemeinsam zusammen, um das ein oder andere Bierchen zu genießen.

Gede Homestay

Am nächsten Tag starteten wir recht früh zu einem Ausflug zum Sekumpul Wasserfall. Diesen erreichten wir nach etwa einer Stunde Fahrt mit dem Roller. Allerdings war der Anfahrtsweg nirgends genau beschildert und deswegen eierten wir noch eine ganze Weile hin und her, probierten verschiedene Trampelpfade aus, fuhren mit dem Roller schmale steile Wege herunter, um dann von Einheimischen vertrieben zu werden und landeten letztendlich etwas genervt wieder oben bei einem Parkplatz. Ziel des Ganzen war es, so nah wie möglich an den Wasserfall heranzukommen, damit wir nicht so weit laufen mussten :-D.
Dies funktionierte leider nicht so richtig, da die Einheimischen versuchten Geld zu verdienen, indem sie Touristen vom Parkplatz zum Wasserfall bringen. Wir gaben auf und machten uns zu Fuß auf den Weg. Unten angekommen erwartete uns die nächste unschöne Überraschung. Nämlich der Eintrittspreis. Pro Person sollte dieser 8 Euro kosten, was unserer Meinung nach viel zu viel war und in keinem Verhältnis zu den anderen Wasserfällen stand, die wir bisher entdeckt hatten. Etwas verärgert entschlossen wir aber dennoch den Preis zu zahlen, da sonst die Anfahrt total umsonst gewesen wäre und es auch schon zu spät war, um zu einem anderen interessanten Ort zu gelangen.

Wir bekamen einen Guide an unsere Seite, zogen uns auf einer wirklich gewöhnungsbedürftigen Toilette schnell unsere Badesachen an und machten uns dann an den Abstieg. Am Anfang kam man an einer kleinen Aussichtsplattform vorbei, von der aus man einen schönen Blick auf den tosenden Wasserfall hatte.

Anschließend warteten wirklich viele Treppen auf uns und in uns kam der Gedanke hoch, wie wir Levi denn dort jemals wieder hochbekommen sollten. Unten angekommen gab uns unser Guide wilde Bananen die überall wuchsen und in die wir herzhaft rein bissen. Jedenfalls einen kurzen Moment, denn dann stellten wir fest, dass sich in den Bananen lauter große schwarze Kerne befanden, die das ganze echt ungenießbar machten. Dazu kam ein sehr mehliger Geschmack und wir warfen die Bananen in das nächste Gebüsch, irgendein Affe würde sich sicherlich freuen.

Unten angekommen wateten wir zuerst durch einen kleinen Wasserlauf. Hin zu einem der verborgeneren Wasserfälle. Leider tummelten sich dort viele andere Touristen und das Wasser war saukalt. Schön anzusehen war es aber trotzdem. Die drumherumliegenden Felswände waren von Blättern und Farn bewachsen und ein paar Äffchen kletterten vorbei. Kurz bevor wir weitergehen wollten schien dann für einen kleinen Moment die Sonne und seitlich des Wasserfalls tauchte ein schöner Regenbogen auf.

Danach gingen wir zu der „Hauptattraktion“, dem Sekumpul Wasserfall. Dort waren sogar noch mehr Menschen, die sich alle drängten, um ein möglichst schönes Foto zu bekommen. Auch wir wollten unser Glück versuchen, stürzten uns in die Masse und waren gerade dabei die Felsen hochzuklettern, als Levi es sich anders überlegte und zurück wollte. Das Wasser, welches vom Wasserfall zu uns spritze, war ihm zu kalt. Deshalb beschlossen wir dazu, uns auf den Rückweg zu machen. Kim und Gabi blieben noch einen Moment unten. Wir wollten uns einfach später beim Roller treffen. Wir dachten außerdem, dass wir bestimmt ewig für den Aufstieg der unzähligen Treppen brauchen würden. Aber Levi überraschte uns sehr. Er flitzte die Treppen nur so hoch und beschwerte sich nicht ein einziges Mal. Er brauchte keine einzige Pause und kam oben an, als ob nichts gewesen wäre. Nils und ich waren erstaunt, denn für uns war der Weg rauf weitaus anstrengender und schweißtreibender.

Wir wollten noch vor Sonnenuntergang zurück sein, da die Straßen teilweise nicht ohne waren und deshalb machten wir uns zügig auf den Weg, nachdem wir Kim und Gabi wiedertrafen.

Auf dem Rückweg hatten wir dann zwei weitere unschöne Momente. Der erste überraschte uns in einer steilen Kurve, denn mitten in dieser lag ein kleines Holzstück, in das drei Nägel geschlagen waren. Dieses lagen so auf der Straße, dass man mit dem Reifen problemlos durchgefahren wäre. Erschrocken hielten wir an, um unsere Freunde zu warnen, die hinter uns fuhren. Glücklicherweise passierte nichts, aber wir tauschten uns kurz darüber aus. Leider blieben wir einen Moment zu lange stehen, denn plötzlich stand ein Rudel Hunde um uns herum, welches wir gar nicht kommen sahen. Sie bellten, fletschten die Zähne und fingen an nach uns zu schnappen. Wir reagierten schnell und gaben ordentlich Gas, um dort wegzukommen. Die Hunde rannten schnappend hinter uns her und ich musste sogar mein rechts Bein hoch strecken, um nicht gebissen zu werden. Letztendlich aber waren wir schneller als die Hunde und sind gut dabei weggekommen. Der Rest des Weges verlief dann zum Glück entspannter. Wir fuhren durch wunderschöne Natur und den Abend ließen wir erneut im veganen „Ajianom“ ausklingen.

Später stießen wir auf eine weitere Sache, die uns wirklich ärgerte. Nils und Kim wurden darauf aufmerksam, dass die Zulassung unseres gemieteten Rollers schon seit Anfang des Jahres abgelaufen war und wir also mit einem Roller herumfuhren, der gar nicht auf der Straße benutzt werden durfte. Wenn uns die Polizei angehalten hätte, wäre bestimmt mächtig Ärger auf uns zugekommen oder entsprechende „Bußgelder“ hätten gezahlt werden müssen. Zu doof, dass wir darauf bei der Übergabe nicht geachtet haben. (Das ist mittlerweile zum Glück anders. Wir überprüfen fast schon zu akribisch den Zustand des Rollers und die notwendigen Papiere inklusive Fotos machen und Co, wenn wir uns wieder einen Fahrzeug mieten.)

Nach dem Abendessen fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft und beschwerten uns bei dem Manager, der uns versicherte, dass er sich morgen darum kümmern würde.

25. August 2019

Am nächsten Morgen trafen wir die Frau wieder, die uns den Roller ausgehändigt hatte und zeigten ihr unseren Fund. Diese wirkte sehr unbeeindruckt und brachte uns wenig später einen neuen Roller. Wir checkten ihn und fühlten uns nicht ernst genommen, als wir sahen, dass auch dieser Roller ohne gültige Papiere ankam. Da sie uns keinen weiteren Roller anbieten konnte, forderten wir das bereits im Vorfeld gezahlte Geld zurück. Anfangs war sie nicht bereit es uns zu geben und händigte uns die Scheine erst nach einer langer Diskussion aus. Na das lief ja großartig. Da wir nun ohne fahrbaren Untersatz dastanden, eigentlich aber einen Ausflug nach Lovina machen wollten, ging Nils los und organisierte uns auf der Straße einen Roller MIT gültigen Papieren.

Etwas gestresst starteten wir dann in den Tag und fuhren als erstes zur „Buda Bakery“, um etwas zu essen. Und was sollen wir sagen, bei dem Ambiente, dem tollen Service und dem leckeren Essen war unsere schlechte Laune schnell verschwunden. Wir saßen auf der Terrasse im oberen Stockwerk, mit einem tollen Blick auf die umliegenden Berge. Mit vollen Mägen machten wir uns auf den Weg, um Lovina zu entdecken. Zuerst fuhren wir zum Strand, stellten unseren Roller ab und schlenderten an der Promenade entlang. Besonders sehenswert waren die Shops, der Strand oder die Delfinstatur allerdings nicht, sodass wir relativ schnell zurück gingen. Stattdessen begaben wir uns auf die Suche nach einem Schnorchel und einer Maske, da wir unsere zu großen Vollgesichtsmasken aus Platzmangel in Deutschland lassen mussten. Wir wurden in einem kleinen Markt fündig, nahmen die günstigste mit und fuhren zurück zu unserer Unterkunft.

Levi schaut sich den Tempel an,

Dort trafen wir Kim und Gabi wieder, die den Tag auf der Immigration und mit Essen verbracht hatten und erzählten ihnen von unserem Tag. Lieber weise boten die beiden uns für die nächsten Tage an, dass wir einen ihrer Rollern nutzen dürfen. Denn sie hatten sich für den gesamten Aufenthalt auf Bali zwei Roller gemietet und fuhren damit um die Insel. Da sie vor Ort aber nur einen Roller brauchten, bekamen wir den anderen. Wir waren unendlich dankbar und nahmen ihr Angebot gerne an. So mussten wir uns für den Moment nicht mit weiteren Vermietungen herumärgern. Nils ging nochmal durch die Gegend und organisierte zwei Helme für uns, denn ohne wollten wir nicht fahren. Für Levi haben wir sowieso von Anfang an einen Fahrradhelm aus Deutschland mitgenommen, das war also kein Problem.

Am Abend sind wir dann gemeinsam zu einer Art Kirmes gefahren, die wir am Vortag beim Vorbeifahren entdeckt hatten. Es gab viele Essensstände, Karussells und eine Bühne mit Musik und Unterhaltungsprogramm. Die Stimmung war ausgelassen, Levi aß Zuckerwatte und probierte sich durch die verschiedenen Angebote. Besonders hat ihm ein Spiel gefallen, bei dem er Flummis durch Nägel durchrollen lassen musste. Wenn dieser dabei in keines der vorhandenen Löcher fiel und unten ankam, hat er die Süßigkeit beziehungsweise das Getränk erhalten, vor dem der Ball zum Stillstand kam.

Als Levi müde wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Was für ein schöner Abschluss vom Tag.

#11 In bester Gesellschaft

19. August 2019

Da unsere Zeit in Melaya langsam zu Ende ging, mussten wir anfangen uns von dem Ort zu lösen und unsere Sachen zu packen. Und das war gar nicht mal so leicht, denn wir hatten uns echt in diesen Ort verliebt. Bei dem ganzen Zeug, welches wir dabei hatten, mussten wir erst einmal eine Struktur finden, um schnell und sinnvoll zu packen. Am Anfang war dies gar nicht so leicht und wir benötigten einiges an Zeit.

Unsere Packliste findet ihr übrigens hier:

Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool und mit unseren Freunden, die wir wirklich sehr ins Herz geschlossen hatten. Im Laufe des Tages kam unser Vermieter Gede nochmal vorbei und Levi wollte erneut mit zu ihm nach Hause, um mit seinen neuen Freunden Komang und Kadek zu spielen. Gede nahm ihn mit zu sich und wir konnten eine Zeit lang inne halten und die gewonnene Ruhe genießen. Nach circa einer Stunde kam Levi zurück und wir spielten noch eine Weile.
Am Abend kamen wir mit einem Pärchen, welches seit dem Vortag einen der Bungalows auf dem Gelände bewohnte, ins Gespräch. Die beiden sympathischen Reisenden heißen Kim und Gabi und kommen auch aus Deutschland. Am Abend, nachdem wir Levi ins Bett gelegt hatten, setzten wir uns zusammen. Eigentlich wollten wir ein Kartenspiel spielen. Daraus wurde allerdings nichts, da wir es vorzogen, Arak zu trinken. Diesen hatte Gede uns einen Tag zuvor geschenkt. Arak ist ein Alkohol, welchen die Balinesen aus Kokosnüssen oder Reis selber brauen. Dazu gab es ein, zwei Biere und wir quatschten bis tief in die Nacht hinein. Es war definitiv ein lustiger Abend, den wir in bester Gesellschaft verbrachten.

Am nächsten Tag standen wir etwas verkatert auf und machten uns daran, die letzten Dinge einzupacken. Der Abschied kam schneller, als uns lieb war und er war alles andere als leicht. Zu schön war die Zeit in Melaya und zu gerne wären wir länger an diesem wundervollen Ort geblieben. Aber unser Entdeckergeist drängte uns dazu, weiter zu ziehen und neue Gegenden zu erkunden.

Wir waren uns sicher, dass wir wiederkommen würden. Levi weinte zum Abschied herzzerreißend, besonders aus dem Grund, dass wir „unseren“ Hund Karamell zurücklassen mussten, der jeden einzelnen Tag mit uns verbrachte und sehr zutraulich geworden war. Levi hatte Sorge, dass es ihm nicht gut gehen würde und wir hätten ihn am liebsten mitgenommen. Aber das ging natürlich nicht.

Karamell

I Gede und Novi holten uns mit einem gemieteten Auto ab und wir fuhren zu unserem nächsten Ziel, welches im Norden von Bali, in der Nähe von Lovina lag. Wir waren circa drei Stunden unterwegs, verfuhren uns einmal und kamen dann am späten Nachmittag in unserer neuen Unterkunft, dem „Gede Homestay“ an. Uns erwartete ein sehr einfaches Zimmer, dass nicht im besten Zustand war. Wir checkten ein, luden unser Gepäck ab und machten uns auf die Suche nach Essen. Nach einem kurzen Spaziergang entschieden wir uns für das „Warung Rasta“, das direkt am Strand lag und uns einen tollen Blick auf den schönen Sonnenuntergang bot. Wir aßen lecker zu Abend und bezahlten dafür gefühlt ein Vermögen.

Als wir dann abends im Bett lagen, konnten wir unser Pech kaum fassen. Der ganze Raum roch nach einer Mischung aus Schimmel und Mottenkugeln. Und ich denke jeder, der schon mal in Asien war, kennt den Geruch dieser Kugeln. Er ist einfach widerlich und setzt sich innerhalb von kürzester Zeit in all deinen Sachen fest.

Die berühmt berüchtigten Mottenkugeln

Zu diesem Zeitpunkt bekamen die Worte „Atemlos durch die Nacht“ eine ganz neue Bedeutung. Vor lauter schlechter Luft bekamen wir kein Auge zu. Nils hatte zwischenzeitlich sogar das Gefühl, dass er den Geschmack des Mottenkugel – Schimmel – Gemisches auf der Zunge liegen hat. Wir verteilten Lavendelöl im Raum, lüfteten durch und zündeten sogar Räucherstäbchen an, aber nichts half. Selbst Levi, der sonst wirklich unempfindlich ist, konnte nicht schlafen. So setzten wir uns nach draußen auf die Terrasse und warteten ab.

Als wir am nächsten Tag mit dem Manager sprachen, sorgte er glücklicherweise dafür, dass wir den Raum wechseln durften und so bekamen wir in den folgenden Nächten genug Schlaf. Was man auf Reisen nicht alles erlebt..

21. August 2019

In den nächsten Tagen lagen wir in den Sitzsäcken am Strand, die zum Homestay gehörten, spielten Mau – Mau, was Levi mittlerweile sehr gut beherrschte und machten Strandspaziergänge. Außerdem mieteten wir uns einen Roller und fuhren damit nach Singaraya. Wir schauen uns das Städtchen an, schlenderten über einen Markt, kauften Obst und bestellten einen Kuchen vor, denn in ein paar Tagen war Levis Geburtstag. Und was wäre ein Geburtstag ohne eine Geburtstagstorte?

Insgesamt fühlten wir uns in der Stadt total wohl und hatten das Gefühl, dass dies einer der wenigen Orte auf Bali ist, der vom Tourismus noch nicht total überrannt war. Denn andere Touristen sahen wir gar nicht. Ganz im Gegensatz zu dem benachbarten Lovina, wo sich Unterkunft an Unterkunft, Restaurant an Restaurant und Souvenirshop an Souvenirshop reiht.

Abends fuhren wir in ein veganes Restaurant mit dem Namen „Ajianom“, welches uns von unseren Bekannten Kim und Gabi empfohlen wurde. Dort gibt es unglaublich leckeres Essen, einmalige Säfte und uns wurde eine tolle Location geboten. Alles wurde sehr liebevoll und individuell eingerichtet und der Besitzer war unglaublich sympathisch. Wir lernten sogar ein anderes deutsches Pärchen kennen und unterhielten uns nett. Zufrieden beendeten wir den Abend und fuhren zu unserer Unterkunft zurück.

#10 Tour nach Java

15. August 2019

Am Morgen standen wir auf, machten uns fertig, aßen eine Kleinigkeit, packten unsere Sachen und warteten auf I Gede und Novi. Als die beiden da waren machten wir uns erneut auf den Weg nach Gilimanuk. Von dort aus wollten wir mit der Fähre rüber nach Java. Wir waren uns nur nicht sicher, ob wir ohne Probleme mit unseren Rollern übersetzen durften. Wir fuhren zum Hafen, kauften uns Tickets und warteten vor der Fähre. Die polizeiliche Kontrolle verlief ohne Probleme und die Fahrt konnte losgehen. Wir parkten unsere Roller unten an Deck und gingen dann nach oben, um die Aussicht zu genießen. Wir fanden einen Platz direkt vorne. Nach etwa einer dreiviertel Stunde kamen wir auf Java an, gingen zu unseren Rollern und machten uns auf den Weg. Wir fuhren los, runter Richtung Süden.

Auf der Fähre nach Java

Was uns sofort auffiel, war die Tatsache, dass auf Java überwiegend Muslime leben, anders als auf Bali, wo überwiegend Hindus wohnen. Somit liefen viele Frauen mit Kopftuch umher und die Häuser waren nicht mit den kleinen privaten Haustempeln gesäumt, die wir auf Bali so sehr mögen.

Anfangs fuhren wir viel durch Städte hindurch, was zugegebenermaßen nicht besonders hübsch anzusehen war. Dachten wir doch anfangs, dass im Osten Javas bestimmt nicht viel los ist und wir die schönste Natur geboten bekommen würden. Nach etwa 1 ½ Stunden machten wir eine Pause, unsere Hintern taten weh, unsere Münder waren von der Hitze und dem Staub ausgetrocknet und Hunger hatten wir auch. Wir hielten an einem der Straßenstände, da I Gede gerne Bakso essen wollte. Das sind kleine Fleischbällchen, die es in diversen Variationen zu essen gibt. Jeder bestellte sich ein Schüsselchen, Levi und ich entschieden uns für eine einfache Nudelsuppe.

Nach der Stärkung ging es weiter. Wir hatten uns überlegt, dass wir zu Mangrovenwäldern im Süden Javas fahren wollen und es lag noch eine ganz schön weite Strecke vor uns. Die Entfernungen dort hatten wir definitiv unterschätzt.

Das Schöne war, dass es allmählich ländlicher wurde. Dadurch machte es viel mehr Spaß, denn wir konnten uns die schöne Umgebung anschauen. Auch der Verkehr ließ allmählich nach. Levi schlief zwischendurch auf dem Roller ein, was uns dazu brachte ihn mit einem Sarong festzubinden, damit er nicht einfach vorne herunter plumpste. Kurz vor unserem Ziel bogen wir dann in einen Wald ein. Erschrocken sahen wir rechts und links brennende Bäume. Alles war verqualmt. Wir hielten an, überlegten ob es wirklich sinnvoll ist da nun durch zu fahren und ob wir später dann auch wieder zurück kommen würden. Unsere Freunde schienen wenig beeindruckt, weshalb wir unseren Weg fortsetzten. Die Blätter am Waldboden qualmten langsam vor sich hin und das Feuer breitete sich kaum aus, anders als wir es von Flächenbränden in Deutschland kennen. Es wäre auch echt zu ärgerlich gewesen, so kurz vor dem Ziel umzudrehen.

Nach einer kurzen Fahrt über eine Huckelpiste kamen wir an und stellten unsere Roller ab. Auf der Suche nach einer Toilette trat Nils unglücklicherweise in einen Nagel und wir verarzteten den Fuß notgedrungen mit antiseptischer Wundcreme, einem Tuch und einem Zopfgummi.

Danach gingen wir über einen schmalen Steg, bei dem man wirklich gut schauen musste, wo man hintrat. Denn dieser war an vielen Stellen morsch und um nicht einzubrechen musste man seine Schritte gut überlegen. Entlang des Steges waren Mangroven, Fischerboote und kleine glibschige Tiere, die im Schlamm saßen und dessen Namen wir bis jetzt nicht wissen. Sie sahen aus wie Minidrachen, konnten eine Art Flügel aufstellen und waren blitzschnell. Sie griffen sich gegenseitig an, schwammen in Pfützen oder verbuddelten sich. Wir schauten ihnen eine Weile zu und gingen dann weiter. Fall sie irgendjemand kennt, so teilt euer Wissen gerne mit uns!!

Das. sind sie..

Am Ende des Steges lagen weitere Boote und es wurde ein schöner Ausblick auf ein sehr großes Gewässer geboten. Dieses war von Mangroven gesäumt, soweit das Auge reichte. Wir hätten die Möglichkeit gehabt eine Bootsfahrt zu machen, entschieden uns aber dagegen, weil uns die Zeit ein bisschen im Nacken saß. Also gingen wir zurück, aßen eine Kleinigkeit und machten uns dann auf den Rückweg. Als wir abermals den Wald passierten, hatte das Feuer sich glücklicherweise etwas gelegt. Der Rest der Strecke zog sich dahin und wir wären gerne noch länger geblieben. Für die schönen Strände in der Nähe fehlte uns leider die Zeit, da wir am Abend wieder zurück sein mussten. Um auf die Fähre zurück nach Bali zu kommen, war etwas mehr Papierkram nötig, aber auch diese Polizeikontrolle verlief wieder ohne Zwischenfälle. Wir wurden einfach von dem lächelnden Beamten durchgewunken, mussten dann noch ein wenig am Hafen warten und konnten einige Zeit später unsere Rückfahrt antreten.

17. August 2019

Nach dem gestrigen Ausflug ruhten wir uns aus. Dann bekam ich plötzlich solche Magenprobleme, dass es mir gar nicht mehr gut ging. Als unser Vermieter davon erfuhr beauftragte er seine Frau damit, mir einen Saft aus unreifen Guaven zuzubereiten. Am Abend übergab sie ihn mir und beim bloßen Anblick wurde mir noch viel viel schlechter. In der dickflüssigen grünen Pampe schwammen lauter Stückchen herum, der Geruch war kaum auszuhalten und das sollte ich nun trotz, oder gerade wegen meines Zustandes, vor dem schlafen gehen herunter bekommen? Aber nütze ja nichts, ich hielt meine Nase zu und trank immerhin das halbe Glas leer, die andere Hälfte überließ ich Nils.

Es schien aber wirklich etwas geholfen zu haben, denn im Laufe des nächsten Tages ging es mir schon viel besser. Zusätzlich aß ich einiges an Papaya und trank grüne Kokosnuss und dann hatten sich meine Beschwerden in Luft aufgelöst.

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