#21 Von leckerem Essen, Höhlentempeln und Elefanten

20. September 2019

Nun startete endlich unsere Rundreise durch Sri Lanka. Mittags checkten wir aus der „Ryan Residence“ aus und stiegen in den ersten Bus, der von einem Busstand in Negombo nach Kurunegala fuhr. Dort mussten wir in einen anderen Bus nach Dambulla umsteigen. Denn dort lag unser erstes Ziel. Insgesamt zahlten wir zusammen 3,50 Euro und fuhren ungefähr 3 ½ Stunden lang durch die Gegend. Die gewöhnlichen Busse im öffentlichen Verkehr sind nicht besonders komfortabel. Auf der einen Seite befindet sich meist eine kleinere Sitzbank und auf der anderen eine Größere. Die Polsterung ist dürftig und die Busse sind quasi immer voll. Eine Klimaanlage gibt es nicht. Die ist aber auch gar nicht nötig, denn durch die offenen Fenster kommt genug frische Luft rein, manchmal auch Regen. Die Busse heizen ziemlich rasant durch die Gegend und brettern auch durch die Berge ohne einen Tritt auf die Bremse. Alle anderen Verkehrsteilnehmer nehmen gezwungenermaßen Rücksicht und so hat der Bus eine freie Bahn. Ganz nach dem Motto, der Stärkere gewinnt. Besonders positiv ist aber, dass die Busse zwar nicht pünktlich, dafür aber regelmäßig abfahren. Wir konnten einfach zu einem der Busstände gehen und fuhren etwa 30 Minuten später mit dem richtigen Bus los.

Unser erster Bus ist noch sehr komfortabel!

Am Busstand von Dambulla wurden wir von dem Besitzer unseres Homestays mit einem Tuktuk abgeholt. Damit ging es, vollgestopft mit uns und unserem Gepäck, zur Unterkunft. Als wir unser Zimmer sahen, waren wir wenig begeistert. Die Toilette war notdürftig zusammengeschustert, das Bett winzig klein und das Zimmer dunkel. Einen Außenbereich gab es nur auf der anderen Seite des Gebäudes und überall waren Käfer und Kakerlaken. Außerdem gab es kein Lokal oder Supermarkt weit und breit. Wir überlegten eine Weile hin und her und stellten fest, dass die Unterkunft so gar nicht unseren Vorstellungen entsprach. Wir suchten ein anderes Hotel heraus und zogen um. Leid tat es uns für den Besitzer des vorherigen Homestays, denn dieser war wirklich ein richtig netter Kerl!

Angekommen im „Grand Kalundawa Waterfront Resort“ staunten wir nicht schlecht. Es war zwar schon dunkel, aber alles war gemütlich beleuchtet und wir konnten erahnen, dass es ein weitläugigeres Gelände geben musste. Unser Zimmer war groß, das Bett bequem, nur das Badezimmer war schimmelig. Aber wir hatten einen Balkon mit tollen Sesseln und eine Klimaanlage. Besser konnte es uns in dem Moment nicht gehen.

21. September 2019

Am nächsten Morgen wurden wir mit einem herausragenden Frühstück begrüßt. Es gab Toast, Aufstriche, Bratkartoffeln, Würstchen, Eier, Tee, Wasser, frisch gepresste Fruchtsäfte und und und. Nach dem leckeren Start in den Tag gingen wir nach draußen und schauten uns das Gelände an. Das Hotel liegt direkt an einem ruhigen Fluss. Es gab außerdem einen Pool und ein Baumhaus und genügend Platz für Levi, um zu toben und zu rennen.

Aussicht vom Balkon auf den Fluss

Wir entschieden uns dazu in den Pool zu gehen und verbrachten dort eine gemütliche Zeit. Auf einmal entdeckten wir Affen, die durch die umliegenden Bäume sprangen. Manche Affen kletterten auf Palmen und pflückten sich eine Kokosnuss. Dann schlugen sie sie auf, tranken daraus und warfen sie nach unten, sobald sie leer war. Da musste man echt doppelt schauen, wo man gerade steht…!

Zwei Affen kamen direkt zu uns, während wir im Pool waren. Sie setzten sich an den Beckenrand um zu trinken. Scheu waren sie auf jeden Fall nicht, denn sie kamen uns ganz schön nahe. Da wurde es uns ein bisschen mulmig. Aber die Tiere waren ganz artig :-D.

Am Mittag gaben wir unsere Wäsche zum Säubern ab, der Strom fiel aus und wir ließen uns von einem Tuktuk – Fahrer zu einem einheimischen „Hotel“ fahren. So nennt man die lokalen Restaurants in Sri Lanka, in denen man gut und günstig essen gehen kann. Um uns herum saßen lauter Einheimische und der Chef tischte uns eine Spezialität nach der anderen auf. Besonders begeisterten uns Rotie zusammen mit Dhalcurry. Aber auch die zahlreichen anderen Currys und Beilagen waren köstlich. Levi aß lieber Reis mit Gemüse und süßen Saucen, Pommes oder Obst. Wir bezahlten 2,65 Euro für eine wirklich mächtige Portion Essen und fuhren weiter zum „Cave Temple“. Dies ist ein Tempel, in dem sich mehrere Höhlen mit den verschiedensten Darstellungen von Buddha befinden. Nachdem wir die Treppen bezwungen hatten, konnten wir einen schönen Blick über die umliegende Landschaft erhaschen.

Auch nach dem offiziellen Eingang waren wir fasziniert und durchquerten eine Höhle nach der anderen. Die Besichtigung war aber schnell vorbei und der Eintrittspreis von 7,00 Euro pro Person (Kinder frei) nicht wirklich gerechtfertigt. Aber was soll’s. Übrigens muss man bitte immer darauf achten, dass man sich vernünftig kleidet, wenn man eine heilige Stätte betreten möchte. Dazu gehört es zu Beispiel, dass Knie und Schultern bedeckt sein müssen. Freizügige Klamotten sind sowieso tabu. Meistens sollen auch Mützen vom Kopf genommen und die Schuhe ausgezogen werden. Dazu findet sich aber für gewöhnlich ein Aushang am Eingang, bei dem man sich gegebenenfalls informieren kann.
Auch für den Umgang und das Fotografieren von Ausgestelltem gibt es einige Regeln. So sollte man bestensfalls nichts berühren, nicht mit dem Rücken zum Buddha stehen und diesen auch niemals nur halb aufs Foto quetschen.

Vom Tempel herunter gingen wir einen anderen Weg und kamen bei dem „Golden Temple“ heraus. Dort sammelte uns unser Fahrer wieder auf, wir fuhren noch einkaufen und anschließend zurück in unser Hotel. Abends aßen wir gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse und sahen das erste Mal in unserem Leben Glühwürmchen. Fasziniert beobachteten wir die blinkenden Tierchen eine Weile und gingen dann Schlafen.

22. September 2019

Auch diesen Morgen gab es wieder ein tolles Frühstück. Dieses variiert täglich zwischen einem Mix aus singhalesischem und westlichem Frühstück. Einfach genial! Danach wurden wir von einem Jeep abgeholt und machten uns auf den Weg zur verlassenen Stadt „Polonnaruwa“. Dort kann man verschiedene Ruinen von der alten Hauptstadt des Landes sehen. Als wir ankamen erschraken wir ein bisschen beim Eintrittspreis. Pro Person wurden 25$ verlangt. Sri Lanka ist zwar günstig, aber bei Eintrittspreisen kann man arm werden. Etwas ratlos standen wir vorm Eingang des Ticketschalters, weil wir nicht bereit waren so viel Geld zu zahlen. Wie es der Zufall wollte fanden wir wenig später einen jungen Mann, der uns als Guide für viel weniger Geld die Orte zeigte, an denen kein Ticket verlangt wurde. Wir sahen Denkmäler, eine alte Bibliothek, zerstörte Tempel, Badeanstalten und andere Orte.

Am Ende der Tour ging es zu einer Art „Verkaufstour“. Unser Guide wollte uns gerne die Holzschnitzerei „von einem Freund“ zeigen und wir willigten ein. Wir lernten eine Menge über das heimische Holz, bekamen Limonade und Tee umsonst und obwohl wir nichts kauften, wurden wir am Ende trotzdem sehr freundlich behandelt. Levi bekam sogar noch einen Schlüsselanhänger geschenkt, an dem ein bunter hölzerner Elefant baumelte. Doof nur, dass wir die Planen des Jeeps beim Verlassen des Wagens nicht geschlossen hatten, denn als wir wieder herauskamen sahen wir gerade noch eine Bande Affen, die aus dem Jeep rannte und unseren gesamten Proviant mit sich trug.

Deshalb fuhren wir Mittags mit dem Jeep etwas essen und dann ging es weiter in den „Kaudulla Nationalpark“. Denn wir wollten gerne Elefanten sehen. Beim Eingang war es schön ruhig. Wir fuhren vorbei an einem See, sahen verschiedene Echsen und Affen. Wir machten die Dachplane auf, um uns hinstellen und die Fahrt so richtig genießen zu können.

Das Wetter wurde schlechter und je weiter wir in den Nationalpark kamen desto nebeliger wurde es. Und dann sahen wir die ersten Elefanten!! Als wir auf einer freien grünen Fläche ankamen, machten wir den Motor aus. Genauso die zig anderen Jeeps um uns herum, die plötzlich einfach da waren. Der Wind zischte durch die Ebene, der Nebel wurde immer dichter und wir standen nur einige Meter entfernt von einer Elefantenherde, zu der zwei kleine Elefanten gehörten. Ich bekam eine Gänsehaut.

Irgendwann löste sich der magische Moment auf, denn die Herde setze sich in Bewegung und die Jeeps starteten ihre Motoren, um den Elefanten Platz zu machen. Wir fuhren weiter und sahen immer mehr Elefanten. Doch je später es wurde, desto schlechter wurde auch das Wetter. Irgendwann zog ein Gewitter auf und es fing an zu regnen, sodass wir auch unser Dach wieder schließen mussten. Da es damit nach einer ganzen Weile immer noch nicht aufgehört hatte emachten wir uns auf den Rückweg. Dabei sahen wir noch Adler, einen Pfau und Rehe und dann waren wir auch schon wieder aus dem Nationalpark draußen.

Am Abend gingen wir im „Mango – Mango“ essen, einem Restaurant mit einer tollen Auswahl an indischem Essen, zu sehr günstigen Preisen. Und die Kuchenauswahl war unglaublich. Levi hat sich dort das erste Mal getraut, etwas selber auf englisch zu bestellen. Trotz anfänglicher Scheu, war ein Cupcake Motivation genug und er gab nicht auf, bis er den mit der richtigen Farbe in den Händen hielt!

Am nächsten Tag haben uns früh morgens die Affen geweckt, die auf dem Dach tobten. Wir haben uns an dem Tag einfach wieder ausgeruht, gelesen, gespielt und haben Steine in dem Fluss vor dem Hotel flitschen lassen. Außerdem haben wir gepackt und unsere Weiterreise für den nächsten Tag geplant. Eine neue Umgebung musste her.

#20 Wir reisen in ein neues Land

17. September 2019

Nachdem wir die letzten Sachen gepackt hatten, holte uns ein Grab-Fahrer (Grab = Taxi-App) ab und fuhr uns erneut zum Shopping Center. Unser Gepäck stellten wir in der „Mai Mai Tourist Information“ ab. Dafür bezahlten wir ca. 4,00 Euro. Wir mussten noch einige Sachen einkaufen und waren hier am richtigen Ort mit all den Dingen, die wir brauchten. Am Vortag riss eine von Levis Sandalen. Trotz Sekundenkleber war diese nicht zu retten und damit konnte er natürlich nicht mehr rumlaufen. Daher ging es als erstes in einen Schuhladen. Nach der Anprobe verschiedener Modelle, kauften wir ihm ein neues Paar Sandalen, die für eine Zeit mit ihm „mitwachsen“ konnten. Für mich gab es einen neuen Badeanzug, denn mein alter löste sich am Rücken schon total auf. Snacks für den Flug durften auch nicht fehlen. Nachdem alles Nötige besorgt war, aßen wir noch etwas. Anschließend nahmen wir ein „Bluebird“ Taxi und fuhren zum Flughafen. Beim Sicherheitscheck wurde unser Reisebesteck abgenommen, welches wir mitgenommen hatten, um auf Plastikbesteck verzichten zu können. Der Plan scheiterte. Der Mitarbeiter vom Flughafen wurde für das Entwenden von Levi mit bösen Blicken bestraft.

Unsere Flüge verliefen reibungslos und wir waren vom Service bei „Malindo Air“ begeistert. Das unerwartete Essen war super, die Sitze sehr bequem und es gab sogar ein Unterhaltungsprogramm.

Und dann war es soweit. Wir landeten in unserem zweiten Land auf unserer Reise; Sri Lanka. Ursprünglich lautete unser Plan, im Flughafen in Colombo für 40$ pro Person ein „Visa on Arrival“ zu kaufen. Doch kurz vor unserer Anreise wurden die Visabestimmungen geändert. So hatten wir die Erlaubnis für 30 Tage kostenlos in dem Landzu bleiben. Das passte uns natürlich sehr gut und unser Budget freute sich.

Nachdem wir unser Gepäck vom Band genommen hatten, holten wir Sri Lanka Rupien ab und besorgten uns eine Sim-Karte. Währenddessen schlief Levi auf dem Gepäckwagen ein und wir entschieden uns dafür, mit einem Taxi zu unserer Unterkunft, der „Ryan Residence“, zu fahren.

Und obwohl wir mitten in der Nacht ankamen, erwarteten uns zwei freudestrahlende Männer, die uns das Zimmer zeigten. Nachdem wir Levi in das Bett gelegt hatten, boten Sie uns sogar eine Kanne Schwarztee an. Das war eine sehr angenehme Begrüßung und wir nahmen das Angebot dankend an.

18. September 2019

Am Morgen standen wir auf und gingen auf die Dachterrasse, um zu frühstücken. Uns erwartete ein tolles westliches Frühstück, mit allem, was man sich nur wünschen kann. Wir konnten Essen bis wir satt waren. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, machten wir einen Spaziergang durch den Ort „Negombo“, der nicht besonders einladend war. Wir gingen zum Strand und setzten uns in den Sand. Es dauerte nicht lange, da kamen die ersten Menschen auf uns zu und fragten, wie wir heißen. Wir machten einige Fotos und setzten uns danach wieder hin, um den tosenden Wellen zuzuschauen. Den Abend ließen wir in einem Touri – Restaurant ausklingen. Es war leider recht teuer und auch nicht wirklich gut, aber es gab einen kleinen Spielplatz und das war natürlich gut für Levi. Die ersten Tage in einem neuen Land beziehungsweise in einem neuen Ort sind meistens übrigens gar nicht so leicht. Man muss sich zurechtfinden, die Sitten kennenlernen, sich anpassen, sich mit der Währung anfreunden und neue Strukturen finden. Deswegen lassen wir es die ersten Tage meistens auch sehr ruhig angehen, um in Ruhe ankommen zu können.

19. September 2019

Am nächsten Morgen standen wir auf und es regnete. Es regnete und regnete und wollte nicht mehr aufhören. Wir sahen viele Echsen herum flitzen und überall waren Raben, soweit das Auge reicht. Irgendwie eine unheimliche Stimmung. Aber Levi freute sich über den Regen, rannte in den Schauer, tanzte, planschte und war sehr vergnügt. In den letzten Monaten auf Bali hatten wir nicht einmal Regen. Unsere Gastgeber gaben uns für das Mittagessen einen Tipp, dem wir jetzt nachkommen wollten. Wir bestellten uns ein Tuktuk und fuhren zu einem kleinen Restaurant, welches von Einheimischen geführt wurde und lokale Speisen bot. Aufgebaut war ein Buffet. Wir entschieden uns für die vegetarischen Varianten und bezahlten inklusive Wasser umgerechnet nur einen Euro pro Person (Levi musste nicht einmal etwas zahlen). Wir waren baff, denn das Essen war wirklich, wirklich lecker. Abends aßen wir etwas von einem kleinen Straßenstand und bezahlten wieder sehr wenig, für zwei sehr große Portionen. Levi bekam auch noch eine Kugel Erdbeereis.

#19 Bali Reisetipps

„Wir waren bereits 2018 auf Bali. Damals machten wir den Fehler, dass wir uns eine Unterkunft für den gesamten Zeitraum unseres Aufenthaltes im Süden der Insel gebucht hatten. Nach unserer Ankunft wurde uns schnell klar, dass wir uns nicht wohlfühlen würden. Das Hotel war erste Klasse, keine Frage. Die Umgebung war es aber nicht. Deshalb machten wir das beste aus der Situation und starteten jeden Tag zu einem Ausflug. Und wenn wir nicht in genau diesem Hotel untergekommen wären, dann hätten denI Gede wohl nie kennengelernt. Zu der Zeit arbeitete er dort nämlich als Fahrer und Guide. Von den Ausflügen, die wir hinter und haben, möchten wir gerne über den ein oder anderen ein paar Zeilen berichten.“

Ubud

Monkey Forest

Der Monkey Forest ist eine grüne Anlage, in der sich ziemlich viele Affen frei bewegen können. Das Gelände ist teilweise von einem Zaun umgeben. Die Affen können sich dadurch aussuchen, ob sie sich innerhalb oder auch außerhalb der Anlage aufhalten möchten.
An sich hat es uns ganz gut gefallen, aber es waren schon wirklich viele Urlauber dort, was den Scharm nahm. Auch vor den Affen muss man sich ein bisschen in Acht nehmen. Nicht selten verschwinden Dinge wie zum Beispiel Sonnenbrillen, Mützen, Kameras oder Snacks. Beim Versuch die Sachen festzuhalten, bzw. zurück zu ziehen, wurden Besucher wohl auch schon gebissen. Vor allem auf Snacks sollte man hier verzichten und Schmuck im Rucksack verstauen. Uns ist zum Glück nichts passiert, aber eine Situation war uns trotzdem ein wenig unheimlich. Levi lief vor uns über einen schmalen Weg und plötzlich sprang ein winzig kleines Babyäffchen auf Levi und kletterte an seinem Bein hoch. Levi erschrak sich total, fing an zu weinen und sogar zu schreien. Der kleine Affe sprang wieder von Levi herunter. Soweit, so gut. Wir machten uns nur Sorgen, weil plötzlich von allen Seiten große Affen kamen und wir ja nun nicht wussten, was diese vorhaben.

Lief aber alles sehr entspannt ab, Levi konnte sich recht schnell beruhigen und die Affen blieben alle brav dort, wo sie waren. Allerdings blieb bei Levi die Angst, dass ein weiterer Affe ihm zu nahe kommen könnte. Deshalb machten wir uns bald auf den Rückweg.

Tegalalang Reisterassen

Zu dieser Sehenswürdigkeit können wir nicht viel sagen, denn als wir dort waren, fanden wir bereits abgeerntete Felder vor. Somit war die Landschaft nicht mit einem saftigen Grün geziert, sondern eher mit einem trockenen Braun. Wir haben viele schöne Bilder gesehen, aber ich würde mir glaube ich nicht mehr die Mühe machen, um sie mir auf einer anderen Balireise nochmal anzusehen. Bei einer Rundreise in Bali entdeckt man immer mal wieder schöne Reisterrassen, da der Reis bis zu drei mal im Jahr neu gepflanzt wird und gefühlt jeder Reisbauer einen anderen Zyklus hat.Ist also ein Feld gerade abgeerntet könnte woanders eine grüne Reisterrasse deinen Weg kreuzen. Wir haben übrigens gehört, dass die Jatiluwih Reisterassen definitiv das schönere und weniger besuchte Highlight sein soll. Das werden wir nächstes Mal wohl prüfen.

Einer der Vulkane Balis ❤

Schaukeln

Jaa, geschaukelt haben wir auch, ABER. Man muss dazu sagen, dass es nicht nur ein ganz schöner Kraftakt ist, sondern dass es außerdem total überfüllt ist und einem nicht wirklich etwas geboten wird, für den hohen Preis, den man bezahlt. Würden wir definitiv kein zweites Mal machen.

Campuhan Ridge Walk

Dieser Ort hat uns total verzaubert. Ein Bergzug, auf dem sich oben ein Weg befindet, den man entspannt entlanglaufen kann. Rechts und links ist ganz viel grün und hin und wieder steht da plötzlich eine Palme. Am Ende kommt man an ein paar Shops vorbei, welche Getränke und Gemälde verkaufen und das war’s auch schon. Aber die Atmosphäre entlang des Weges ist atemberaubend und als kleinen Bonus waren wir fast die einzigen an diesem Ort. Wir drängten uns nicht mit anderen Schaulustigen den Weg entlang, sondern konnten genießen. Ein absolutes „Must – Do“ auf Bali.

Andere Orte

Green Bowl Beach

Dieser Strand im Süden auf der Bukit Halbinsel hat uns während unseres Beachhoppings am besten gefallen. Wenn man auf dem kleinen Parkplatz ankommt muss man erstmal einige Treppen hinunter steigen. Währenddessen begegnen einem zerbrochene Stufen und freche Affen. Dafür hat man die ganze Zeit den Blick auf das Meer. Unten angekommen sieht man den grün bewachsenen Felsen, den man gerade noch runter gegangen ist. Im Gestein befinden sich einige Höhlen, die schattige Plätze bieten. Als wir da waren, war der Strand glücklicherweise nicht so überfüllt. Es war gerade Ebbe, was Schwimmen unmöglich machte Dafür wurde aber das Plateau sichtbar und wir haben uns auf die Suche nach Krebsen und Seesternen begeben.

Turtle Conservation and Education Center

Ein toller Ort, wie wir finden. Denn diese Organisation sorgt dafür, dass Schildkröten nicht aussterben. Sie kümmert sich um verletzte Tiere, sammelt Eier auf und bietet den Jungtieren Schutz, um nicht direkt von Menschen, Affen, Vögeln oder Hunden gefressen zu werden. Die Organisation klärt die Menschen bezüglich Artenschutz auf und setzt sich für das Wohl der Schildkröten ein. Wir bekamen eine kleine Führung von einer deutschen Freiwilligen. Sie zeigte uns verschiedene Becken und beantwortete Fragen. Wir hatten einen netten gemeinsamen Vormittag. Am Ende „suchten“ wir uns drei kleine Schildkröten aus, die bereit waren, um im Meer ausgesetzt zu werden. Die kleinen Tierchen kamen in einen Eimer und dann fuhren wir zu einem nahegelegenen Strand. Dort setzten wir die Schildkröten in den Sand und sahen ihnen dabei zu, wie sie sich den Weg in das Meer bahnten. Ein unglaublich süßer Anblick. Kostenpunkt lag meine ich bei 15 Euro pro Schildkröte, dazu erhielt man eine Urkunde und eine Kette mit einem Schildkrötenanhänger aus Holz. Der Eintritt in das Center war kostenfrei.

Gili Trawangan

Für einen Badeurlaub ist Bali nicht sehr geeignet, dafür bietet es sich aber an, mit dem Schnellboot auf die nahegelegenen Gili-Inseln zu fahren. Dort warten weiße Sandstrände, türkisfarbenes klares Wasser, viele bunte Fische und einige Schildkröten im Wasser. Wir entschieden uns für die „Partyinsel“ Gili Trawangan und lebten ein paar Tage in einem Bungalow in Strandnähe. Von den Partys bekamen wir allerdings überhaupt nichts mit, denn diese fanden auf der anderen Seite der kleinen Insel statt. Das lauteste, was wir erlebten, war die Moschee, die in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft lag und uns mehrfach aus dem Schlaf gerissen hat. Die Tage verbrachten wir am Strand und mit Schnorcheln. Außerdem liehen wir uns ein Fahrrad, um ein bisschen über die Insel zu fahren. Denn motorisierte Fahrzeuge sind auf der Insel nicht erlaubt. Dafür gibt es ganz viele Kutschen, die über die Insel fahren. In eine solche wären wir aber niemals eingestiegen. Die abgemagerten Pferde taten uns einfach nur leid, wie sie den ganzen Tag Touristen und deren schweres Gepäck durch die glühend heiße Hitze beförderten. Also lieber den Griff zu einem Fahrrad wagen oder ein bisschen zu Fuß durch die Gegend ziehen.

Wasserfälle

Außerdem warten auf Bali unzählige Wasserfälle auf euch, außer die, die wir in der Vergangenheit sowieso schon genannt und vorgestellt haben, können wir euch den „Kanto Lampo“ und den „Tukat Kepung“ and Herz legen. Zwei Wasserfälle, die jedenfalls 2018 noch nicht überrannt waren von anderen Touristen und dann denen man gut seine Zeit verbringen kann.

#18 Fazit Bali & umzu

Wenn wir an die Insel der Götter denken, fallen uns spontan Freiheit, Tempel und der Duft nach Räucherstäbchen ein. Von dem ersten Moment an hat die Insel uns in ihren Bann gezogen.

Wozu man sagen muss, dass nicht jeder Ort auf Bali dem Paradies gleicht. Der Süden und die Region um Ubud herum sind sehr voll, sehr touristisch. Und eben solche Orte versuchen wir zu vermeiden. Aber auch auf der noch so touristischen Insel gibt es Dörfer, in die sich nur selten ein Tourist verläuft.

Und genau das finden wir so spannend. Das echte Leben der Einheimischen kennenzulernen, Traditionen mitzuerleben und unbekannte Gegenden zu entdecken. Nicht die Orte, von denen man zig Fotos auf Instagram sehen kann und quasi das Gefühl bekommt, dort nicht mehr hinreisen zu müssen, weil man alles schon kennt.

Daher hat es uns am Besten im Westen gefallen, weil wir eben all unsere Interessen dort abdecken konnten. Man musste früh morgens auf den Markt gehen, um Obst und Gemüse kaufen zu können, Restaurants gab es keine und jeder hat uns freundlich begrüßt oder neugierig gemustert.

Im Norden hingegen waren wir von der schönen Natur schwer beeindruckt. Wir haben Wasserfälle erkundet, sind zwischen Reisfeldern hindurchgefahren und hatten auch direkt eine größere Auswahl an Restaurants, was manchmal gar nicht so schlecht ist, wenn man einfach kein Nasi Goreng mehr sehen kann. Denn das Essen im ursprünglichen Bali ist nicht besonders aufregend oder abwechslungsreich. Nach einigen Wochen kann es ganz schön eintönig werden. Dafür ist der Kaffee, Nils‘ Meinung nach, unschlagbar und gehört zu einen der Besten, die er je getrunken hat. In den touristischen Orten ist das mit der Essensthematik natürlich anders. Da steht ein hippes Café neben dem anderen. Aber das hat mit einheimischer Küche nur noch in seltenen Fällen was zu tun.

Bali ist weniger der perfekte Fleck auf der Erde, um einen Badeurlaub zu machen. Es ist eher ein Ort, um die Kultur zu entdecken und aktiv zu werden. Auch Meditations- und Yogabegeisterten wird viel geboten. Möchte man einen schönen paradiesischen Strand haben, muss man auf eine der Nachbarinseln übersetzen.

Auch die Insel Nusa Penida hat uns sehr gut gefallen. Hier gab es doch so viel zu sehen und zu erleben. Es ist unbeschreiblich schön mit dem Roller die Küste entlang zu fahren, wenn dich im Augenwinkel das türkis-blaue Meer begleitet und sich durch den Fahrtwind die tropische Wärme angenehm anfühlt.

Wir erlebten während unseres zweiten Aufenthaltes in Indonesien viele erste Male. So wurden wir zu einer Zeremonie eingeladen, sind mit Mantarochen geschwommen und haben Rollerfahren am Strand gelernt.

Negativ sind uns die ganzen Straßenhunde und der viele Müll aufgefallen. Außerdem diese fiesen Mottenkugeln, die (außer in unserer Unterkunft in Melaya) in jeder Unterkunft zum Einsatz kamen. Ob sie wirklich viel gegen Insekten anrichten bezweifeln wir. Was aber feststeht ist, dass der penetrante Geruch sich in allen Textilien festsetzt.

Zu den Kosten können wir sagen, dass Bali bisher eins unserer günstigsten Reiseländer darstellt. Wirklich schöne, moderne Unterkünfte findet man im Schnitt für 15 Euro, einen Roller kann man sich für 1-4 Euro am Tag leihen (je nach Länge) und uns satt essen konnten wir auf den abendlichen Märkten im Westen schon für etwa 1€ pro Person. Einzig das Vorankommen ohne Roller ist etwas kostspielig, da der öffentliche Verkehr auf Bali nicht gut ausgebaut ist und man sich für längere Strecken am besten einen privaten Fahrer nimmt. Dieser liegt bei 30-60€ pro Tag. Was ganz schön ins Geld gehen kann, wenn man ein paar Mal seinen Standort wechseln möchte.

Bali ist definitiv unsere Lieblingsinsel und wir wollen noch das ein oder andere Mal zu Besuch kommen. Auch, weil wir tolle Freunde gefunden haben und sich Melaya ein Stück weit wie „zu Hause“ anfühlt. Außerdem haben wir es während unserer Aufenthalte bis jetzt nicht „geschafft“ (Schande über unser Haupt) die bekannteren Tempel im Süden zu besuchen und das muss natürlich nachgeholt werden.

Und da Indonesien natürlich nicht nur aus Bali und den kleinen Nebeninseln besteht, wollen wir in Zukunft auch andere Inseln, wie z. B. Sumatra, Sulawesi und Flores erkunden. Wir möchten Orang – Utans sehen, surfen lernen, einen Vulkan besteigen und schöne Landschaften bestaunen.

#17 Abschied von Melaya

07. September 2019

Die nächste Woche verbrachten wir damit das Erlebte zu verarbeiten, neue Kraft zu tanken, den Märkten einen Besuch abzustatten, Postkarten zu schreiben und zu diesen anschießend auch zu verschicken. Außerdem planten wir ein bisschen unseren Aufenthalt im nächsten Land, verbrachten Zeit mit unseren Freunden und schwammen im Pool. Abends guckten Nils und ich unsere Serie weiter, während Levi sich in unserem Bett breit machte.

Karamell hätte auch gerne etwas Popcorn

Jeden Morgen spazierten wir am Strand. Immer begleitet von den beiden Hunden, die wir während unseres letzten Aufenthaltes so ins Herz geschlossen hatten. Sie waren tatsächlich beide noch da und die Freude darüber riesig.

15. September 2019

Erneut verabschiedeten wir uns vom geliebten Melaya, wir machten uns auf den Weg nach Kuta. Denn zwei Tage später sollte unser Flug von Denpasar über Kuala Lumpur (Malaysia) nach Colombo (Sri Lanka) gehen.
Wir mieteten uns eine kleine Villa mit zwei Schlafzimmern, zwei Badezimmern und einem Indoorpool für gerade mal 15 Euro die Nacht. Leider wurde kein Roller vom Vermieter organisiert, wie im Vorfeld besprochen. Deshalb blieben wir an dem Tag einfach in der näheren Umgebung und bestellten uns am Abend Essen per Lieferdienst „GoJek“. Wirklich nützlich, einige Apps.

Erstmal die Lage checken …

Nachdem wir Levi unter viel Protest ins Bett gebracht haben, machten wir es uns auf dem Sofa bequem. Nach einer Weile hörten wir vermehrt komische, kratzige Geräusche. Wir guckten immer wieder umher, konnten aber nichts entdecken und glaubten zunächst daran, dass eine Katze auf dem Dach für die Geräusche sorgte. Auf dem Weg zur Toilette stellten wir dann aber fest, dass es eine andere Ursache gab. KAKERLAKEN. Ich ekel mich richtig vor diesen Viechern und war nicht gerade erfreut. Nils stürzte sich in den Kampf mit den Bestien und beseitigte die erste Kakerlake. Im anderen Badezimmer trat er fast auf das nächste Tier. Nach einer längeren Verfolgungsjagt erwischte er aber auch das. Völlig angeekelt entschieden wir uns dafür unser Moskitonetz über das Bett zu spannen, um wenigstens in Ruhe schlafen zu können. Mühsam befestigten wir das Netz an viel zu hohen Decken, einem Türrahmen und einem Schrank und kuschelten uns zu Levi ins gesicherte Bett.

Gute Nacht tztztztz

16. September 2019

Am Montag bekamen wir dann einen Roller und fuhren Richtung Legian. Es war voll und der Verkehr stockte immer wieder. Viele der hupenden Fahrzeuge standen dicht gedrängt hintereinander, während andere Autos sich in die Schlange hereindrängten und die Motorräder auf die Gehwege auswichen. Chaos pur!! Wir wollten zum „Beachwalk Shopping Center“, um nachzusehen, ob es für den nächsten Tag eine Möglichkeit gibt, unser Gepäck in einer Aufbewahrungsstation unterzubringen. Denn wir mussten die Villa Mittags schon verlassen, unser Flug ging aber erst am späten Nachmittag und wir hatten keine Lust so viel Zeit im Flughafen zu verbringen.

Nachdem wir in dem Einkaufszentrum fertig waren aßen wir etwas und setzten uns an den Strand. Wir hielten die Füße ins Meer, spielten fangen und bauten Burgen. Wir beobachteten außerdem einige Surfer, die ihr Glück in den Wellen versuchten.

#16 Schnorcheln mit Mantarochen

04. September 2019

An diesem Tag hatten wir Großes vor.

Einen Tag zuvor reservierten wir uns Plätze auf einem der Ausflugsboote. Wie verabredet, standen wir morgens am Strand und warteten darauf, dass uns ein Mitarbeiter der Tour einsammelt. Nach einer Stunde befanden wir uns noch immer am Strand, auf der Suche nach dem Boot des Veranstalters, allerdings ohne Erfolg. Levis Laune verschlechterte sich zunehmend. Wir fanden einen jungen Mann, der über sein Handy versuchte unseren Veranstalter zu kontaktieren. Da auch dies nichts brachte, gingen wir den Strand runter und suchten uns einfach auf eigene Faust ein privates Boot mit Fahrer, ganz für uns alleine. Dieser Ausflug kostete uns stolze 55,00 Euro. Als die Fahrt los ging, sahen wir das überfüllte Boot unseres ursprünglichen Veranstalters am Stand anlegen und waren froh nicht Teil davon zu sein. Die Fahrt zum Schnorchelplatz war ziemlich turbulent. Wir mussten ziemlich hohe Wellen passieren und uns ganz schön festhalten. Das war definitiv die wildeste Bootsfahrt, die wir je gemacht haben. Mir wurde ganz schön schlecht. Das Boot knallte über das Wasser und nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir unseren ersten Spot.

Wir schauten ins Wasser. Dort schwammen Schildkröten und wir sahen die ersten Rochen. Schnell machten wir uns fertig und hüpften nacheinander in den Ozean. Das erste, was wir sahen waren unendlich viele kleine rote Quallen, nicht besonders schön und durchaus schmerzhaft. Sie waren wirklich überall, sodass man auch nicht drumherum schwimmen konnte, sondern mitten hindurch musste. Kurze Zeit später waren die schwaz weißen Mantarochen in Sicht. Majestätisch glitten sie durchs Wasser. Riesig waren sie und zwischendurch kamen sie ganz schön nahe an uns heran. Einer streifte sogar einmal kurz die Flosse von Nils. Es war faszinierend diese wundervollen Geschöpfe anzuschauen.

Nach einer Weile wurde es Levi zu unangenehm mit den vielen Quallen im Wasser, überall piekte es ihn. Nils und Levi schwammen Richtung Boot, da Levi dort auf uns warten wollte. Plötzlich herrschte große Aufruhr, die Motoren der Boote wurden angeschmissen. Hektisch fuhren sie weiter weg von den anliegenden Felsen. Levi stieg in diesem Moment gerade in das Boot. Nils allerdings hatte keine Zeit mehr die Leiter hochzuklettern und musste vom Boot wegschwimmen. Auch unser Boot fuhr schnell Richtung Meer, weg von den Felsen. Eine große Welle von einigen Metern rollte auf uns zu. Den Horizont in Richtung Meer konnte man für kurze Zeit nicht mehr sehen. Nils bekam ein bisschen Panik, schaffte es aber noch rechtzeitig von den Felsen wegzukommen. Wir waren erstaunt von dieser Welle und der Kraft, welche sie mit sich brachte. Eine weitere übergroße Welle kam zum Glück nicht mehr und wir konnten mit dem Beobachten der Unterwasserwelt fortfahren.

Nach etwa 20 Minuten war das Spektakel vorbei und die Mantarochen zogen weiter. Wir hatten so viel Glück und sahen direkt drei von ihnen. An manchen Tagen sind die Tiere sogar gar nicht zu sehen, wie wir von anderen Reisenden erfuhren.

Mit dem Boot fuhren weiter zur „Crystal Bay“. Da wir diese allerdings schon kannten und sie trotz erneuter Prüfung immer noch nicht beliebter bei uns war, fuhren wir zügig weiter zur „Gamat Bay“. Einem einsamen Strand, vor dem sich eine Bucht befindet. In dieser Bucht kann man im kristallklarem Wasser über bunte Korallen hinweg und vorbei an leuchtenden Fischen schnorcheln. Levi hatte wegen der Begegnung mit en Quallen keine Lust mehr auf Schnorcheln und blieb lieber Kekse essend im Boot. Nils und ich hüpften einfach alleine ins Wasser.
Genauso wie beim nächsten Stopp, der vor dem Strand lag, von dem aus wir gestartet sind. Unser Guide sprang zu uns ins Wasser, während der Kapitän mit Levi im Boot blieb und Richtung Hafen steuerte. Neben uns befand sich eine Steilwand. Die Strömung zog uns langsam fort, Richtung Strand. Unser Guide sagte uns, wir sollen uns einfach treiben lassen und nicht auf Seeigel unten am Boden treten. An der Steilwand wuchsen sämtliche Wasserpflanzen und um uns herum waren viele Fische. Leider waren auch wieder diese kleinen fiesen Quallen unterwegs. Einmal passierten wir einen riesigen Fischschwarm, bestehend aus lauter hellen Tieren. Je näher wir dem Ufer kamen, desto flacher wurde logischerweise auch das Wasser. Die Strömung ließ etwas nach und wir mussten tatsächlich darauf aufpassen, keinen der zahlreichen schwarzen Seeigel zu berühren, während wir zurück zum Boot schwammen.
Nach diesem wunderbaren Ausflug, der circa drei Stunden dauerte, fuhren wir mit dem Roller zurück zu unserem Bungalow und gingen duschen. Am Nachmittag sind Levi und Nils dann noch zu einem Friseur gefahren, um sich nach Ewigkeiten mal wieder die Haare schneiden zu lassen, welche mittlerweile schon extrem lang geworden waren. Bezahlt haben sie für den Besuch zusammen gerade mal 100.000 IDR (6,40 Euro).

06. September 2019

An diesem Tag verließen wir diese kleine schöne Insel. Uns hat unser Aufenthalt auf Nusa Penida sehr gut gefallen, doch wir hatten uns dazu entschieden, dass wir unsere restliche Zeit bis zum Auslaufen der Visa, in Melaya verbringen wollten. Am späten Morgen warteten wir am Hafen auf unser Schnellboot, denn die Fähre fuhr immer noch nicht. Als dieses ankam wollten wir gerade auf das Boot gehen, als uns Kim und Gabi in die Arme liefen. Sie verließen gerade zufälligerweise das Schnellboot, in das wir gerade einsteigen wollten. Wir quatschen kurz, tauschten Tipps aus und dann mussten wir uns auch schon wieder verabschieden, denn dass Boot wollte los. Dieses war leider so dermaßen überfüllt, dass wir keinen Sitzplatz bekamen. Freundlicherweise stand ein Mann auf und bot Levi seinen Sitzplatz an. Das war super, denn ansonsten wäre die Fahrt wahrscheinlich anstrengender geworden. Wir wollten gerade los, da fielen einige Motoren aus und aus dem Schnellboot wurde ein langsames Boot. Die Luft im Sitzraum war heiß und stickig und alle am Fenster Sitzenden machten diese wieder zu, weil ansonsten das Meereswasser herein spritze. Dadurch kam allerdings auch keine frische Luft herein und die Überfahrt fühlte sich einige Stunden länger an, als sie in Wirklichkeit dauerte.

Auf dem Festland angekommen holte uns der Fahrer ab, den wir am Vortag über Gede organisiert hatten. Die Fahrt nach Melaya zog sich etwas hin, aber am Abend kamen wir dann an. Uns umhüllte das Gefühl von Heimat. Es fühlte sich doch sehr vertraut an wieder da zu sein.

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