#45 Vietnam

19. Februar 2020

Nun sollte es schon in das 6. Land auf unserer Reise gehen.

Per Bus fuhren wir am Morgen in Phnom Penh los und einige Stunden später kamen wir bei der vietnamesischen Grenze an. Dort mussten alle Passagiere aus dem Bus aussteigen und zu Fuß durch die kambodschanische Grenze gehen. Dann wurden wir ausgestempelt. Bevor es wieder in den Bus ging, besorgte Nils noch schnell eine Sim Karte für Vietnam. Dafür bezahlte er 8 Euro. Wir fuhren ein kleines Stückchen weiter und mussten dann wieder alle den Bus verlassen. Diesmal mussten wir auch unser Gepäck mitnehmen. Bevor wir das neue Gebäude betraten, gaben wir unsere Pässe und unsere vorher beantragten und bewilligten E-Visa, bei einem Mann aus unserem Bus ab. Außerdem verlangte er zusätzlich 1$ pro Antrag. Damit zog er los, wir warteten im Gebäude und keine 20 Minuten später hielten wir unsere fertigen Reisepässe wieder in der Hand. Schnell checkten wir den bewilligten Zeitraum. Als wir sahen, dass alles richtig eingetragen wurde, mussten wir unser Gepäck nochmal durchleuchten lassen und durften dann offiziell Vietnam betreten. Wir schleppten unsere Rucksäcke zum Bus zurück, verluden sie erneut und setzten uns dann wieder auf unsere Plätze.

Als alle Mitreisenden fertig waren, fuhren wir weiter. Am Abend erreichten wir Ho – Chi – Minh – City (ehemals Saigon). Was uns sofort auffiel: Keine Tuktuks mehr weit und breit, dafür aber tausende Roller. Wir haben ja schon einiges an Verkehr gesehen, aber die Anzahl der Roller und Motorräder dort sprengte den Rahmen.

Mit einem, über Grab, gebuchten Auto fuhren wir zu unserer Unterkunft. Dort angekommen erfuhren wir, dass leider kein geeignetes Zimmer mehr frei sei. Deshalb saßen wir kurzerhand auf der Straße und mussten fix eine neue Bleibe suchen. Das war gar nicht so einfach, denn mit schlechter Laune und einsetzender Müdigkeit verließ uns auch die Geduld. Da wir nichts vergleichbar günstiges fanden, buchten wir uns ein etwas teureres Zimmer, welches sich in einer Appartementanlage befand. Die nächsten Tage ging es mir leider nicht so gut, dem Hunger wich die Übelkeit und so lag ich viel im Bett und telefonierte mit Freunden. So richtig wohl fühlten wir uns aber alle nicht in der Stadt. Sie war uns zu wuselig, zu voll. Wir erlebten eine Reizüberflutung nach der anderen, obwohl wir doch schon so vieles gesehen hatten. Oder vielleicht auch gerade deswegen?! Brauchten wir mal wieder eine Pause? Oder brauchten wir einfach nur einen anderes Ort?

In den folgenden Tagen pfeilten wir ein bisschen an unserer Vietnamroute und versuchten Kraft zu tanken.

22. Februar 2020

Zwei Tage später startete unserer Rundreise. Aus Zeitgründen flogen wir von HCMC nach Da Nang. Dort in der Umgebung wollten wir einiges sehen und erledigen. Aber irgendwie lief es immer noch nicht so richtig rund. Unser Flug hatte Verspätung und so warteten wir 1 ½ Stunden, bis wir ins Flugzeug durften. Doch die Freude hielt nicht lange, denn etwa eine halbe Stunde später mussten alle Passagiere wieder aussteigen. Begründung: Technischer Defekt, oder so. Also wurden wir wieder ins Flughafengebäude gekarrt und mussten erneut warten. Zwischendurch telefonierte ich noch mit Papa wegen unserer neuen Kreditkarte und dann ging es mehr als 3 Stunden später endlich los.

In Da Nang checkten wir im „Spring Motel“ ein. Das ist eine wirklich tolle Unterkunft! Nahe am Meer gelegen, Restaurants und Supermärkte in Laufweite, saubere kleine Zimmer, mit Balkon, heißer Dusche, Kühlschrank, Klimaanlage, Wasserkocher und Föhn. Also mehr noch, als wir brauchten. Und ein Zimmer kostete nur 5,50 Euro pro Nacht. Die Besitzer waren sehr freundlich und kinderlieb und sie schenkten Levi andauernd Früchte und Bonbons. Leider sprachen sie kaum Englisch, weshalb die Verständigung gar nicht so einfach war, aber das kannten wir ja bereits und so wurde notfalls auch einfach ein bisschen aneinander vorbeigeredet. Hauptsache alle waren glücklich.

23. Februar 2020

An diesem Mittag haben wir uns ausnahmsweise Mal etwas nicht ganz so typisch Vietnamesisches bestellt, eine Pizza. Und sie war unglaublich lecker. Abends machten wir uns auf den Weg zur Drachenbrücke, die jeden Samstag und Sonntag Abend um Punkt 9 Uhr für ein paar Minuten „zum Leben erwacht“. Um die Brücke herum sammelten sich viele Schaulustige, Touristen sowie Einheimische. Pünktlich fing der Drache an Feuer zu spucken. Dabei ging ein lautes Raunen und freudiges kindergequitsche durch die Menge. Der viel spaßigere Teil aber kam danach. Plötzlich spukte der Drache Wasser und dieses regnete auf die Menge nieder. Je nachdem, wie der Wind stand, bekamen wir ganz schön was ab. Einige Jugendliche rannten über die Straße und freuten sich am kühlen Wasser. Trotzdem kreuzten immer wieder schnell fahrende Fahrzeuge das Geschehen, es war also Vorsicht geboten und so blieben wir einfach auf unserer Stelle stehen, obwohl Levi unglaublich gerne mitgemacht hätte.

Anschließend gingen wir auf den „Son Tra Nightmarket“, aßen lecker, kauften Souvenirs und Levi konnte sich auf einer Hüpfburg austoben. Während wir warteten, wurden wir von dem Betreiber der Hüpfburg auf eine amerikanische Zigarette eingeladen. Das gehört hier zum guten Ton und „unsere“ vietnamesischen Zigaretten würden nichts taugen.

Am Schluss erwarb Levi noch eine Pikachu Mütze und spät abends, als der Nachtmarkt langsam schloss, machten wir uns auf den Rückweg.

24. Februar 2020

Am nächsten Tag wollten wir nach „Hoi An“ fahren und suchten dafür den Busplan im Internet heraus. Zur Haltestelle fanden wir schnell und dann hieß es warten. Zwischendurch überlegten wir, ob es nicht schneller und sinnvoller wäre zu trampen, aber in dem Moment kam auch schon der Bus. Für 4 Euro nahm der Fahrer uns mit und eine halbe Stunde später erreichten wir die Endhaltestelle. Von dort blieb uns nichts anderes übrig, als mit einem Taxi zum Zentrum zu fahren. Dort machten wir uns zu Fuß auf den Weg und es dauerte nicht lange, das standen wir bei der ersten Schneiderei, welche sich mitten in einer Markthalle befand. Überall hingen bunte Stoffe, es lagen Maßbänder herum und Frauen wuselten geschäftig hin und her. Uns wurde Wasser gereicht und dann fingen wir an uns über meine Vorstellungen zu unterhalten.

Ich brauchte nämlich dringend ein Kleid, welches ich auf der Hochzeit meiner Freundin im Sommer tragen wollte. Dafür hatte sie mir extra ein Stück fliederfarbenen Stoff mitgegeben. Leider aber gab es nicht genau die selbe Farbe. Auch in der gesamten Markthalle und gefühlt bei jeder Schneiderei der Stadt, war dieser Stoff nicht verfügbar. Und so gaben wir spät abends unsere Suche auf. Ich war total geknickt und musste mir jetzt wohl etwas Neues einfallen lassen, um an ein Kleid zu kommen, aber zum Glück war ja noch etwas Zeit.

25. + 26. Februar 2020

Am darauffolgenden Tag probierten wir nochmal in Da Nang selber eine Schneiderei zu finden, die einen passenden Stoff auf Lager hat, aber auch bei diesem Versuch scheiterten wir wieder.

Außerdem realisierten wir im Laufe der letzten Tage, dass wir unsere geplante und bereits gebuchte Weiterreise wohl nicht antreten können. Das Corona Virus verbreitete sich schneller als erwartet, die Panik der Menschen wuchs zunehmend und die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder änderten, beziehungsweise verschärften sich täglich. Deshalb fingen wir an umzuplanen und sahen Südkorea, Japan und die Philippinen als nächste Reiseländer in immer weitere Ferne rücken.

Am letzten Tag in Da Nang war das Wetter so schön, dass wir zum Strand gingen. Der pudrige, weiße, kilometerlange Sandstrand traf im Hintergrund auf die riesigen Hochhäuser der Stadt. Hin und wieder zierten Palmen Teile des Strandes. Schwimmen war quasi überall verboten, aber dafür war es uns auch viel zu kalt. In regelmäßigen Abschnitten befinden sich aber kleine abgesperrte Buchten, in denen man unter Beaufsichtigung von Lifeguards ins Wasser gehen darf.

Wir bauten Burgen, tankten Sonne, sahen Krebse, turnten herum und wurden bei dem Versuch, unsere Beine, außerhalb des abgesperrten Bereichs, ins Wasser zu halten, von einem Lifeguard aus den Fluten gejagt. Wir sahen Paraglider und beobachteten, wie ein Frachtschiff abgeschleppt werden musste. Abends gingen wir in einem kleinen lokalen Laden Nudelsuppe und Frühlingsrollen essen.

#44 Fazit Kambodscha

Nach drei Wochen in Kambodscha haben wir einen guten ersten Eindruck vom Land gewonnen. Zwar waren wir nur an drei Orten und haben ingesamt mehr organisatorische Dinge erledigt und am Blog weitergeschrieben, als die Umgebung erkundet, aber manchmal tun solche Pausen auch einfach nur gut. Wir haben Angkor Wat in Siem Reap erkundet und uns damit einen großen Traum erfüllt, haben in Kampot gechillt und haben notgedrungen Phnom Penh kennengelernt.

Angkor War war definitiv anders, als erwartet, aber trotzdem wunderschön. Ich denke rückblickend hat uns der Bayon Tempel am meisten gefallen.

Da wir ausschließlich mit dem Bus durch das Land gereist sind, haben wir vieles gesehen. Dabei haben wir auch die relativ schlechte Infrastruktur kennengelernt. Die Straßen sind in einem weniger guten Zustand, überall sind Baustellen und der Staub liegt durchgehend wie eine dünne Wand in der Luft. Und auch dreckig ist es, der Müll liegt einfach überall!

Ein weiterer unschöner Fakt ist, dass der Verkehr einfach fürchterlich ist. Die Straßen sind voll, wir haben oft im Stau gestanden und die Menschen brettern nur so durch die Gegend. Und auch hier gilt wieder, der stärkere fährt am rasantesten. Auch wurden wir Zeuge von einem Unfall. Es war wirklich kein schöner Anblick den blutenden Mann reglos auf dem Boden liegen zu sehen, den Motorradhelm noch auf dem Kopf. Bei dem Verkehr hier aber kein Wunder, dass wir dies früher oder später mitbekommen mussten.

Etwas, was uns im Moment häufig durcheinander gebracht hat, ist der Rechtsverkehr in Kambodscha. In den letzten 7 Monaten waren wir ausschließlich in Ländern unterwegs, in denen Linksverkehr herrscht. Somit war das eine größere Umstellung, als anfangs erwartet :-D.

Die Menschen im Kambodscha kamen uns freundlicher und herzlicher vor, als die in Thailand. In Thailand sind sie erst dann freundlich zu einem, wenn man sich kennt, beziehungsweise man befreundet ist. So jedenfalls ist unser Eindruck und wir sind froh darüber in so vielen Ländern so viele liebe, herzensgute Menschen unsere Freunde, sogar Familie nennen zu dürfen.

Auch das Essen in Kambodscha war wirklich gut und besonders im touristischen Siem Reap spottbillig. Es gab viele Currys, Suppen, Pizza und Bratnudeln, aber etwas wirklich landestypisches haben wir glaube ich nicht gegessen. Ehrlich gesagt fällt mir gerade auch nicht so richtig etwas kambodschanisches ein.

Generell müssen wir sagen, dass wir in den Unterkünften in Kambodscha überwiegend einen sehr guten Standard vorgefunden haben und man dieses Land recht einfach und günstig bereisen kann.

#43 Phnom Penh & Kampot

07. Februar 2020

Wir gingen noch schnell frühstücken und wenig später saßen wir im Van, auf dem Weg von Siem Reap nach Pnohm Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Dort wollten wir eine Nacht schlafen und am nächsten Tag weiterziehen. Nachdem wir angekommen waren, hatten wir Schwierigkeiten damit, unser Hotel zu finden. Wer hätte auch ahnen können, dass sich dieses IN einem Supermarkt befindet. Ganz schön schräg irgendwie…

Die Straße vor dem Hotel war die reinste Baustelle, es war laut, dreckig und staubig. Unser Zimmer war dunkel und gab einen ekeligen Geruch von sich. Die Kissen in den Betten waren von gelbbraunen Flecken übersät, sodass wir diese tatsächlich das 1. Mal auf unserer Reise austauschen ließen. Es dauerte aber eine ganze Weile, bis das Personal halbwegs saubere Kissen zusammengesucht hatte. In der gesamten Umgebung waren die Essenspreise deutlich teurer, als in Siem Reap, das Angebot allerdings um ein vielfaches schlechter. Wir aßen handgemachte Nudeln, die in einer Suppe schwammen und gingen dann schlafen.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Van nach Kampot. Die Fahrt war viel länger als erwartet, holprig und heiß. Nach Stunden kamen wir im Hostel „The Easy Panda“ an. Die Atmosphäre war entspannt und es tummelten sich Volunteers und Reisende aus aller Welt. Es gab einen Rollerverleih, einen Billiardtisch, verschiedene Freizeitangebote und ein Restaurant. Dieses war auch nötig, denn das Hostel liegt einige Kilometer vom Zentrum entfernt und weit und breit gab es keine Alternative, um schnell an Essen zu kommen. Wir bezogen unseren Bungalow und wurden kurz darauf von den dort lebenden Hunden und Katzen begrüßt. Der weiße Hund namens „Panda“ hatte vor kurzem das Pfötchen geben gelernt und verbrachte nun die Zeit damit sein neues Kunststück bei jeder Gelegenheit vorzuführen. Levi war davon ganz angetan und verbrachte viel Zeit mit dem Hund. Auch eine der Katzen wurde von Zeit zu Zeit immer zutraulicher. Es endete dann damit, dass sie durchgehend versuchte, sich in unseren Bungalow zu schleichen.

Am Abend saßen wir in der schön angelegten, beleuchteten Anlage und fühlten uns pudelwohl. Die Mitarbeiter waren alle sehr kinderlieb und so fand sich immer jemand, der Lust hatte sich mit Levi zu beschäftigen, was zwischendurch ganz cool für Nils und mich war.

09. Februar 2020

Mittags machten wir uns auf den Weg ins Zentrum vom Kampot. Dafür fuhren wir mit einem Tuktuk, weil die Roller vergleichsweise recht teuer waren. Wir liefen durch die Straßen der Altstadt und bekamen mit der Zeit die Hitze richtig zu spüren, die Sonne knallte nur so vom Himmel. Wir kauften Müsli, Obst und Sojamilch und gingen danach Mittagessen. Zum Nachtisch gab es eine Kugel Sorbet, welches wunderbar nach Maracuja schmeckte und eine nette Erfrischung darstellte.


Im Laufe des Tages bekamen wir die frohe Botschaft, dass die Bank unseren Schaden überprüft hatte. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelte und wir die 1.000 Dollar zurückerstattet bekommen. Darüber freuten wir uns natürlich sehr. Jetzt mussten wir uns nur noch darum kümmern, dass wir an die neue Kreditkarte herankamen. Das dies ein langer Weg werden würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

In den kommenden Tagen buchten wir unsere Weiterreise nach Südkorea und Tokio. Von dem Plan nach China zu reisen, hatten wir uns leider in den vorherigen Tagen schon verabschiedet, denn die Corona Situation im Land schien nicht unter Kontrolle zu sein und nachfolgende Länder würden uns sicher nicht einreisen lassen, wenn wir kurz zuvor im „Seuchenherd“ waren.

Wir arbeiteten viel am Blog, spielten und fuhren einige Male ins Zentrum von Kampot, um zu Essen und einzukaufen. An einem Abend saßen wir in einem Restaurant. Die beiden Kinder der Besitzer waren ebenfalls vor Ort und somit hatte Levi Kinder zum Spielen. Darüber freut er sich meistens sehr. Ist natürliche auch eine schöne Abwechslung, wenn er sonst immer „nur“ Mama und Papa um sich hat. Als wir nach dem Essen das Restaurant verließen und dabei die Straße überquerten, riss plötzlich meine rechte Sandale kaputt, die ich bereits in Thailand mit Sekundenkleber geflickt hatte. Diese waren schon sehr alt und längst ausgelatscht und so schluppte ich nun die Straße entlang. Kurz darauf fanden wir glücklicherweise einen kleinen Laden, in dem wir nicht nur neue Schuhe fanden, sondern auch direkt noch Caps und Souvenirs kauften. Danach gingen wir am Fluss spazieren und schauten uns die vielen bunt beleuchteten Brücken an, die über das Wasser ragten, bevor wir zurück ins Hostel fuhren.

17. Februar 2020

Mitte Februar war unsere Zeit in Kampot dann auch schon wieder vorbei und wir fuhren zurück in die Hauptstadt des Landes. Diesmal waren wir schlauer und buchten uns ein anderes Hotel. Zwar lag das auch an einer hoch frequentierten Straße, auf der sich sämtliche Tuktuk – Fahrer tummelten und einem regelmäßig die Frage den Balkon hoch brüllten, ob man zufällig mit dem Tuktuk fahren wollen würde, aber das Zimmer war schön eingerichtet, mit einem gemütlichen Bett ausgestattet und es schimmelte nicht. Auf dem Dach befand sich sogar ein Minipool. Abends liefen wir die Straße entlang und entdeckten kurz darauf einen Platz, um den herum viele Stände standen, die Essen und Getränke anboten. Auf dem Platz selber standen kleine Stühle, Tische und lagen Matten. Überall konnte man Platz nehmen, dem Treiben zusehen und sich den Bauch für wenig Geld vollschlagen. Das Essen schmeckte dazu besonders gut.

18. Februar 2020

Nachdem wir unsere Karten fertig geschrieben hatten, machten wir uns auf den Weg zur Post und brauchten eine ganze Weile, bis wir endlich im richtigen Gebäude, am richtigen Schalter standen.

Wir kauften Briefmarken, klebten sie auf und warfen die Karten in die dafür vorgesehene Postbox. Danach wollten wir zu einem Supermarkt laufen und kamen dabei an einem großen Spielplatz vorbei. Levi freute sich sehr darüber und tobte sich so lange aus, bis er so durchgeschwitzt war, dass eine Trinkpause folgte. Der Supermarkt im Anschluss stellte sich als extrem teuer heraus, weshalb wir eine Planänderung machten und zu einer Bäckerei fuhren. Wir wollten uns nämlich mit Proviant für den nächsten Tag eindecken.

Am Abend machten wir für 8$ pro Person (Levi frei) eine Sunset Cruise auf dem bekanntesten Fluss hier, dem Mekong. Wir hatten einen gemütlichen Abend mit einem grandiosen Sonnenuntergang und einem tollen Blick auf die Skyline von Phnom Penh. Außerdem sahen wir einige Häuser, die nahe des Flusses auf Stelzen gebaut waren, schwimmende Kinder und arbeitende Erwachsene. Nach der Schifffahrt gingen wir wieder zu dem Platz vom Vorabend und nahmen wiederholt auf einer der ausgebreiteten Matten Platz. Wir aßen Reis und Nudeln und Levi rannte mit anderen Kindern über den Platz.

In letzter Zeit machten wir unser immer mehr Gedanken, um unsere Zukunft und schmiedeten neue Pläne. Wir waren gespannt, wo uns unser Weg hinführen würde. Uns war aber klar, dass es nicht so weiter gehen konnte, wie vor unserer Reise und wir etwas ändern müssen.

Und auch, wenn viele immer denken, dass so eine Reise der reinste Urlaub ist. Das ist es (leider) nicht. Es ist vielmehr ein Alltag, nur dass dieser in fremden Ländern und mit mehr Freiheit als in Deutschland stattfindet. Aber wir müssen uns trotzdem ständig um etwas kümmern und unsere Tage planen. Nicht, dass wir uns beschweren wollen, wir sind mehr als zufrieden mit unserer momentanen Situation und überaus dankbar, all das erleben zu dürfen, aber es ist eben nicht immer nur alles toll und schön.

#42 Angkor Wat & Siem Reap

29. Januar 2020

Mittags flogen wir von Surat Thani über Bangkok nach Siem Reap. Auf unserer To Do Liste stand, dass wir uns unbedingt jeweils einen Mundschutz zulegen wollten. Außerdem fand eine kleine Tube Handdesinfektionszeug in meinem Beutel Platz. Wenig später wurden wir darin bestätigt, denn fast jeder in den Flughäfen trug einen Mundschutz, egal ob Reisender oder Mitarbeiter. Gewisse Sicherheitsvorkehrungen traf wohl im Moment jeder. Die Reise ließen wir uns dadurch aber vorerst nicht vermiesen.

Nachmittags landeten wir in Kambodscha und wurden von dem Tuktuk Fahrer „Mab“, welcher von unserem Hotel bereitgestellt wurde, abgeholt. Erst fuhren wir zu einem ATM, um Geld abzuholen, dann in einen Shop, um eine Simkarte fürs Handy zu erwerben. Am Ende fuhr er uns zum Hotel und verabschiedete sich freundlich. Er erwartete nicht mal ein Trinkgeld.
Das Hotel war schön, etwas altmodisch eingerichtet, aber sauber und wir bekamen sogar ein Upgrade, mit zwei Betten im Zimmer. Eine echte Ausnahme für uns, schlafen wir doch überwiegend zu dritt zusammen auf noch so einer kleinen Matratze. Sogar einen Balkon und eine Badewanne hat das Zimmer und genug freie Bodenfläche, um zu Spielen. Auch der Pool vom Nachbarhotel stand uns zur freien Verfügung. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Am Abend liefen wir zur Pubstreet, einer bunt leuchtenden Touristenstraße, in der billig Bier (0,45€ pro Glas) angeboten wird. Gut zum Feiern also. Außerdem gibt es viele Essensmöglichkeiten vor Ort.

Uns viel sofort auf, dass Kambodscha eher Indien, als Thailand ähnelt und hier alles viel viel billiger ist, als in unserem vergangenen Reiseland.

1. Februar 2020

Unser erster Tag in der Tempelanlage um Angkor Wat startete. Morgens kauften wir uns zwei 3 – Tage – Tickets, Levi wurde umsonst hereingelassen. Dann startete die kleine Tour, die wir als erstes ausprobierten. Mab fuhr uns für 16$ und stellte uns außerdem pausenlos kaltes Wasser bereit. Am Morgen war es auf der Fahrt noch ganz schön frisch. Als erstes hielten wir beim „Angkor Wat“. Dieser Tempel ist bei weitem der bekannteste, aber auch der Vollste und der unspannendste von allen, die wir zu sehen bekamen. Besser gefielen uns zum Beispiel der „Bayon“ und der „Ta Phrom“ Tempel, die wir beide während unserer Entdeckungstour sahen. Insgesamt hätten wir uns den Komplex voller vorgestellt. Vielleicht lag es am Ausbruch des Corona Virus. Aber alles war so weitläufig, um sich aus dem Weg zu gehen. In der Mittagshitze kamen wir das ein oder andere Mal ganz schön ins Schwitzen, denn die Sonne knallte vom Himmel, was das Zeug hält. Leider waren viele Aufgänge und andere Bereiche wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, was uns sicher den ein oder anderen schönen Anblick verpassen ließ. Zu sehen gab es aber dennoch genug!

Wir dachten übrigens vorher, dass die Tempelanlage in einem dichtem Dschungel „verborgen“ liegt. Der von uns vorgestellte Dschungel entpuppte sich allerdings als nicht so dichter Wald. War aber nicht weiter schlimm. Am Nachmittag übersprangen wir die letzten Tempel, weil Levi einfach keine Lust mehr hatte und ihm warm war. Ganz schön erschöpft kamen wir im Hotel an und ruhten uns den Rest des Tages aus.

Am nächsten Morgen stellten wir erschrocken fest, dass von unserer Kreditkarte 1.000$ abgebucht wurden. Ohne, dass wir etwas davon wussten. Das saß tief. Etwas frustriert begannen wir die Bank zu kontaktieren und zu überlegen, was wir tun sollten. Zuerst sperrten wir unsere Karte, weiteres konnten wir erst einmal nicht bewirken, weil die Bank an Sonntagen nicht sehr gut besetzt ist und das zuständige Personal erst am Montag erreichbar sei. Das hieß also abwarten und Tee trinken.

Zwei Tage nach unserem ersten Besuch in der Tempelanlage, fuhren wir wieder hin. Die große Tour stand auf dem Programm. Wir fingen am Eastgate an. Den ersten Tempel, den wir uns anschauten war der „Prasat Pre Roup“. Dann folgten Tempel, die hießen zum Beispiel „Eastern Mebon“, „Prasat Ta Som“, „Prasat Banteay Prei“ oder „Prasat Preah Khan“.

Tatsächlich können wir im Nachhinein gar nicht mehr wirklich sagen, welcher Tempel auf welchem Bild, was wir geschossen haben, zu sehen ist. Sooo sehr unterschieden sich sich nun doch nicht. Insgesamt haben uns aber alle Tempel sehr gut gefallen und wir sind zufrieden mit dem, was wir erlebt haben. Unser Highlight war denke ich der „Prasat Preah Neak Pean“. Dieser ist ein Wassertempel, den man nur erreicht, indem man über einen Steg läuft, der über einen See führt. Total naturbelassen und idyllisch.
Einen letzten Tempeltag haben wir nun noch über, denn man hatte bei dem 3 – Tages – Tickets die Möglichkeit, diese Tage innerhalb von 10 Tagen zu verteilen.

Am 4. Februar habe ich mir dann einen Wunsch erfüllt und war in Kambodscha mit einem Pferd ausreiten. Für eine Stunde ritten mein Guide und ich durch die ländliche Gegend Siem Reaps. Was ich sah machte mich zwischendurch traurig. Überall lagen so viele Berge Müll und die Häuser, an denen wir vorbeiritten, waren gerade etwas besser als Wellblechhütten. Das meiste Leben spielte sich draußen ab. Aber ich sah auch viele glückliche Kinder, die winkend hinter uns hergelaufen kamen. Ich war überwältigt davon, endlich wieder in einem Sattel zu sitzen und auf dem Pferderücken die Gegend zu entdecken. Das war ein tolles Gefühl!

Wir hatten zwar die Möglichkeit noch einen weiteren Tag lang die Tempel in der Umgebung zu erkunden, da unsere Karte immer noch gültig war, aber Levi hatte einfach keine Lust mehr darauf. In seinen Augen sah jeder Tempel gleich aus und wenn er das Wort alleine nur hörte, endete das meistens in einem Schreikrampf. Für uns war klar, das Kapitel Angkor Wat war für uns abgehakt und es wurde Zeit für etwas Neues. Wir wollten ja auch, dass Levi Spaß an dem hat, was wir unternehmen.

#41 Fazit Thailand

In den vergangenen 60 Tagen, die wir in Thailand waren, sind wir ganz schön herumgekommen. Wir waren in vier verschiedenen Orten auf dem Festland und haben vier unterschiedliche Inseln kennengelernt. Alleine in Thailand haben wir in 12 verschiedenen Unterkünften geschlafen.

Wirklich lange waren wir an keinem Ort und trotzdem haben wir noch längst nicht alles von dem entdeckten, was wir uns vorgenommen haben.

Wir haben so viel erlebt und gesehen; viele Tempel in der Metropole Bangkok, die Berge im Norden, steile Kurven auf Koh Chang, weiße Strände auf Koh Rok und auf Koh Phangan.

Wir waren an paradiesischen Stränden und Elefanten erlebten wir hautnah. Wir haben gegessen wie Könige, Pflanzen kennengelernt, die wir nie zuvor gesehen hatten. Die ganze Zeit über sind wir viel mit dem Roller durch die Gegend geheizt. Leider haben wir in Thailand auch die meisten Unfälle miterlebt, der Verkehr ist nicht ohne und die vielen Touristen, die noch nie mit einem Roller unterwegs waren, es dann aber doch mal probieren wollen, gefährden den Verkehr zusätzlich.

In Thailand zu reisen ist einfach. Die Infrastruktur ist sehr gut und an den touristischen Orten findet man alles, was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte. Von einem Ort zum anderen kommt man einfach mit dem Bus, Zug, Flugzeug oder Boot. Tickets zu erwerben geht schnell, die jeweiligen Preise sind aber deutlich höher, als gedacht. Bisher war Thailand das weitaus teuerste Land auf unserer Reise, was die Lebenshaltungskosten angeht. Wir haben aber auch einfach häufig unseren Standort gewechselt.
Die Thais sind ausgesprochen kinderfreundlich. Allerdings ist uns aufgefallen, dass viele Thailänder häufig schon ziemlich genervt vom Tourismus waren. Ob es tatsächlich so ist, oder es Zufall war wissen wir natürlich nicht.

In Thailand erlebten wir bisher die Standards, die unseren in Deutschland am nächsten kamen. Moderne verfloss mit Tradition und Armut.

Am besten gefallen haben uns die vielen Walkingstreets und Nightmarkets. Es war so so einfach in diesem Land an Essen heranzukommen. Denn überall wurde etwas angeboten. Noch dazu ist das Essen wirklich gut. Unser Favorit war am Ende wohl das Massaman Curry, was genaugenommen eigentlich aus Indien kommt. Aber auch der Papayasalat und viele andere Currys waren sehr lecker.

Was uns einige Male (vor allem in Bangkok) weiterhalf, waren Apps, wie Grab, mit denen wir die Taxipreise von einem Ort zum anderen herausfinden konnten und somit eine Handlungsbasis hatten.

Wirklich negativ aufgefallen ist uns, dass sehr sehr viele Thailänderinnen an der Seite von westlichen Männern zu sehen sind, was unserer Meinung kein so authentischer Anblick ist. Häufig führte es bei uns sogar schon zum Fremdschämen.

Das Schönste an unserem Aufenthalt war aber eindeutig die gemeinsame Zeit, die wir mit Familie und Freunden verbringen konnten, da wir Besuch von meinem Vater und meiner Schwester bekamen und bei unserer Freundin und ihrer Familie wohnen durften. Nicht zu vergessen natürlich die vielen lieben Reisefamilien, die wir unterwegs kennenlernen durften.
Falls jemand von euch das hier liest, vielen lieben Dank für diese wundervolle Zeit! ❤

#40 Familien auf Koh Phangan

17. Januar 2020

In den letzten Tagen hatten wir uns dazu entschlossen, auf die Insel Koh Phangan weiterzuziehen. Wir hatten Koh Lanta zwar lieb gewonnen, aber wir wussten, dass sich auf der anderen Insel zu der Zeit viele deutsche Reisefamilien aufhielten. Levi wollte gerne wieder Freunde zum Spielen haben, mit denen er sich gut verständigen kann und so fiel die Entscheidung, hinzufahren, nicht schwer. Und wer weiß, vielleicht war das auch nicht unser letzter Aufenthalt in der Bambushütte auf Koh Lanta…

Eine Organisation brachte uns von Koh Lanta nach Krabi und von dort zum Fähranleger in der Nähe von Surat Thani. Anschließend ging es per Boot erst zur Insel Koh Samui und dann weiter nach Koh Phangan. Wir waren einige Stunden unterwegs und zahlten dafür 800 Baht (24,00 Euro) pro Person. Anschließend fuhren wir die letzten Kilometer vom Fähranleger zu unserem Bungalow mit einem Sammeltaxi. Hierfür zahlten wir 200 Baht (6,00 Euro) pro Person (Kinder frei).

Wir starteten unsere Reise morgens um 8.30 Uhr und kamen nach etwa 12 Stunden in unserer Unterkunft in der Region Haad Salad (ca 30 Euro/Nacht) an. An diesem Abend gingen wir früh schlafen, weil wir alle ganz schön gerädert waren.

Am nächsten Morgen waren wir im Pool und lernten Nachmittags die 4 Jährige Greta und ihre Mama kennen. Sie kamen aus Berlin und machten gerade eine mehrwöchige Auszeit. Levi hatte endlich wieder ein Kind zum Spielen.

Wir sind gut in der neuen Umgebung angekommen und unsere Unterkunft bot den ganzen Tag über Wasser, Tee, Kaffee, Bananen und Toast kostenlos an. Auch einen Roller bekamen wir gratis und der Strand war direkt um die Ecke.

Am 19. Januar war es dann endlich soweit. Das sonntägliche, von der Familie Horlacher organisierte Familientreffen, fand dieses Mal am North Beach in Chaloklum statt. Um 15.00 Uhr begann es und einige Minuten danach trudelten auch wir ein. Es waren schon einige Familien am Strand, die ihr Camp unter einem Baum aufgeschlagen hatten. Wir legten unser Strandtuch in den Sand und setzen uns dazu. Kurz darauf gingen wir ins Wasser und es entstanden die ersten Kontakte. Nach dem Strandbesuch gingen wir noch alle gemeinsam in dem veganen Restaurant „Foods & Roots“ essen. An diesem Tag lernten wir viele liebe Menschen, tolle Familien und weitere alternative Lebensweisen kennen. Es wurden Telefonnummern getauscht und sich für die nächsten Tage verabredet. Spät Abends kauften wir uns noch einen Shake auf einem Nachtmarkt und fuhren glücklich zurück in den Bungalow.

Den Tag darauf gingen wir einkaufen und verbrachten den Rest der Zeit in unserer Anlage mit Greta und Ihrer Mutter. Am Tag darauf reisten die beiden weiter und wir verabschiedeten sie beim Frühstück. Nachmittags trafen wir uns mit einer anderen Familie, die ebenfalls aus Berlin kam. Zufälligerweise waren deren beiden Söhne in einem Waldorfkindergarten und so gab es schnell Gemeinsamkeiten. Die drei Kinder verstanden sich super und besonders die beiden Großen, Henri und Levi wurden schnell ein Herz und eine Seele. Wir trafen uns am „Srithanu Beach“ und gingen am Abend noch gemeinsam etwas im „Srithanu Kitchen“ essen.

Die nächsten Tage verabredeten wir uns immer wieder mit der lieben Familie, die wir sehr ins Herz geschlossen haben. An einem Tag saßen wir am „Haad Yao Beach“, als es plötzlich total anfing zu regnen. Innerhalb von kürzester Zeit waren unsere Klamotten klitschnass. Auch der Versuch, Schutz unter einem Baum zu suchen, half nichts. Da die Kinder schnell anfingen zu frieren, entschieden wir uns dazu, zurück ins Meer zu gehen. Das war zum einen viel wärmer, als die kaltnasse Luft außerhalb und zum anderen waren wir ja eh schon nass. Es machte Spaß in dem Wasser zu schwimmen und dem Unwetter zuzusehen. Weit draußen konnten wir eine Wolkenformation, ähnlich einer Windhose entdecken, die quer über das Meer zog.

Nachdem der Schauer vorbei war, bastelten wir uns aus den letzten trockenen Teilen Anziehsachen, leerten das Wasser aus unseren Helmen und fuhren in das Restaurant „Absolut Island“, welches in der Nähe auf einem Hügel lag. Von dort hatten wir einen schönen Panoramablick über das Meer und den Sonnenuntergang.

Gemeinsam als großes Kollektiv erkundeten wir die darauf folgenden Tage weitere Strände. Dabei trafen wir eines Tages zufällig auf eine kleine Bucht, die man nur erreichte, wenn man einige Steine entlang kletterte und dann durch einen dicht bewachsenen Pfad lief. Am Ende musste man wieder über einige Steine und dann standen wir an einem der schönsten Strände, die wir während unserer Reise gesehen hatten. Im Dickicht hinter dem Strand waren einige Zelte aufgeschlagen, um uns herum waren alle Menschen nackig. Die Jungs lernten ein Mädchen kennen, welches mit ihrer Schwanzflosse ihre Runden im Meer drehte. Beide waren ganz fasziniert von der Meerjungfrau. Wir Erwachsenen fanden es spannend zu erfahren, dass das Mädchen mit ihrer Schwester und Mutter für einige Monate in einer Höhle am Strand wohnte. Irgendwie total cool.

Wir haben uns sehr gut mit der Familie aus Berlin verstanden und so besuchten wir auch gemeinsam Nachtmärkte, auf denen es reichlich Essen, Klamotten und Spielzeug gab. Zwischendurch trafen wir immer wieder andere Familien vom Familientreffen.

Einmal wateten für über eine Sandbank zu der kleinen, vorgelagerten Insel „Koh Ma“. Auf dieser findet man außer Sandflöhe auch eine verlassene Bungalowanlage. Diese ist eine Erkundungstour wert und die Kinder waren total von den verlassenen Hütten begeistert.

Zu dritt unternahmen wir auch noch ein paar Ausflüge und mussten einige Dinge erledigen. Zum Beispiel schrieben wir Karten und brachten diese zur Post. Davor waren wir am Strand und Hannah gönnte sich eine Massage. Die war zwar anfangs sehr schmerzvoll, gleichzeitig aber auch total entspannend. Später gingen wir in einem deutschen Lokal essen, welches von einem Mann geführt wird, der ursprünglich aus Bayern kommt. Dementsprechend deftig war das Essen. Und es war definitv eine leckerer Abwechslung nach einem HALBEN Jahr auf Reise mit asiatischer Küche. So lange waren wir mittlerweile schon unterwegs. Unvorstellbar!

An einem anderen Tag fuhren wir zum Sonnenuntergang zu einem Tempel, der außerdem über einen tollen Aussichtspunkt verfügte. Ein bisschen unheimlich war es dort schon. Denn dieser Tempel liegt mitten in einem Dschungel und außer uns war niemand dort. Außerdem standen am Eingang überall Warnschilder, dass bissige Hunderudel in der Gegend sein könnten. Wir stellten unseren Roller am Parkplatz ab und suchten uns Stöcker zur Verteidigung im Notfall. Plötzlich schoss ein Hund um die Ecke. Wir bekamen einen Schreck und erhoben unseren Stock, bis wir bemerkten, dass uns der schwanzwedelnde Hund einfach nur begrüßen wollte. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen jungen Hund handelte, der nur spielen wollte. Er knabberte die Stöcker an und versuchte uns diese wegzuziehen. Die weggeworfenen Stöckchen brachte er brav wieder. Er lief mit uns eine ganze Weile durch die Anlage und war eine nette Begleitung.

Am nächsten Sonntag fand ein weiteres Familientreffen statt, an dem sich viele bekannte und einige neue Familien tummelten.

28. Januar 2020

Am Dienstag mussten wir die Insel wieder verlassen, denn in ein paar Tagen fand unser nächster Flug statt und unsere Visa für Thailand liefen aus. Deswegen fuhren wir morgens zum Fähranleger und kauften dort für 470 Baht (14,00 Euro) pro Person ein Kombiticket für Fähre und Van. Levi durfte erneut kostenlos mit. Nach etwa 5 Stunden erreichten wir in Suarat Thani das nächste kleine Hotelzimmer, in welchem wir noch eine letzte Nacht in Thailand verbringen würden. Levi fiel der Abschied besonders schwer, denn er hatte wirklich tolle Freunde gefunden.

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