#33 Bangkok – Die Stadt der Engel

02. Dezember 2019

Morgens gegen halb sieben kamen wir in Bangkok an. Wir waren total müde, denn schlafen konnten wir unterwegs nicht besonders gut. Zum Glück war die Zeitverschiebung von anderthalb Stunden nicht der Rede wert, sonst hätten wir vermutlich nicht so schnell wieder in unseren Rhythmus gefunden.

Nachdem wir gelandet waren, holten wir noch schnell ein kleines Frühstück vom „7-Eleven“. Dies ist ein kleiner Supermarkt, der gefühlt alle paar 100 Meter in Thailands touristischen Regionen anzutreffen ist.
Dann fuhren wir mit einem Taxi zum „Don Muang Hotel“. Wir hatten Glück und durften schon viel früher unser Zimmer beziehen. Deshalb nutzen wir die Möglichkeit und legten uns erstmal für ein paar Stunden ins Bett. Später standen wir auf, liefen ein bisschen durch die Gassen und kauften in einem der Shops eine Simkarte. Was uns sofort auffiel, war die reiche Auswahl an Essen. Wirklich überall waren kleine Restaurants, Märkte und Stände, die Streetfood und Obst verkauften. Wir kamen uns vor wie im Schlaraffenland, (obwohl wir kurz zuvor in Indien waren) und fingen an uns durchzuprobieren. Das erste Gericht waren Pad Thai (Nudeln), welche nicht unsere erste Wahl werden sollten. Abends setzten wir uns noch in eines der Restaurants.

Am nächsten Morgen bedienten wir uns an dem kleinen, aber feinen Frühstücksbuffet und fuhren dann in unsere nächste Unterkunft, dem „Peace Land Khaosan“. Wir hatten ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein Badezimmer mit einer BADEWANNE! Die musste natürlich im Laufe der Tage genutzt werden. Alles war sehr sauber und wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Das Hotel verfügt über einen Pool und ein Fitnessstudio. Es liegt sehr zentral und war für uns der perfekte Ausgangspunkt, um die Stadt der Engel zu erkunden. Nach einem Willkommensdrink brachten wir unser Gepäck aufs Zimmer und starteten dann unsere Entdeckungstour. Wir gingen durch kleine Gassen und vorbei an lauten, vollen Straßen. Überall standen Waschmaschinen, in denen man für einen Euro seine Kleidung waschen konnte und auch hier gabe es wieder ein Essensangebot, das unsere Sinne total überforderte. Wir kauften uns alle möglichen Snacks und probierten uns durch, denn es gab viel Neues zu entdecken.

Nach etwa 15 Minuten erreichten wir die berühmte „Khao San Road“, die wohl bekannteste Backpacker – Straße der Welt. Hier war alles auf Tourismus abgestimmt. Es gibt viele Verkaufsstände mit Textilien, Restaurants & Bars in Hülle und Fülle, sowie Massagen an jeder Ecke. Häufig auch einfach mitten auf dem Bürgersteig. Wir liefen im Slalom vorbei an Souvenirshops, Reisebüros und Verkäufern, die gegrillte Spinnen und Skorpione anboten. Hier war ordentlich was los! Wir denken, es ist spannend das Spektakel mal gesehen zu haben, aber wirklich lange aufhalten wollten wir uns dort nicht. Wir kauften uns noch einen kleinen Rucksack für Ausflüge und gingen dann wieder zurück durch das Gewusel von Straßen, bis wir am Hotel ankamen.

04. Dezember 2019

Nach dem überaus guten Frühstücksbuffet setzten wir unsere Sightseeingtour fort. Zuerst fuhren wir mit einem Fahrer von Grab zum „Golden Mount“ . Wir wollten uns gerade in unsere Tempelkleidung werfen, als ein besenschwingender Mann vorbei kam und uns weiß machen wollte, dass der „Golden Mount“ heute erst später geöffnet habe. Anstelle dessen bot er uns eine Tour an, bei welcher wir andere goldene Buddhas, oder so ähnlich, sehen sollten. Wir entschlossen uns trotzdem dazu, es mit der geplanten Sehenswürdigkeit zu versuchen. Wir wimmelten den Betrüger ab und gingen über das Gelände. Überall waren prunkvoll verzierte Häuser.

Dann standen wir schließlich vor der geöffneten (!) Kasse. Der Eintritt lag bei 50 Baht (1,50€) pro Person, Kinder durften umsonst rein. Wir fingen an die Treppe hoch zu steigen und liefen an schön angelegten Teichen, Blumenkübeln und Statuen vorbei.

Immer wieder waren Glocken entlang des Weges angebracht, welche Levi mit Begeisterung läutete. Oben, bei der goldenen Spitze angekommen, hatten wir einen tollen rundum Blick über Bangkok. Levi schlug noch ein paar Mal auf einen Gong, dann machten wir uns wieder an den Abstieg.

Unten angekommen nahmen wir uns ein Tuktuk und fuhren für 60 Baht (1,75€) weiter zum Königspalast. Dort mussten wir noch etwa eine halbe Stunde warten, denn die Tore öffneten für Touristen erst um 13 Uhr. Dafür wurde an diesem Tag kein Eintritt verlangt, was uns total freute. Wieso, haben wir allerdings nicht richtig verstanden.

Es erwarteten uns glitzernde, prunkvolle Gebäude, die mit den verschiedensten Figuren verziert waren. Levi war total beeindruckt von den vielen Gemälden an den Wänden und so liefen wir diese bestimmt eine halbe Stunde ab und tauschten uns darüber aus, was wir auf den Bildern sehen konnten.

Nach der Besichtigung des Palastes machten wir einen kleinen Spaziergang in Richtung Fähranleger, um auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen. Zwischendurch kauften wir uns eine Schale voll mit gemischtem Obst und ein Eis und fuhren dann mit der Fähre zum Wat Arun. Für ein paar Baht konnten wir die kurze Überfahrt machen und für 50 Baht (1,50 €) pro Person kamen wir in die Tempelanlage, Kinder waren wieder frei.

Dieser Tempel gefiel mir am besten. Er war total hübsch anzusehen, mit seinen weißen Kacheln, welche mit Blumen geziert waren. Die Wege um den Tempel herum waren schmal und verschachtelt. Die Abstände zwischen den einzelnen Treppenstufen so riesig, dass Levi sich runtergleiten lassen musste und nicht normal hinab steigen konnte. Es machte große Freude sich den Tempel anzusehen.

Als wir am Ende wieder zum Fähranleger gingen, um mit dem Boot so nah an unsere Unterkunft heranzufahren wie möglich, stellten wir fest, dass die Boote mittlerweile nicht mehr fuhren. Überall hingen Hinweisschilder, dass am 4. und am 7. Dezember der Fährverkehr ab Nachmittag stillgelegt wird. Doof nur, dass wir diese vorher nicht wahrgenommen haben. Deswegen bestellten wir uns einen Fahrer über Grab und fuhren mit diesem zurück in unser Hotel. Während der Fahrt fuhren wir an einem wunderschönen Blumenmarkt vorbei, den wir später leider nicht mehr wiederfinden konnten.

Abends zog es uns nach „China Town“. Wir waren von den vielen Eindrücken wieder mal geflasht. Überall hing blinkende Leuchtreklame und ein Essensstand befand sich neben dem anderen. Auch diesmal konnten wir nicht widerstehen und probierten uns durch die verschiedensten Speisen. Die einen waren köstlich, andere gewöhnungsbedürftig. Häufig waren wir uns nach einem Gericht nicht so ganz sicher, was wir da eigentlich gegessen hatten, aber so lange es schmeckte, war das auch nicht soo wichtig.

05. Dezember 2019

Heute stand Kinderprogramm auf dem Plan. Durch Zufall hatten wir im Internet gesehen, dass es in der Nähe ein Kaufhaus gibt, in dem sich ein Kinderland befindet. Darauf hatte Levi natürlich total Lust. Wir fuhren zum „Ekamai Gateway“ (das Einkaufszentrum). Dort aßen wir eine Brezel (richtig lecker!) und fuhren dann hoch zum „Molly Fantasticland“. Ein wahres Paradies für Kinder. Es gibt eine Tobeecke mit einem großen Bällebad, viele Fahrzeuge, einige Klettermöglichkeiten, eine Hüpfburg und Trampoline. Außerdem gibt es einen großen Rollenspielbereich mit Supermarkt, Arztpraxis, Friseur, Postamt, Polizei- und Feuerwehrstation und verschiedenen anderen Geschäften. Passend dazu gibt es Kostüme und Ausstattung. Außerdem gibt es einen Malbereich, verschiedene Möglichkeiten Sachen zu bauen und zu erforschen, einen Tisch mit Zaubersand, eine große Holzeisenbahn und vieles mehr. Für die Eltern gibt es in Hinteren Teil einen Sitzbereich mit Sofas und der Möglichkeit, an einem der Tische zu arbeiten.

Levis Augen strahlten vor Glück, er kam mit anderen Kindern in Kontakt und spielte was das Zeug hielt. Für drei Stunden bezahlten wir zu dritt ungefähr 15€. Da Levi kein Ende finden konnte, unsere Zeit aber langsam ablief, endete der Tag leider mit einem Streit und Unzufriedenheit.

06. Dezember 2019

Mit der U – Bahn fuhren wir zum „Lumphini Park“. Das U – Bahnnetz ist, im Vergleich mit Städten wie London oder Paris, nicht sonderlich gut ausgebaut, aber die Nutzung ist einfach und kostengünstig. Deshalb nutzen wir es solange unser Ziel in erreichbarer Nähe lag.
Den Park konnten wir kostenlos betreten. Er war groß und an vielen Stellen nicht sonderlich hübsch, eher braun und ungepflegt. Ging man aber nur ein kleines Stück den See entlang warteten wunderschöne Plätze auf einen. Blumen blühten, über den See fuhren einige Tretboote und man hatte einen guten Blick auf die Wolkenkratzer Bangkoks. Levi spielte zuerst auf einem Spielplatz. Danach setzten wir uns an das Ufer des Sees. An einem Stand hatten wir Fischfutter erworben und warfen dieses nun nacheinander in das Wasser. Schnell kamen die Fische an die Oberfläche und aßen das Futter auf. Außerdem sahen wir ein paar kleine Schildkröten und zwei größere Echsen in der Sonne liegen. Uns begegneten viele Menschen, die Sport machten oder einfach das Fleckchen Grün in der Großstadt genossen. Der Park war auf jeden Fall beliebt.

Später fuhren wir ins „Terminal 21“. Das ist ein großes Kaufhaus, welches jeder Etage einer anderen Stadt/einem anderen Land gewidmet hat. Somit liefen wir durch Paris, Rom und die Karibik. Schließlich fanden wir im untersten Geschoss einen Supermarkt, in dem es eine tolle Auswahl an Speisentheken gab. Man konnte sich seine Mahlzeit aus verschiedenen warmen und kalten Speisen selber zusammenstellen. Wir holten uns eine Gemüsesuppe, ein Stück Lasagne, Salate und zum Nachtisch ein paar Stücke Obst. Sogar Erdbeeren gab es. Wir schwebten im 7. Himmel und verspeisten unser leckeres Essen im Handumdrehen. Abends schlenderten wir noch über einen der Blumenmärkte und fuhren dann wieder zurück zu unserer Unterkunft. Dabei entdeckten wir, wie schön die ganze Stadt am Abend beleuchtet ist.

#32 Fazit Süd Indien

Nach sechs Wochen im Süden von Indien haben wir einen ersten kleinen Eindruck davon bekommen, wie es in diesem Land so läuft. Wir saßen an Strände, erkundeten die „Backwaters“ mit dem Boot, erlebten einen Zyklon und das nachfolgende Hochwasser. Wir spazierten durch verschiedene Städtchen, ließen uns Henna Tattoos malen, machten Spielplätze unsicher und schlenderten über Märkte. Wir suchten die Hippies in Goa, aber fanden keine. Nils brach sich seinen Finger, Levi und ich wurden krank.

Indien ist laut, dreckig und chaotisch. Es liegt viel Müll herum und man sieht eine Menge abgemagerter Tiere. Viele Unterkünfte, die wir hatten waren schimmelig und heruntergekommen.

Die Rolle der Frau ist in der Gesellschaft immer noch nicht gefestigt, weshalb ich mich das ein oder andere Mal etwas unwohl gefühlt habe. Lange Kleidung zu tragen war vielerorts unumgänglich. Uns ist bisher aber nie auch nur ansatzweise etwas passiert. Wir haben uns immer sicher gefühlt!

Spontanes Reisen mit dem Zug in Indien gestaltet sich als kleine Herausforderung, wenn man mit Kind und verhältnismäßig viel Gepäck reist. Die gemütlichen Abteile in den Nachtzügen waren weit im Voraus ausgebucht und übrig blieben die vollgestopften 3. Klasse Abteile. Auch Busfahren war nicht unsere erste Wahl, denn wie sollten wir mit einem kleinen Kind mehr als 15 Stunden am Stück auf ein und demselben Platz verbringen? Die Distanzen der verschiedenen Orte innerhalb Indiens haben wir wirklich unterschätzt. Also blieb uns einige Male leider nichts anderes über, als zu fliegen. Nächstest Mal werden wir besser vorbereitet sein :D.

Aber Indien ist auch bunt, lecker und gastfreundlich. Das Essen ist gigantisch, die Auswahl unbegreiflich. Überall gibt es scharfe, lecker gewürzte Currys, Reis und Brote. Man erlebt die ein oder andere Geschmacksexplosion. Aber auch andere indische Spezialitäten, genauso wie Bratnudeln, Burger oder Pommes bekommt man problemlos. Überall, wo wir bisher waren, konnten wir Essen auch ganz einfach über eine App bestellen. Manchmal war das super praktisch.

Die Menschen sind so unglaublich herzlich, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben. Aus einem kleinen Smalltalk ergibt sich im Handumdrehen ein tiefer gehendes Gespräch. Schnell findet man neuen Anschluss und erlebt witzige Stunden. Alleine ist man jedenfalls nie. Wir fanden viele neue Freunde, zu denen wir auch jetzt noch regelmäßig Kontakt haben, lernten das Kartenspiel „Donky“ kennen und schmissen eine gemeinsame Party.

Außerdem bekamen wir eine Anfrage von einer Reporterin, die ein Interview mit uns über unsere Reise führen wollte. Eine spannende Zeit lag hinter uns.

Allerdings waren wir nach sechs Wochen wirklich froh, wieder in ein Land zu kommen, in dem ein gehobenerer Standard herrscht.

Dennoch möchten wir wiederkommen und den Norden Indiens bereisen. Denn dort warten das Taj Mahal, eine Tigersafari, interessante Gebäude, verschiedene Städte, die Wüste und der Kauf eines traditionellen Saris (ein indisches Gewand) auf uns. Diesmal werden wir aber nicht so lange bleiben und versuchen die Fahrten weit im Voraus zu buchen. Außerdem wollen wir nicht all zu weite Strecken am Stück zurücklegen.

#31 Und wieder Alappuzha.. :)

15. November 2019

Wir kamen Nachmittags im Hotel an und wurden herzlich von unseren Freunden empfangen. Abends lernten wir das Kartenspiel „Donkey“ kennen, welches wir nach wenigen Runden ganz gut beherrschten und von da an öfter spielten. Danach gingen wir zum Frisbee spielen an den Strand und nach dem Abendessen ins Bett.

In den kommenden Tagen verbrachten wir viel gemeinsame Zeit und wechselten noch zwei Mal die Unterkunft, bis wir im „Abru’s Holidays“ landeten. Einem simplen Raum mit Doppelbett, Ventilator, Badezimmer und Balkon für gerade mal 6€ die Nacht. Mit dem Gastgeber verstanden wir uns auf Anhieb.

Die Umgebung war grün und direkt um die Ecke wurden Tapiokah-Chips am Straßenrand hergestellt. Geschmacklich ähneln Tapiokah normalen Kartoffeln sehr, allerdings ist die Konsistenz bei gekochten Tapiokah faseriger als bei gekochten Speisekartoffeln. Dafür sind sie als Chips deutlich krosser. Wir holten uns direkt eine Packung, denn diese Chips sind sooo lecker!

In der Unterkunft lernten wir coole Leute aus Astralien und Tonga kennen, verbrachten viele Abende mit unserem Gastgeber Jibu und bekamen regelmäßig Besuch von unseren Freunden. Außerdem gingen wir in die „Amaze World“, einem kleinen Vergnügungspark. Dieser allerdings war, wie so vieles in Indien, total heruntergekommen. Levi störte das natürlich nicht und er drehte ein paar Runden in den Kinderkaroussells, hüpfte auf einem der Trampoline und aß Eis.

Zwischendurch kamen immer wieder Mädchen zu uns gelaufen, die ihr Englisch ausprobieren wollten, fragten woher wir kommen und wie wir heißen. Wohlgemerkt, das Englisch der Kinder ist ausgesprochen gut, was wohl daran liegt, dass Inder bereits mit vier Jahren anfangen in der Vorschule Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch sprechen zu lernen. Das ist deswegen nötig, damit die Inder sich untereinander verstehen, so erklärte es uns ein Freund. Denn Indien ist groß und es gibt viele verschiedene Sprachen und Dialekte in den unterschiedlichen Regionen. Außerdem sind Inder unglaublich aufgeschlossen und an ihrem Gegenüber sehr interessiert. Die Gespräche gehen weit über einen „Smalltalk“ hinaus.

Ende November verliesen wir den Ort wieder und fuhren erneut in Richtung Flughafen in Kochi. Abends kamen wir im „Base 9 Hotel“ an und verbrachten dort eine Nacht. Das Hotel ist ausgesprochen gut für indische Verhältnisse. Wir bekamen ein Appartement mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und Balkon. Alles war sehr sauber und mit liebevollen Details ausgeschmückt. So gab es zum Beispiel einen kostenlosen Willkommenskorb, in dem sich Säfte, Wasser, Chips, Heißgetränke und kleine salzige Snacks befanden.

Am nächsten Abend verließen wir Indien. Wir sind uns sicher, dass wir wiederkommen werden. Denn erstens ist unser Visa noch eine ganze Weile gültig (leider nun durch Corona nicht mehr..) und zweitens möchten wir auch noch Teile des Nordens bereisen, für die wir keine Zeit mehr hatten. Das Taj Mahal und eine Tigersafari stehen ganz weit oben auf unserer Wunschliste.

Miss you guys a lot!

#30 Der Norden von Goa

05. November 2019

Nach dem Aufstehen inspizierten wir erst einmal unser Appartement, welches sich in der bewachten Wohnanlage „Hertiage Floresta“ befand. Die Wohnung bestand aus einem Wohn- und Essbereich mit offener kleiner Küche, einem Schlafzimmer, zwei Badezimmern und zwei Balkonen. Auch eine Waschmaschine stand in der Küche. Das ist wirklich purer Luxus, endlich konnten wir alles mal so richtig durchwaschen! Innerhalb der schön angelegten, blumigen Anlage konnten wir außerdem kostenlos einen großen Pool, eine Sauna, einen Spielplatz, ein Fitnessstudio und ein Aufenthaltsraum inklusive Billardtisch nutzen.

Die Umgebung hatte leider nicht viel zu bieten. Es gab einige einfache Wohnhäuschen, Wellblechhütten, Kuhherden und Natur. Restaurants und Supermärkte waren nicht vorhanden und alle uns bekannten Apps funktionierten in der Gegend nicht. Aufgrund dessen mussten wir uns über unserer Vermieter einen Fahrer buchen, der uns für einen Einkauf in die nächstgelegene Stadt brachte. Dabei war es gar nicht leicht einen gut sortierten, großen Supermarkt zu finden, um für die kommende Zeit genug Essen zu kaufen.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Gesund werden, Schwimmen im Pool und mit der Erledigung von Papierkram.

Am 09. November machten wir uns auf den Weg, um die Gegend zu erkunden. Dafür probierten wir eine neu entdeckte App aus, die leider auch nur so mittelmäßig funktionierte und eher schlechte Fahrtpreise bot.

Wir wollten ein paar Postkarten kaufen, denn wir schicken regelmäßig Grüße an unsere Liebsten nach Deutschland. Außerdem interessierten wir uns für die Strände in der Umgebung. Zuerst fuhren wir zum „Anjuna Beach“. Und was sollen wir sagen. Obwohl wir Strände lieben und uns dort normalerweise sehr wohl fühlen, es war fürchterlich. Der Strand glich einer Baustelle, die restlichen Fleckchen waren mit Unterkünften zubetoniert und der Strand nicht besonders schön. Wir gingen eine Weile spazieren und machten uns dann auf den Weg zum wenige Kilometer entfernten „Calangute Beach“. Hier erwartete uns Tourismus vom allerfeinsten. Die gesamte Straße bis zum Strand runter, war zugepflastert mit Souvenirshops. Es gab Kleidung, Schmuck, Spielzeug, Parfüms und vieles mehr. Nur Postkarten konnten wir weit und breit keine finden. Schon merkwürdig. Unten am Strand angekommen, erwartete uns eine Menschenmasse, die sich zum Feiern am Strand versammelt hatte.

Wir setzten uns in eines der Lokale am Straßenrand, bestellten uns überteuertes Abendessen und fuhren etwas bedrückt zur Wohnung zurück. Wir hatten uns die Strände Goas irgendwie anders vorgestellt; paradiesischer, entspannter, einfach anders! Wir kamen zur Erkenntnis, dass wir wohl in der falschen Ecke waren und fragten uns, ob es im Süden Goas anders gewesen wäre.

Am 12. November fuhren wir zu den „Fontainhas“, einem Viertel in dem viele alte portugiesische Häuser aus der ehemaligen Kolonialzeit stehen. Diese sind allesamt bunt angestrichen, weshalb es Spaß macht die verschiedenen Straßen und Gassen zu erkunden. Wir liefen ein paar Stunden umher, fanden neben bunten Häusern ebenfalls eine weiße Kirche und eine Treppe mit bunten Stufen. In einer der Gassen trafen wir auf Hundewelpen, die zusammengekuschelt vor einer Mauer lagen. Ein süßer Anblick!

Am Ende des Tages setzten wir uns in ein Café names „Bombay Coffee Roasters“. Ein hipper, gemütlich eingerichteter Laden in dem wir warmen Brownie aßen und Kakao und Kaffee genossen. Sogar Soyamilch hatten sie im Sortiment, weshalb auch ich einen Latte Macchiato mit Karamellsirup bestellte. Abends fuhren wir nochmal schnell zum Supermarkt und dann zurück zur Unterkunft. Am nächsten Tag schlenderten wir über den „Anjuna Fleaw Market“. Das ist ein sehr touristischer Markt, der ursprünglich mal von Hippies betrieben wurde. Von diesen war allerdings nicht mehr viel zu sehen und es gab überwiegend Produkte aus Massenfertigung zu erwerben. Nils kaufte sich eine gemütlich Hose, Levi bekam ein Spielzeug und ich ein Kleidchen und eine handgemachte Halskette.

Am 14. November hieß es schon wieder zusammenpacken, weil wir am Abend zurück nach Alappuzzha wollten. Dieser Ort ließ und nicht in Ruhe und wir freuten uns schon darauf wieder mit den Jungs zusammenzusitzen und Spaß zu haben.

#29 Alapuzzha

21. Oktober 2019

Als wir am Morgen aufwachten, staunten wir nicht schlecht. Am Vorabend fing es irgendwann an, wie aus Eimern zu gießen. Und dieser Regen muss die ganze Nacht angehalten haben, denn die Straßen waren alle überschwemmt. Auch das ein oder andere Haus stand unter Wasser. Morgens watete ich nur die Wassermengen und kaufte ein letztes Mal Frühstück bei der kleinen Bäckerei. Danach wollten wir eigentlich mit dem Bus von Fort Kochi nach Allapuzzha (ehemals Alleppey) fahren. Auf Grund des Hochwassers entschieden wir uns aber dagegen und buchten uns über die App „Ola“ einen privaten Fahrer.

Die Lösung schien gut und doch zog sich die Fahrt hin. Immer wieder musste unser Fahrer aussteigen und sich mit anderen Autofahrern über den bestmöglichen Weg austauschen. Wir passierten knietiefe Pfützen und blieben immer wieder in kleinen Staus stecken, die sich auf Grund der Fahrbahnverengungen bildeten.

Kurz bevor wir unser Ziel, das „OYO Windsurf“ erreichten, blieb unser Fahrer stehen. Die Pfützen waren zu tief und die Straßen zu schlecht. Hier war endgültig Sackgasse. Aber wir waren ja in Indien, also alles kein Problem. Der Fahrer krempelte seine Bekleidung hoch, watete durch das Wasser und verschwand um die Ecke. Kurze Zeit später kam er mit zwei jungen Männern auf Motorrädern wieder. Zuerst fuhren sie uns und danach unser Gepäck zum Hotel. Und alles blieb trocken! 🙂

Aussicht vom Balkon

Die neue Unterkunft war sehr heruntergekommen und muffig, aber für uns war das in dem Moment völlig okay. Der Besitzer des neuen Hotels erzählte uns später bei einem Bier, dass ein solcher Zyklon aus der Vornacht eigentlich gar nicht typisch für die Jahreszeit wäre. Das unerwartete Hochwasser hielt noch einige Tage an.

Am 24. Oktober machten wir eine Bootsfahrt über die „Backwaters“. So wird das Netz aus Kanälen genannt, welches den dort Ansässigen als Verkehswege dienen. Außerdem wird das grünbraune, sehr dreckig und unglaublich trübe Wasser zur Körperpflege, zum Wäschewaschen, Kochen, etc. benutzt.

Hier bekamen wir die Auswirkungen des Zyklons besonders zu spüren. Während der Fahrt sahen wir, dass das Wasser an vielen Stellen über das Ufer trat. Dadurch waren unglaublich viele Häuser überschwemmt, Gehwege unter Wasser und sämtliche kleine Kanäle nicht mehr passierbar. Denn es gab zu wenig Platz unter den kleinen Brücken, die über den Kanälen errrichtet waren, um mit einem Boot darunter hindurch zu fahren. Es war traurig zu sehen, wie die Einheimischen mit Gummistiefeln durch ihre überfluteten Häuser liefen, in denen sie gezwungenermaßen noch lebten. Denn Notunterkünfte oder ähnliches gab es nicht.

Nach einer Weile legten wir an einem Steg an und gingen zu einem der Häuschen. Hier sollte unser Mittagessen stattfinden. Neben dem Haus spielte eine Gruppe Kinder auf einem Sandberg, denen Levi sich schnell anschloss. Mittagessen war für ihn somit uninteressant geworden. Nils und ich setzten uns an den bereitgestellten Tisch und kurz darauf kam die Schwester des Bootsfahrers zu uns, um uns das Essen zu servieren. Außerdem erzählte sie uns, dass diese starken Überschwemmungen in der Region erst seit den letzten vier Jahren auftreten und auch ihr Haus momentan überflutet sei. Sie zeigte uns verfärbte Stellen an der Wand des Hauses, in dem wir aktuell saßen. Anhand dieser konnte man sehr gut erkennen, wie hoch das Wasser schon einmal stand (ca. einen halben Meter).

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch ein bisschen weiter und schnell war die Bootsfahrt um. Am Nachmittag kehrten wir wieder in unsere Unterkunft ein.

Dort verbrachten wir Zeit mit den Mitarbeitern und deren Freunden, die sich täglich bei der Unterkunft trafen. Eine bunt gemischte Truppe, witziger, geselliger Menschen, von denen wir nun, für den Moment, ein Teil waren.

An nächsten Tag war es wieder einmal stürmisch. Nils und Levi gingen zum Strand, um mit den peitschenden Wellen und dem tosenden Meer zu spielen. Dabei erfasste Levi eine der Wellen, die ihn mit aller Wucht mitzureißen drohte. Nils griff nach Levi, um ihn festzuhalten und verletzte sich dabei seinen Finger. Da dieser am nächsten Tag eher schlimmer, als besser aussah, fuhren wir in ein Krankenhaus und ließen den Finger untersuchen. Das Röntgenbild brachte Klarheit und Nils bekam die Diagnose, dass sein Finger gebrochen war. Viel konnte man nicht machen, deshalb bekam er auf Nachfrage eine Schiene, mit derer Hilfe er seinen Finger für mindestens drei Wochen schonen sollte.

Irgendwie war in der Zeit der Wurm drin. Anstatt Indien entdecken zu können, bekam Levi später starkes Fieber. Da es nach ein paar Tagen nicht besser wurde, fuhren wir abermals ins Krankenhaus, um Levi untersuchen zu lassen. Sicher ist sicher und dafür haben wir ja schließlich unsere Krankenversicherung. Die nächsten Tage ruhten wir uns also aus und erledigten einiges an Papierkram. Mit der Zeit ging es Levi wieder besser. Er fing an sich mit den Nachbarskindern anzufreunden und sie regelmäßig zu besuchen. Nils Finger ging es leider unverändert schlecht. Ihm wurde mehrfach dazu geraten, doch zu einer Fingermassage zu gehen. Von der Idee hielt Nils allerdings nicht viel :-D.

In den kommenden Tagen gingen wir regelmäßig im Meer schwimmen, verbrachten Zeit mit unseren neuen Freunden und fuhren mit einer Australierin zu einem der dort bekannten „Snailboatraces“. Das ist ein Ruderbootrennen mit langen schmalen Booten auf denen ca. 20 Leute gleichzeitig rudern. Nach einer Reihe von Wettkämpfen, welche sich über Wochen hinziehen, wird am Ende das schnellste Boot als Sieger gekürt.

An einem Morgen passierte etwas Wunderbares. Wir gingen im Meer schwimmen und gerade, als wir wieder heraus waren, sahen wir eine Gruppe Delfine, die munter umherschwammen und immer wieder aus dem Wasser sprangen. Was für fazinierende Tiere!

Und dann, wurde ich krank. Schnupfen, Schüttelfrost, Fieber; das volle Programm. Wir verschoben unsere geplante Weiterreise ein wenig, aber am Ende musste ich mich doch krank auf den Weg machen. Am letzten Abend in Alapuzzha kochte unser Freund Kuttoose uns ein leckeres Gemüsecurry und wir aßen alle zusammen auf unserem Balkon. Außerdem überreichte er uns ein selbstgebasteltes Büchlein, welches er uns mit auf den Weg geben wollte. Am nächsten Tag fuhren wir dann schwerenherzens zurück zum Flughafen in Kochi, um zu unserem neuen Ziel aufzubrechen. Ein geeignetes Zugticket haben wir leider wieder nicht ergattern können, das haben wir nicht so drauf und so blieb uns nur ein Flug.

Kurz bevor wir den Flughafen erreichten, bekamen wir per Nachricht mitgeteilt, dass unser Flug sich verspäten wird. Deswegen hielten wir spontan an einem Restaurant an und holten uns etwas zu Essen heraus. Wir setzten unsere Fahrt fort und kamen viel zu früh am Flughafen an. Das im Vorfeld gekaufte Essen, welches aus Curry und Reis bestand, bekamen wir problemlos durch die Flughafenkontrollen. Ebenfalls einen Tee, den wir nicht zurücklassen wollten. Sehr entspannt die Mitarbeiter.

Am Gate aßen wir unser Essen. Der Abflug verspätete sich insgesamt um 2 ½ Stunden. Je später es wurde, desto schlapper fühlte ich mich und allmählich sank die Laune. Spät in der Nacht landeten wir in Goa, holten uns ein Taxi und fuhren damit zu unserer gebuchten Wohnung. Müde kamen wir gegen 4 Uhr an, hörten uns die kurze Einweisung des Gastgebers an und legten uns schlafen. Endlich angekommen.

#28 Incredible India

15. Oktober 2019

Es hieß wieder Abschied nehmen. Abschied nehmen vom aufregenden Sri Lanka. Wir packten unsere Sachen und fuhren am Mittag mit einem Tuktuk zum Flughafen in Colombo. Vor der Einfahrt mussten wir aussteigen, denn dreirädrige Fahrzeuge sind in dem Bereich nicht erlaubt. Stattdessen stiegen wir in den kostenlosen Shuttlebus um und gelangten so zum Gebäude, in dem der Check-In stattfand. Als uns die Mitarbeiterin am Schalter in Empfang nahm, dauerte es nicht lange bis sie fragte, ob wir denn auch ein Ausreiseticket aus Indien vorlegen könnten?

Konnten wir natürlich nicht, denn wir wussten noch gar nicht, wie lange wir in Indien bleiben und von wo aus wir wieder ausreisen würden. Das Ganze wurde uns allerdings zum Verhängnis, denn ohne Weiterflugticket wollte uns die Dame nicht in den Flieger lassen. Langsam wurde die Zeit knapp und wir hatten noch 30 Minuten, um uns etwas einfallen zu lassen. Sonst würden wir wohl in Colombo bleiben.

Wir versuchten ein Ticket über „Bestonward“ zu buchen. Leider klappte die Zahlung nicht auf Anhieb und die Situation wurde immer stressiger. Nils benötigte für die Zahlung eine Verbindung zu seiner deutschen Handynummer, um diese zu verifizieren. Am Schalter hatte er keinen Empfang. Zum Glück fanden wir eine Ecke, welche ein kleines bisschen Signal bot. Uns blieben nur noch wenige Minuten, doch das Ticket wurde schnell per Email zugeschickt. Wir zeigten dieses der Mitarbeiterin und endlich durften wir unser Gepäck auf das Band legen. Junge Junge, war das ein Stress. Zum Glück hatten wir uns zuvor über diese Option, ein „Bestonward“-Ticket zu buchen, informiert. Hier wird für eine geringe Gebühr ein offizielles Ticket zugeschickt, welches innerhalb von wenigen Tagen automatisch wieder storniert wird. Es wird somit nur benutzt, um ein Ausreiseticket vorlegen oder Visum beantragen zu können.

Der Flughafen in Colombo haute uns nicht wirklich vom Hocker. Das Gebäude war klein und trotzdem unübersichtlich. Essen am Flughafen ist immer teuer, das wissen wir. Aber einen einfachen Cheeseburger für mehr als 8,00 € hatten wir bis dato auch noch nicht erlebt. Wir verzichteten also auf einen kleinen Snack und warteten auf den Flieger. Auf dem Weg in den Flieger mussten wir abermals durch einen Sicherheitscheck, bei dem unser Wasser abgenommen wurde. Dabei hatten wir es uns kurz zuvor im Flughafengebäude besorgt. Und so ein Flug ohne Wasser geht echt gar nicht. Naja, konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht ändern und so verließen wir den Flughafen ohne schöne Erinnerungen an ihn :-D.

Mit SriLankan Airlines flogen wir nach Chennai in Indien. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto besser sahen wir die vielen bunten Häuschen, die mit der Zeit immer größer wurden.

Nachdem wir aus dem Flughafengebäude rauskamen, nahmen wir uns ein Tuktuk (oder wie dieses Gefährt in Indien genannt wird: Rikscha) und fuhren zu unserem Hotel, dem „Golden Swan Fab Hotel“. Es erwartete uns ein modernes Zimmer. Allerdings sprachen die Mitarbeiter im Hotel kein Englisch, was den Check-In erschwerte.

Das Erste, was uns unterwegs auffiel, waren die vielen Kühe. Zwar waren wir es schon von Sri Lanka gewohnt, dass hin und wieder mal eine Kuh den Weg kreuzt, aber in Indien war es eine ganz andere Nummer. Hier war die Anzahl der Herden um einiges höher.

Abends lernten wir die App „Swiggy“ kennen, über die wir uns Essen bestellten und die auf unserer Indienreise noch einen hohen Stellenwert haben sollte.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Ankommen und Akklimatisieren, probierten uns durch die ersten indischen Gerichte und versuchte herauszufinden, wie wir in den nächsten Tagen am besten nach Kerala kamen. Ursprünglich war es geplant, mit dem Zug zu fahren. Diese Idee löste sich aber in Luft auf, als wir bemerkten, dass die Schlafabteile in den Zügen restlos ausgebucht waren. Also musste eine Alternative her, denn wir wollten weiter und nicht länger in Chennai bleiben. Also buchten wir uns einen Inlandsflug und flogen am 18. Oktober 2019 weiter nach Kochi. Dort konnten wir am Flughafen auch endlich eine Simkarte ergattern, die wir so sehr brauchten und die wir vorher in keinem Shop kaufen durften. Zwar war diese am Flughafen etwas teurer, aber so sparten wir uns jeglichen weiteren Stress damit.

Mit dem Bus fuhren wir in die Altstadt zum Fort Kochi und liefen den restlichen Weg zu unserer Unterkunft. Im „Niya Nest“ erwartete uns ein ganz einfaches Zimmer für 10€ die Nacht und eine sehr kontaktfreudige Familie.

In den nächsten Tagen machten wir einige Spaziergänge durch den Ort, gingen auf einen Spielplatz, schauten uns die bekannten chinesischen Fischernetze an, ließen uns ein Henna Tattoo aufmalen und bummelten an der Promenade am Meer entlang.

Außerdem lernten wir hier den „Shawarma“ kennen, welcher uns wirklich gut schmeckte. Das Gericht ähnelt einem Wrap. Dieser ist mit Fleisch, Kartoffeln, anderem Gemüse und reichlich Sauce befüllt. Dazu gibt es Pickles (eingelegtes Gemüse). Und das Ganze für unter 1€, was wollten wir mehr.

An einem Morgen entdeckten wir in einer Seitenstraße eine Bäckerei, die uns wie gerufen kam, denn in unserer Unterkunft hatten wir weder Frühstück inklusive, noch eine Küche, die wir hätten benutzen können. So ein leckeres Gebäck am Morgen war einfach unschlagbar. Der Besitzer erklärte uns, dass das Geschäft einst einem deutschen Bäcker gehörte. Das erklärte dann auch, warum es Backwaren, ähnlich wie „Berliner“, im Angebot gab…

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