02. Dezember 2019
Morgens gegen halb sieben kamen wir in Bangkok an. Wir waren total müde, denn schlafen konnten wir unterwegs nicht besonders gut. Zum Glück war die Zeitverschiebung von anderthalb Stunden nicht der Rede wert, sonst hätten wir vermutlich nicht so schnell wieder in unseren Rhythmus gefunden.
Nachdem wir gelandet waren, holten wir noch schnell ein kleines Frühstück vom „7-Eleven“. Dies ist ein kleiner Supermarkt, der gefühlt alle paar 100 Meter in Thailands touristischen Regionen anzutreffen ist.
Dann fuhren wir mit einem Taxi zum „Don Muang Hotel“. Wir hatten Glück und durften schon viel früher unser Zimmer beziehen. Deshalb nutzen wir die Möglichkeit und legten uns erstmal für ein paar Stunden ins Bett. Später standen wir auf, liefen ein bisschen durch die Gassen und kauften in einem der Shops eine Simkarte. Was uns sofort auffiel, war die reiche Auswahl an Essen. Wirklich überall waren kleine Restaurants, Märkte und Stände, die Streetfood und Obst verkauften. Wir kamen uns vor wie im Schlaraffenland, (obwohl wir kurz zuvor in Indien waren) und fingen an uns durchzuprobieren. Das erste Gericht waren Pad Thai (Nudeln), welche nicht unsere erste Wahl werden sollten. Abends setzten wir uns noch in eines der Restaurants.

Am nächsten Morgen bedienten wir uns an dem kleinen, aber feinen Frühstücksbuffet und fuhren dann in unsere nächste Unterkunft, dem „Peace Land Khaosan“. Wir hatten ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein Badezimmer mit einer BADEWANNE! Die musste natürlich im Laufe der Tage genutzt werden. Alles war sehr sauber und wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Das Hotel verfügt über einen Pool und ein Fitnessstudio. Es liegt sehr zentral und war für uns der perfekte Ausgangspunkt, um die Stadt der Engel zu erkunden. Nach einem Willkommensdrink brachten wir unser Gepäck aufs Zimmer und starteten dann unsere Entdeckungstour. Wir gingen durch kleine Gassen und vorbei an lauten, vollen Straßen. Überall standen Waschmaschinen, in denen man für einen Euro seine Kleidung waschen konnte und auch hier gabe es wieder ein Essensangebot, das unsere Sinne total überforderte. Wir kauften uns alle möglichen Snacks und probierten uns durch, denn es gab viel Neues zu entdecken.


Khaosan Road
Nach etwa 15 Minuten erreichten wir die berühmte „Khao San Road“, die wohl bekannteste Backpacker – Straße der Welt. Hier war alles auf Tourismus abgestimmt. Es gibt viele Verkaufsstände mit Textilien, Restaurants & Bars in Hülle und Fülle, sowie Massagen an jeder Ecke. Häufig auch einfach mitten auf dem Bürgersteig. Wir liefen im Slalom vorbei an Souvenirshops, Reisebüros und Verkäufern, die gegrillte Spinnen und Skorpione anboten. Hier war ordentlich was los! Wir denken, es ist spannend das Spektakel mal gesehen zu haben, aber wirklich lange aufhalten wollten wir uns dort nicht. Wir kauften uns noch einen kleinen Rucksack für Ausflüge und gingen dann wieder zurück durch das Gewusel von Straßen, bis wir am Hotel ankamen.
04. Dezember 2019
Nach dem überaus guten Frühstücksbuffet setzten wir unsere Sightseeingtour fort. Zuerst fuhren wir mit einem Fahrer von Grab zum „Golden Mount“ . Wir wollten uns gerade in unsere Tempelkleidung werfen, als ein besenschwingender Mann vorbei kam und uns weiß machen wollte, dass der „Golden Mount“ heute erst später geöffnet habe. Anstelle dessen bot er uns eine Tour an, bei welcher wir andere goldene Buddhas, oder so ähnlich, sehen sollten. Wir entschlossen uns trotzdem dazu, es mit der geplanten Sehenswürdigkeit zu versuchen. Wir wimmelten den Betrüger ab und gingen über das Gelände. Überall waren prunkvoll verzierte Häuser.

Dann standen wir schließlich vor der geöffneten (!) Kasse. Der Eintritt lag bei 50 Baht (1,50€) pro Person, Kinder durften umsonst rein. Wir fingen an die Treppe hoch zu steigen und liefen an schön angelegten Teichen, Blumenkübeln und Statuen vorbei.
Immer wieder waren Glocken entlang des Weges angebracht, welche Levi mit Begeisterung läutete. Oben, bei der goldenen Spitze angekommen, hatten wir einen tollen rundum Blick über Bangkok. Levi schlug noch ein paar Mal auf einen Gong, dann machten wir uns wieder an den Abstieg.
Unten angekommen nahmen wir uns ein Tuktuk und fuhren für 60 Baht (1,75€) weiter zum Königspalast. Dort mussten wir noch etwa eine halbe Stunde warten, denn die Tore öffneten für Touristen erst um 13 Uhr. Dafür wurde an diesem Tag kein Eintritt verlangt, was uns total freute. Wieso, haben wir allerdings nicht richtig verstanden.
Es erwarteten uns glitzernde, prunkvolle Gebäude, die mit den verschiedensten Figuren verziert waren. Levi war total beeindruckt von den vielen Gemälden an den Wänden und so liefen wir diese bestimmt eine halbe Stunde ab und tauschten uns darüber aus, was wir auf den Bildern sehen konnten.
Nach der Besichtigung des Palastes machten wir einen kleinen Spaziergang in Richtung Fähranleger, um auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen. Zwischendurch kauften wir uns eine Schale voll mit gemischtem Obst und ein Eis und fuhren dann mit der Fähre zum Wat Arun. Für ein paar Baht konnten wir die kurze Überfahrt machen und für 50 Baht (1,50 €) pro Person kamen wir in die Tempelanlage, Kinder waren wieder frei.

Dieser Tempel gefiel mir am besten. Er war total hübsch anzusehen, mit seinen weißen Kacheln, welche mit Blumen geziert waren. Die Wege um den Tempel herum waren schmal und verschachtelt. Die Abstände zwischen den einzelnen Treppenstufen so riesig, dass Levi sich runtergleiten lassen musste und nicht normal hinab steigen konnte. Es machte große Freude sich den Tempel anzusehen.
Als wir am Ende wieder zum Fähranleger gingen, um mit dem Boot so nah an unsere Unterkunft heranzufahren wie möglich, stellten wir fest, dass die Boote mittlerweile nicht mehr fuhren. Überall hingen Hinweisschilder, dass am 4. und am 7. Dezember der Fährverkehr ab Nachmittag stillgelegt wird. Doof nur, dass wir diese vorher nicht wahrgenommen haben. Deswegen bestellten wir uns einen Fahrer über Grab und fuhren mit diesem zurück in unser Hotel. Während der Fahrt fuhren wir an einem wunderschönen Blumenmarkt vorbei, den wir später leider nicht mehr wiederfinden konnten.
Abends zog es uns nach „China Town“. Wir waren von den vielen Eindrücken wieder mal geflasht. Überall hing blinkende Leuchtreklame und ein Essensstand befand sich neben dem anderen. Auch diesmal konnten wir nicht widerstehen und probierten uns durch die verschiedensten Speisen. Die einen waren köstlich, andere gewöhnungsbedürftig. Häufig waren wir uns nach einem Gericht nicht so ganz sicher, was wir da eigentlich gegessen hatten, aber so lange es schmeckte, war das auch nicht soo wichtig.
05. Dezember 2019
Heute stand Kinderprogramm auf dem Plan. Durch Zufall hatten wir im Internet gesehen, dass es in der Nähe ein Kaufhaus gibt, in dem sich ein Kinderland befindet. Darauf hatte Levi natürlich total Lust. Wir fuhren zum „Ekamai Gateway“ (das Einkaufszentrum). Dort aßen wir eine Brezel (richtig lecker!) und fuhren dann hoch zum „Molly Fantasticland“. Ein wahres Paradies für Kinder. Es gibt eine Tobeecke mit einem großen Bällebad, viele Fahrzeuge, einige Klettermöglichkeiten, eine Hüpfburg und Trampoline. Außerdem gibt es einen großen Rollenspielbereich mit Supermarkt, Arztpraxis, Friseur, Postamt, Polizei- und Feuerwehrstation und verschiedenen anderen Geschäften. Passend dazu gibt es Kostüme und Ausstattung. Außerdem gibt es einen Malbereich, verschiedene Möglichkeiten Sachen zu bauen und zu erforschen, einen Tisch mit Zaubersand, eine große Holzeisenbahn und vieles mehr. Für die Eltern gibt es in Hinteren Teil einen Sitzbereich mit Sofas und der Möglichkeit, an einem der Tische zu arbeiten.
Levis Augen strahlten vor Glück, er kam mit anderen Kindern in Kontakt und spielte was das Zeug hielt. Für drei Stunden bezahlten wir zu dritt ungefähr 15€. Da Levi kein Ende finden konnte, unsere Zeit aber langsam ablief, endete der Tag leider mit einem Streit und Unzufriedenheit.
06. Dezember 2019
Mit der U – Bahn fuhren wir zum „Lumphini Park“. Das U – Bahnnetz ist, im Vergleich mit Städten wie London oder Paris, nicht sonderlich gut ausgebaut, aber die Nutzung ist einfach und kostengünstig. Deshalb nutzen wir es solange unser Ziel in erreichbarer Nähe lag.
Den Park konnten wir kostenlos betreten. Er war groß und an vielen Stellen nicht sonderlich hübsch, eher braun und ungepflegt. Ging man aber nur ein kleines Stück den See entlang warteten wunderschöne Plätze auf einen. Blumen blühten, über den See fuhren einige Tretboote und man hatte einen guten Blick auf die Wolkenkratzer Bangkoks. Levi spielte zuerst auf einem Spielplatz. Danach setzten wir uns an das Ufer des Sees. An einem Stand hatten wir Fischfutter erworben und warfen dieses nun nacheinander in das Wasser. Schnell kamen die Fische an die Oberfläche und aßen das Futter auf. Außerdem sahen wir ein paar kleine Schildkröten und zwei größere Echsen in der Sonne liegen. Uns begegneten viele Menschen, die Sport machten oder einfach das Fleckchen Grün in der Großstadt genossen. Der Park war auf jeden Fall beliebt.
Später fuhren wir ins „Terminal 21“. Das ist ein großes Kaufhaus, welches jeder Etage einer anderen Stadt/einem anderen Land gewidmet hat. Somit liefen wir durch Paris, Rom und die Karibik. Schließlich fanden wir im untersten Geschoss einen Supermarkt, in dem es eine tolle Auswahl an Speisentheken gab. Man konnte sich seine Mahlzeit aus verschiedenen warmen und kalten Speisen selber zusammenstellen. Wir holten uns eine Gemüsesuppe, ein Stück Lasagne, Salate und zum Nachtisch ein paar Stücke Obst. Sogar Erdbeeren gab es. Wir schwebten im 7. Himmel und verspeisten unser leckeres Essen im Handumdrehen. Abends schlenderten wir noch über einen der Blumenmärkte und fuhren dann wieder zurück zu unserer Unterkunft. Dabei entdeckten wir, wie schön die ganze Stadt am Abend beleuchtet ist.

Terminal 21 
Blumenmarkt

































































